Informationen zu Erasmus+ und Horizon 2020

Am 27. April 2014 hat der Bundesrat eine Übergangslösung für das sistierte EU-Programm Erasmus+ für das akademische Jahr 2014 präsentiert. Die Lösung priorisiert den studentischen Austausch, wobei die Kosten aus den für Erasmus+ vorgesehenen Programmbeiträgen gedeckt werden. Längerfristiges Ziel bleibt die Vollbeteiligung der Schweiz am Erasmus+ Programm.

Für das Programm Horizon 2020 ist eine Übergangslösung noch ausstehend. Auch hier strebt der Bundesrat eine erneute Vollbeteiligung der Schweiz an. 

Studentischer Austausch in Europa (Erasmus+)

HS 14 und FS 15 : Für Studierende bedeutet dies, dass sie indirekt am Erasmus-Programm teilnehmen können, sofern die jeweilige Partneruniversität dem Austausch zustimmt. Die Abteilung Internationale Beziehungen ist momentan damit beschäftigt, die Austauschplätze 2014/15 für die Studierenden der UZH mit den jeweiligen europäischen Universitäten zu sichern.

     

Es handelt sich um insgesamt 454 Erasmus-Verträge, die nun über bilaterale Abkommen zu regeln sind. Bisher haben Partneruniversitäten der UZH 381 bilateralen Abkommen zugestimmt, elf Partneruniversitäten haben sich entschieden, Abkommen mit Schweizer Hochschulen für das akademische Jahr 2014/15 auszusetzen. Dies betrifft insgesamt 14 Abkommen der UZH (Stand: 27. Mai 2014).

Welche Austauschplätze – an welcher Universität und für welches Fach – damit gesichert sind, ist der folgenden Übersichtsliste zu entnehmen.

Forschung: Horizon 2020

Für Forschende bietet der Schweizerische Nationalfonds befristeten Ersatz für ERC-Förderungsinstrumente an Schweizer Institutionen. Die ursprünglichen Eingabetermine werden beibehalten. Alle notwendigen Informationen dazu finden sich auf den entsprechenden Seiten von EU Grants Access und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF).


Hintergrund und Entwicklungen seit dem 9. Februar 2014

In der Folge der Annahme der Zuwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 hat die Europäische Kommission die Verhandlungen für eine Vollbeteiligung der Schweiz an der neuen Programmgeneration Erasmus+ sowie am EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sistiert.

Am 26. Februar wurde die Schweiz für das akademische Jahr 2014/15 vom Status eines Programm-Landes auf denjenigen eines Drittstaates zurückgestuft, da die Verhandlungen über die betroffenen Dossiers nicht rechtzeitig für die Unterzeichnungen der Verträge abgeschlossen werden können. Das bedeutet, dass die Schweiz nicht wie bisher an den EU-Programmen teilnehmen kann. Bereits am 27. Februar hat die UZH zugesichert, die Finanzierung für eine Weiterführung des studentischen Austauschs zu übernehmen, sollte der Bund nicht einspringen.

Am 7. März beschloss der Bundesrat, für die sistierten EU-Programme im Bereich Bildung und Forschung eine Übergangslösung auszuarbeiten. Diese hat er nun am 16. April präsentiert. 

Medienmitteilung des Bundes zur Übergangslösung


Dossier, Medienberichte

Sitzung und Beschluss des Bundesrats vom 7. März 2014

Zur Medienkonferenz des Bundesrates vom 7.3.2014

Zur Medienmitteilung des Bundes vom 07.03.14 über die Teilnahme an den EU-Programmen Erasmus+, Horizon2020 und MEDIA

Die Neue Zürcher Zeitung fasst den Entscheid des Bundesrates und die vorangegangenen Entwicklungen in einem Artikel vom 07.03.14 zusammen.


Mitteilungen für UZH-Angehörige vom 27. Feburar und 1. März 2014

Am 27. Februar 2014 sendet das Schweizer Fernsehen SRF einen Beitrag mit Rektor Michael Hengartner und der Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen, Yasmine Inauen. Darin informierte Michael Hengartner über die Entscheidung der Universität Zürich, die Finanzierung für den studentischen Austausch im kommenden Studienjahr zu gewährleisten, falls der Bund nicht einspringen würde: «Die UZH hat sich heute bereit erklärt, [den studentischen Austausch] im gleichen Rahmen wie bis anhin aus eigenen Kräften zu finanzieren».

Die Schweiz wird Drittstaat (26. Februar 2014)

Am 26. Februar veröffentlichte die Europäische Kommission in Brüssel folgende Notiz:

“Given the current circumstances, the EU and the Swiss authorities have agreed to suspend ongoing negotiations on Swiss participation in Erasmus+ and took note of the impossibility of signing an agreement in time for the signing of contracts with beneficiaries selected under the 2014 calls for proposals. Therefore, as foreseen in the Erasmus+ Regulation, until such an agreement is signed, Switzerland will not participate in Erasmus+ on an equal footing with Member States (i.e. as a "Programme Country") as initially envisaged, but will rather enjoy the same status as other third countries (i.e. as a "Partner Country").“
(Vgl. European Commission: Information Note)

Der Artikel in den UZH-News fasst den Stand der Dinge am 27.02.14 zusammen.

Das Interview mit Yasmine Inauen in NZZ Campus zeigt die Einschätzung der Lage am 27.02.14 aus Sicht der Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen.

Die Mitteilungen des SBFI vom 26. Februar:

Information des SBFI vom 26.02.14 zu Erasmus+ (deutsch) (PDF, 31 KB)

Information des SBFI vom 26.02.14 zu Horizon 2020 (deutsch) (PDF, 71 KB)

Informations du SEFRI du 26.02.14: Erasmus+ (en français) (PDF, 31 KB)

Informations du SEFRI du 26.02.14: Horizon 2020 (en français) (PDF, 112 KB)

Information by the SERI as of 26 February 2014: Erasmus+ (in English) (PDF, 31 KB)

Information by the SERI as of 26 February 2014: Horizon 2020 (in English) (PDF, 71 KB)