Übergangslösung für Erasmus+ um zwei Jahre verlängert 

Der Bundesrat hat am 19. September bekannt gegeben, dass er die Übergangslösung für Erasmus+ um zwei Jahre verlängern will. Damit soll die Beteiligung der Schweiz am europäischen Studierendenaustausch auch in den kommenden Jahren sicher gestellt werden.

Die EU hatte die Verhandlungen mit der Schweiz über die Teilnahme am Bildungsprogramm Erasmus+ als Folge des Abstimmungsresultats vom 9. Februar sistiert. Um den Studierendenaustausch weiterhin zu ermöglichen, hat der Bundesrat im April eine Übergangslösung präsentiert. Diese wurde ursprünglich für das Jahr 2014 ausgearbeitet und soll nun für die Jahre 2015 und 2016 verlängert werden. Demnach nimmt die Schweiz weiterhin im Status eines Drittlandes am Programm teil, wobei der Bund für die Kosten aufkommt. Die Übergangslösung läuft unter dem Namen Swiss-European Mobility Programme (SEMP)

Für Studierende der Universität Zürich bedeutet dies, dass wie weiterhin im Rahmen des SEMP-Programms am europäischen Austausch teilnehmen können. Dies unter der Voraussetzung, dass die jeweilige Partneruniversität den neuen Bedingungen zustimmt. Die UZH unterhält zurzeit über 400 Austauschverträge in 50 Fächern mit rund 200 Partneruniversitäten in ganz Europa. UZH-Studierenden steht somit weiterhin ein breites Angebot an Austauschmöglichkeiten offen.

Weitere Informationen zum SEMP Programm


Die Schweiz und die EU haben sich auf eine Teilassoziierung an das europäische Forschungsprogramm Horizon 2020 geeinigt, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation am 12. September mitteilte.
Schweizer Forschende können sich somit an den Aktivitäten des sogenannten ersten Pfeilers des Programms beteiligen und werden wieder direkt über EU-Beiträge finanziert.


Der erste Pfeiler des Programms umfasst die ERC-Grants, die Marie-Curie-Massnahmen, Future and Emerging Technologies (FET) und Forschungsinfrastrukturen. Schweizer Forschende können sich ab dem 15. September wieder an diesen Aktivitäten beteiligen. Die Teilassoziierung gilt bis Ende 2016.

Drittlandstatuts für die übrigen Programmbereiche

An den Programmbereichen des zweiten und dritten Pfeilers können Schweizer Institutionen weiterhin im Status eines Drittlandes teilhaben. Für Forschende bedeutet dies, dass sie sich einem europäischen Projekt anschliessen können, jedoch keine direkte Finanzierung von der EU erhalten.

Zum Hintergrund

Nach dem JA zur Zuwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 hat die EU die Verhandlungen über die Assoziierung der Schweiz an das Programm Horizon 2020 sistiert. Ob die Schweiz ab dem Jahr 2017 wieder Vollmitglied bei Horizon 2020 wird, bleibt weiterhin offen.  

Weitere Information sind im UZH News Artikel "Bewerbungen um ERC Grants sind wieder möglich" vom 12. September 2014 zu finden. 


Zur Mitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

SBFI fact-sheet Horizon 2020 (12.09.14) (PDF, 283 KB)