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Type/Direction

Erasmus - IN

Year

08/09 WS

University

DE-DRESDEN02
Dresden - Technische Universität Dresden

Subject

Politikwissenschaft (7615)

Overall Impression

Zürich ist eine sehr schöne Stadt, die sowohl etwas urbanes und großstädtisches versprüht, als auch etwas vertrautes und bekanntes. Ohne große Wolkenkratzer oder andere Prunkbauten, schafft es diese Stadt am Zürichsee einen in eine andere Welt zu entführen. Das liegt natürlich auf der einen Seite an dem zur Schau gestellten Luxus der Stadt, ob es die Bahnhofstraße ist, auf der sich Luxuskarossen schlängeln oder doch eher die Bereitstellung von öffentlichen Gütern, wie Weihnachtsbäumen an jeder dritten Ecke in der Vorweihnachtszeit. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch die idyllische Lage Zürichs am Zürichsee - eingebettet zwischen dem Uetliberg und dem Züriberg mit Blick auf die schneebedeckten Alpen am Horizont. Die Stadt bietet nicht nur zwei der besten Universitäten Europas und ein nahezu perfektes akademisches Umfeld, sie vereint auch kulturelles Angebot mit angemessenem Nachtleben, wo für fast jeden geschmack etwas dabei ist.  

Preparation

Die Vorbereitung des Erasmus-Studiums in Zürich stellte sich als etwas schwieriger als erwartet heraus, da ich über Restkapazitäten des Instituts für Physik an dieses Erasmus-Programm gekommen bin. Aber nachdem die Formalia an meiner Heimuniversität erledigt waren, dass heißt: Absprache mit dem Institut für Physik, dann widerrum Absprache mit dem Politikwissenschaftlichen Institut, so ging es dann ein paar mal hin und her, bis ich schlussendlich alle nötigen Unterschriften an den richtigen stellen zusammen hatte, und die Bewerbung an die Universität Zürich abgesandt wurde, lief alles seinen Gang und die Unterlagen der Universität Zürich informierten grundsätzlich relativ gut von vornherein über die Situation, nur leider spielte man etwas die hiesige Wohnungssituation herunter, aber dazu im übernächsten Abschnitt mehr.

Arrival

 Ich habe ganz klassisch den Weg mit der Deutschen Bahn genommen - Taschen, 10 Stunden Zug Fahrt in einem überfüllten Zug und dann war man endlich da - in Zürich. Wohnungssuche war glücklicherweise schon 2 Monate eher abgeschlossen, sodass ich relativ entspannt hier herreisen konnte und am nächsten Tag begann dann  auch schon das Studium. Nicht unbdeingt, wie man sich den Beginn eines Auslandssemesters vorstellt, aber man arrangiert sich mit vielen, also mussten die Sadterkundngen noch ein bisschen warten - erst mal Leute kennen lernen.

Accomodation

Die Zimmersuche in Zürich erweist sich wahrscheinlich als das schwierigste und nervenaufreibendste am ganzen Aufenthalt hier in Zürich. Die Wohnungssituation ist denkbar schlecht, dass es sogar SPIEGEL ONLINE (25.11.2008) einen Beitrag wert war. Ganze 57 freistehende Wohnobjekte gab es zu diesem Zeitpunkt in Zürich. Eher negative Aussichten für einen Studenten. Doch zum Zeitpunkt meiner Wohnungssuche hatte ich mir noch keine richtigen Gedanken darüber gemacht, eine Übernachtung war bei einem Freund für 9 Tage gefunden - die Zeit musste reichen. Also: auf allen möglichen Wohnungssuchportalen Profile erstellen , jeden Tag 5-6mal die einschlägigen Internetseiten durchstöbern und nach interessanten WGs fahnden. Dass die Zimmer- beziehungsweise Wohnungspreise teuer sind in Zürich, wurde einem ja schon öfters mitgeteilt, sodass es anfangs auch keine allzu großen Enttäuschungen gab.  Überraschend war das Berechungssystem der Wohnungen, das keinerlei Logik zu folgen scheint, während man in Deutschland seine Mietfläche per Quadratmeter bezahlt, hab ich das Gefühl, dass hier in Zürich noch nie jemand etwas davon gehört hatte. Im Sommer ist man natürlich nicht der einzige, der ein Zimmer in Zürich sucht, dabei hat man vor allem als Erasmusstudent noch schlechtere Karten als so schon, da natürlich die meisten Leute keinen Mieter für 4 -6 Monate suchen, sondern möglichst jemanden, der etwa länger bleiben will, da auch Mietersuche offensichtlich kein allzu großer Spaß ist.  Manche Wohnungen, die ich besucht hatte, hatten bis zu 20 Interessenten für ein Zimmer am Tag zur Besichtigung und relativ häufig sogar an die 100 oder mehr Interessenten, die sich per Mail anmelden wollten, also muss man schon vorher aussortieren, weshalb es auch zu empfehlen ist, schon in der Mail das ein oder andere von sich zu erzählen. 

University

 Die Universität ist im Gegensatz zu dem was ich aus Dresden kenne, wirklich herausragend ausgestattet. Allein das Universitätsgebäude un der Lichthof sind beeindruckend und schön. Also die Ausstattung, die Architektur und auch das Lehrpersonal und vor allem auch die Anzahl an Forschern und Wissenschaftlern ist beindruckend. Das einzig wirklich nervige der Universität ist das schlechte system der Bibiotheken: 1. gibt es drei verschiedene Suchkataloge, 2. hat jedes Institut irgendwo eine eigene Bibiothek, die meist nur Prsenzbibliothek ist und im Fall von Politikwissenschaft ist diese auch zu klein, als dass 2 Menschen zur gleichen Zeit ein Buch in unterschiedlichen Regalen suchen können, also anstellen und warten, 3. Entbährt die Sortierung der Buchtitel im Freihandbereich in der Zentralbibliothek jeglicher offensichtlicher Logik, wenn plötzlich neben der Geschichte des Hellenismus plötzlich Hitlers Wehrmacht auftaucht, und man bei jedem Buch zur selben Thematik neu nachschauen muss, wo es steht, da es offensichtlich zu schwer ist, Bücher thematisch zu ordnen, ist man schnell gefrustet.  

Aber dafür kriegt man Kofi Annan und Romano Prodi geboten, die in dem letzten Semester als Gastredner eingeladen wurden, und das entschädigt schon für vieles. 

Life/Leisure

 Das kulturelle Angebot in Zürich überzeugt - ein hervorragendes Theater mit interessanter Stückauswahl (Max Frischs Andorra oder A Clockwork Orange) und fast jeden Tag Lesungen irgendwo in der Stadt. Das nachtleben ist so, wie man es sich von einer Business-Stadt vorstellt: ziemlich Elektro-lastig, aber auch Hip Hop und R'n'B, vereinzelt auch Rock und Indie. Prinzipiell passen sich die Preise in den Clubs auch den allgemeinen Lebenskosten an, denn hier ist alles ein bisschen teurer als in Deutschland, was insofern nicht verwerflich ist, da man auch mehr verdient als woanders. Nur als Student schaut man da ein bisschen in die Röhre, aber prinzipiell ist für alle was dabei und es hat mit der Langstraße und dem Industrieviertel um den Escher-Wyss-Platz zwei schöne, alternative Szeneviertel. Ein aboslutes Muss ist die Kneipe El Lokal am Theater der Künste- sehr schönes Interieur. Ansonsten gibt es in der Schweiz natürlich Migros und Coop, die den Lebensmittelmarkt dominieren. Außerdem ist für jeden, der ein bisschen die Schweiz kennenlernen will, ein Halb-Tax-Abo für 150CHF für ein Jahr zu empfehlen.