Erfahrungsberichte

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Wer

arwed.knabenhans[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

13/14 WS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Rechtswissenschaft (2000)

Gesamteindruck

Berlin, ein Trümmerhaufen bei Potsdam!

 Wer Berlin kennt, weiss worauf er sich einlässt! Kultur gibt es hier überall für lau (zumindest als Student), Bars an jeder Ecke und natürlich die tollste Clubszene weit und breit. Zugegeben: Es war schwer, sich in den ersten Wochen/Monaten auf das akademische zu konzentrieren, da kulturell so viel los ist und fast immer jemand zum feiern zu finden ist.

Vorbereitung

Vorbereitet habe ich mich eigentlich gar nicht, zumal mir vieles bereits bewusst war und die restlichen Informationen einem entweder per Email von den Erasmus-Büros zugestellt wurden oder an den Einführungsveranstaltungen vermittelt wurden.

Ankunft

Da ich bereits Freunde in der Stadt kannte, war die Ankunft für mich kein Problem.

Allerdings sind sehr, sehr lange Wartezeiten bei den behörden unbedingt einzurechnen. Termine sind über Wochen hinweg ausgebucht und will man z.B. auf gut Glück beim Meldeamt vorbeischauen kann es durchaus vorkommen, dass man über eine Stunde vor den offiziellen Öffnungszeiten bereits vor der Eingangstüre warten soll.

Zimmersuche
Wohnen

Der Wohnungsmarkt ist seit den letzten paar Jahren auch in Berlin angespannt. Zentrale Wohnungen zu günstigen Konditionen sind rar oder in einem desolaten Zustand. Ausserdem werden wohl ohnehin nur möblierte Objekte in Frage kommen, was die Suche zusätzlich erschwert. Meine Wohnung konnte ich mir über einen Bekannten sicher.

Universität

Die HU zu Berlin ist eine sehr international ausgerichtete Universität. Deshalb kam es immer wieder vor, dass mehr als die Hälfte in den besuchten Kursen entweder Erasmus oder LLM Studenten waren. Die Stoffdichte in den Kursen ist eher gering, allerdings werden hierfür auch weniger ECTS vergeben als in Zürich.

Organisatorisch klappt es an der Universität eigentlich auch alles soweit so gut. Auffallend ist hierbei jedoch, dass man vieles persönlich im Gespräch mit dem Dozenten regeln kann und nicht bei jeder Kleinigkeit auf die Mitarbeiter des Lehrstuhls verwiesen wird. Die Beziehung zwischen den Studenten und Professoren ist wesentlich aufgeschlossener und unkomplizierter als man es sich vielleicht aus Zürich gewohnt ist.

Es existiert ein sehr breites und spannendes Angebot von Kursen.

Leben/Freizeit

Die Berliner und insbesondere auch die anderen Austauschstudenten sind sehr aufgeschlossenen Menschen. Es fällt einem nicht schwer, hier neue Bekanntschaften zu schliessen. Demensprechend naheliegend ist es, dass mit öfters in einer Gruppe unterwegs ist, sei es in Museen, Bars, Clubs oder sonstigen künstlerischen Veranstaltungen. Für Schweizer ist das Preisniveau sowieso sehr tief in Berlin, weshalb man des öfteren auch in restaurants essen gehen wird anstatt sich selber hinter den herd zu stellen.