Erfahrungsberichte

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Wer

efw[at]access.uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

11/12 SS

Universität

CN-
Hong Kong - University of Hong Kong

Studienfach

Theologie und Religionswissenschaft (1000)

Gesamteindruck

Hong Kong als vibrierende Stadt zu beschreiben, wäre wohl ein wenig untertrieben .Als Student wird man nolens volens in diesen Strudel hineingezogen. Natürlich trägt auch ein beträchtlicher Kulturschock seinen Teil bei, dass einem  vor Staunen fast die Augen aus dem Kopf fallen und die Gehörgänge verstopfen. Nach einiger Zeit jedoch gewöhnt man sich daran, dass alles ein wenig greller, schneller und lauter als in der betulichen Schweiz ist. Wenn die Volksmassen, die überall in der Stadt anzutreffen sind, einem zu viel werden, kann auch wunderbar gewandert werden. Schnell mit der U-Bahn irgendwohin fahren, aussteigen, ein paar Meter gehen und schon schrumpfen die Massen und der Wanderer findet das, was er für gewöhnlich sucht: Ruhe und Einsamkeit. Gelegentlich ein gute Erholung, um wieder frisch in seinen studentischen Alltag einzutauchen. Die Bewohner und Bewohnerinnen Hong Kongs sind überaus höflich und hilfsbereit, etwas, das man ich der Volksrepublik manchmal vergebens sucht. Nie muss sich der verirrte Student oder die verirrte Studentin Sorgen machen, sich zu verirren, gross bestohlen zu werden oder gar in einem dunklen Hinterhof gemeuchelt zu werden. Sogar die Triadenmitglieder sind höfliche Menschen, wenn man sich nicht in ihre Geschäfte einmischt. Allerdings sollte Abstand genommen werden von einem bestimmten Typus von  Expat, der die Bars und andere Lokale verstopft, grosssprecherisch eine vermeintliche Überlgegenheit gegenüber den Einheimischen zelebriert und nur ein heftiges Fremdschämen provoziert.

Unbedingt sollte der Austauschstudent /die Austauschstudentin eine gewisse Feuchtigkeitsresistenz aufweisen. Auch tropische Hitze müsste öfter ertragen werden können. Eine enorme Lärmtoleranz muss ebenfalls an den Tag gelegt werden können.

Vorbereitung

Das Büro für internationale Beziehungen gibt sich die beste Mühe, einen auf einen Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Berichte der VorgängerInnen können gelesen werden. Auch sich einen Reiseführer anzuschaffen, ist nicht verkehrt. Die Sprache zu lernen, macht keinen Sinn, weil Kantonesisch nirgends in der Schweiz gelernt werden kann. Jedoch ist es nicht schlecht, Kenntnisse in  Mandarin zu haben, damit kann man oft Verständigungsprobleme umgehen.

Ankunft

Ein herzliches Willkommen war mir in meiner Fakultät (Theologie) sicher und sie hat sich auch rührend und herzerwärmend um mich gekümmert. Mir wurde gleich Bettwäsche, Badetücher und sonstiges allerlei ausgehändigt. Mit Telefonnummern, Mit Essen, mit Mailadressen, mit Telefonnummern, mit Ratschlägen wurde ichgleich am ersten Abend versorgt. In den folgenden   Tagen standen mir verschiedene Kommilitonen mit Rat und Tat hilfreich bei. So hatte ich keinerlei Anlaufschwierigkeiten.

Zimmersuche
Wohnen

Ein winziges Einzelzimmer in einem Hostel stand mir zur Verfügung. Das wurde als grosser Luxus angesehen, was es in meine Augen zunächst nicht zu sein schien. Aber später wurde ich eines besseren belehrt, meinechinesischen  Mitstudenten wohnten zu zweit in einem Zimmer einer ähnlichen Grösse. Die Feuchtigkeit und der daraus resultierende Schimmel, der sich ausbreitete machte mir zunächst zu schaffen, doch wurde dieser Mangel  auf Anfrage schnell beseitigt.

Universität

Hervorragende DozentInnen und hervorragende StudentInnen schienen meine Fakultät zu bevölkern. Die Unterrichtseinheiten waren bis auf eine Ausnahme äusserst spannend gehalten. Insbesondere gefiel mir, dass mir möglich war einen vertieften Eindruck in die angelsächsische Theologie und chinesische Kybernetik zu erhalten.

Leben/Freizeit

Es hat in Hong Kong bestimmt für jeden Geschmack das richtige Angebot, seine Freizeit zu gestalten. Das mangelnde räumliche Angebot macht es allerdings für verschiedene Aktivitäten schwierig, sich einwandfrei zu entfalten.

Das Leben war für mich bestimmt einfacher als für andere Austauschler, weil ich Mitglied einer Partnerkirche der reformierten Landeskirche war und insofern in familiäre Verhältnisse geriet, auch gewann ich dadurch viele chinesische FreundInnen. Ein Umstand, den viele AustauschstudentInnen oft vermissen.