Erfahrungsberichte

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Wer

leabaur172[at]hotmail.com

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

12/13 WS + SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Politikwissenschaft (7615)

Gesamteindruck

Das Austauschjahr war sehr bereichernd und lehrreich. Sowohl akademisch als auch für mich persönlich. Was ich besonders schätze, ist tiefe Freundschaften mit Leuten aus ganz Europa und von verschiedenen Universitäten geschlossen zu haben. Es braucht anfänglich einige Anstrengungen, um sich einzuleben und alles Organisatorische zu bewältigen.

Vorbereitung

Eigentlich empfand ich es als nicht so schwierig und aufwändig die Abkommen mit der Uni zu treffen. Was kompliziert war, war das sich Eindenken in das fremde System der Gast-Universität.

Ankunft

Ich hatte schon vor meinem Erasmus-Jahr viel Zeit in Berlin verbracht. Daher war es eher ein Zurückkommen als eine Neuankunft. Sehr schön war auch, dass ich am Orientierungstag für die internationalen Studenten sofort neue Kontakte knüpfen konnte.

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche in Berlin war im Vergleich zu Zürich ein Kinderspiel. Schon bei der zweiten Besichtigung hatte ich eine Zusage bekommen. Ich hatte mich ganz normal über wg-gesuch.de beworben, allerdings nicht gleich erwähnt, dass ich Erasmus-Studentlin bin. 

Universität

Das Lehrangebot und die Dozierenden, sowie das Engagement meiner Komilitonen an der HU war wirklich toll. In den Seminaren entstanden sehr anregende Diskussionen und auch die Vorlesungen stifteten zur Reflexion an. Im Vergleich gewann ich den Eindruck, dass an der UZH das Gewicht mehr bei der Reproduktion von Wissen und Denken liegt. 

Leben/Freizeit

Berlin hat ohne Frage ein überwältigendes Angebot, was Freizeitbeschäftigungen anbelangt. Das Beste ist meiner Meinung nach allerdings, dass die Grösse der Stadt und die Nutzung des öffentlichen Raumes eine wundervolle Freiheit in sich birgt, die sehr inspirierend ist und zum selber machen und mit anpacken anregt. Ich brauchte meine Freizeit gar nicht zu organisieren, sondern bloss raus zu gehen und ein Bisschen mit dem Rad rum zu fahren. An irgend einer Ecke oder im Park stolperte ich bestimmt über Musik, Kleinkunst, einen Flohmarkt, eine Neueröffnung, Leckereien, ein Open Air...

Dies gilt allerdings fast ausschliesslich für den Sommer. Im WInter scheint die Stadt eine Andere zu sein. Es empfiehlt sich, möglichst viel im WInter zu studieren, ins Theater und ins Museum zu gehen. Und nicht den ganzen WInter hier zu verbringen, sondern in den Semesterferien zur Sonne zu fahren.