Erfahrungsberichte

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Wer

aurelio.ferrara[at]gmx.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

12/13 SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Berlin lebt! Ich kenne keine Stadt, die nur annähernd mit Berlin vergleichbar wäre. Berlin ist einfach. Die Leute sind sehr unkompliziert, der Sommer heiss , das Bier kalt. Ich habe mich definitiv in Berlin verliebt, und würde auf jeden Fall hier bleiben. Und diesen Satz würden viele, die hier waren unterschreiben. Man kann sich dem Bann von Berlin kaum entziehen. Berlin, du bist so wunderbar. Ich glaube besser kann man das nicht umschreiben, daher einfach hingehen und sich von der Stadt treiben lassen.

Vorbereitung

Studenten sind ja nicht gerade für das beste Zeitmanagement bekannt. Normalerweise alles noch auf den letzten Drücker. War bei mir mit Erasmus nicht gross anders. Die Termine für die Anmeldung an der Partner Uni, Krankenversicherung, etc. sind eigentlich in relativ kurzer Zeit machbar. Das Erasmusbüro der Uni Zürich nimmt auch relativ viel administrative Arbeit ab. Was ich für mich persönlich noch gemütlich fand, dass ich die Steuern, zum ersten Mal pünktlich, schon vor der Abreise erledigt hatte. So konnte ich den Stress hier umgehen. Unbedingt an alle Männer, falls ein WK ansteht, in der Schweiz noch erledigen. Was mich das an Nerven, Telefonaten, Zeit gekostet hat den zu verschieben, tut es nicht!

Ankunft

Es lohnt sich auf jeden Fall eine Bleibe zu suchen für die ersten paar Tage. Also dies schon im vornherein. Dann hat man wenigstens ein bisschen Ruhe um Wohnungen zu suchen. Dann unbedingt Anmeldung auf dem Bürgeramt, muss man dann einfach noch einmal vorbei bei einem Wohnungswechsel, dafür kann man schon eine deutsche Sim-Karte holen und ein Deutsches Bankkonto eröffnen. Es gibt ganz gute Pre-Paid Angebote mit Internet und Gespräch flatrate. Internet sehr wichtig, weil die Stadt ist gross, und man kann sich sehr viel Zeit sparen, wenn man im Internet nachschauen kann, wo diese Strasse nun genau ist. Ein Bankkonto erspart euch viele Gebühren, kann ich auf jeden Fall nur empfehlen. Am besten Berliner Sparkasse, die haben die meisten Bankomaten bzw. Filialen, heisst man zahlt keine Gebühren. Falls man hier arbeiten möchte, braucht man die Sozialversicherungsnummer (erhältlich bei den Deutschen Rentenversicherungsanstalten) und eine Steueridentifikationsnummer (erhältlich bei den Finanzämtern).

Zimmersuche
Wohnen

Wenn ihr Zeit habt, kommt nicht auf den letzten Drücker nach Berlin! Je früher vor Semesterbeginn ihr da seid, desto weniger Studenten sind am Wohnungen suchen, desto einfacher habt ihr es! Mein Kumpel und ich wollten zuerst eine Wohnung zu zweit nehmen. Lasst es bleiben! Von Schufaauskunft, Bürgschaften, Lohnausweise der letzten drei Monate, etc., die wollten alles sehen. Kostet nur Nerven und Zeit. Über www.wg-gesucht.de gehen und dann klappt das schon. Einfach nur die neusten Angebote durchschauen und hoffen, dass eine Telefonnummer angegeben ist, macht die ganze Interaktion massiv einfacher.

Bei der Wohnungssuche lohnt es sich auf jeden Fall schon die Gegend ein bisschen auszusuchen. In will hier den Osten und besonders Friedrichshain hervorheben. Die Gegend lebt extrem. Der Weg zur Uni ist mit ca. 50 Minuten nicht gerade kurz, dafür findet hier das Leben viel mehr statt, und auch die Preise (was kostet ein Döner, was kostet ein Bier, etc) sind im Gegensatz  zum Westen massiv angenehmer.

Universität

Die Freie Universität  gehört zwar zu den Eliteuniversitäten in Deutschland, aber gerade der Fachbereich Publizistik ist verglichen mit Zürich nicht gerade auf dem gleichen Niveau anzutreffen. Ich hatte mit einem Seminar sehr Glück, weil es sehr gut und Praxisnah war, aber grundsätzlich nicht so der Wahnsinn. Man geht ja aber auch nicht nur wegen der Uni nach Berlin. Es lohnt sich genug früh beim Büro für internationale Studentenmobilität vorbei zu gehen und sich anzumelden. Man hat dann die Gebühren von ca. 200 Euro zu zahlen, und kann dann bei Semesterbeginn mit dem Studentenausweis die Bahn benützen. Dort werden auch einem die Infotage noch einmal ans Herz gelegt, und die kann ich eigentlich nur empfehlen, wird alles noch einmal erklärt, wie ihr in der Mensa was zu futtern kriegt, wo das Institut für Publizistik ist, etc.

Leben/Freizeit

Berlin bietet tausende Möglichkeiten. Von Parks, Bars, Clubs, Seen, Openairs über Museen gibt es nichts was es nicht gibt. Gerade im Sommer strahlt Berlin ein leicht mediterranes Flair aus, dem zu entziehen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Es lohnt sich Touristenballungsgebiete zu meiden. Der Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg ist zum ausgehen wahrscheinlich einer der besten Orte. Die Unis bieten ein vielfältiges Sportangebot (Aktivitäten der HU und TU können auch gebucht werden), im Gegensatz zur Uni Zürich kosten diese Kurse stets was, bewegt sich aber im Rahmen.