Erfahrungsberichte

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Wer

lukas.jud[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

12/13 WS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Humanmedizin (4000)

Gesamteindruck

Jeder der die Gelegenheit zu einem Erasmus-Semester/Jahr hat, sollte diese nutzen! Der Papierkrieg, den man hat, lohnt sich auf jeden Fall bei den vielen Erfahrungen die man bei einem Auslandssemester sammeln kann.

Vorbereitung

Bei der Vorbereitung des Erasmussemesters geht es vor allem darum, einen passenden Stundenplan zusammenzustellen. Bei mir lief es darauf hinaus, dass ich nicht alle Praktikas, welche ich an der Uni Zürich gehabt hätte, an der Gastuniversität machen konnte. Dann gilt es, diese fehlenden Praktikas in der Schweiz in doppelter Studenzahl vorzuholen.

Ankunft

Es ist zu empfehlen, schon etwas vor dem Semesterstart nach Berlin zu kommen. In der Woche vor dem Semesterbeginn, gibt es eine Infoveranstaltung, welche besucht werden sollte. Auch sind die meisten Studenten schon etwas früher da und unternehmen schon viele Dinge zusammen.

Nach Berlin gereist bin ich mit dem Zug. Mit dem Flieger scheint es mir zwar bequemer, der Zug hat aber den Vorteil, dass man unbegrenzt Gepäck mitnehmen kann.

Möglichst bald nach der Ankunft, sollte man sich bei einem Bürgeramt in Berlin mit siener Adresse registrieren. Das Papier, welches man da erhält, wird danach für das Semesterticket benötigt, und je nach Anmeldedatum fällt auch die Höhe des Begrüssungsgeldes aus.

Zimmersuche
Wohnen

Ich hatte mir schon ein Zimmer Anfangs des Sommers besorgt, da ich den ganzen Sommer unterwegs war und keine Zeit mehr dafür hatte. Je früher man dran ist, je einfacher gestaltet sich auch die Suche. Ich habe insgesammt ca. 5 WG's angeschrieben, mit 1 WG geskypt und das Zimmer auch gleich bekommen. Die Wohnung war super schön, super gut am Prenzlauer Berg gelegen und die Mitbewohner waren auch toll - vielleicht hatte ich einfach auch ein wenig Glück.

In Berlin sind die Praktikas über 3 Campi verteilt. Vom Prenzlauer Berg aus bin ich super schnell mit meinem Fahrrad zum Campus Mitte und Virchow gekommen. Der Campus Benjamin Franklin liegt etwas auserhalb und ich brauchte dahin fast 1 Stunde. Glücklicherweise hatte ich meine Prakitkas fast ausschliesslich am Campus Mitte und Virchow.

Universität

Am Morgen finden jeweils Vorlesungen statt, welche ähnlich aufgebaut sind wie in Zürich. Am Nachmittag hatte ich dann jeweils Unterricht am Krankenbett, Seminare oder frei.

Ziemlich viele Berlinerstudenten gehen nicht zu den Vorlesungen. Die UaK's und Seminare, welche 85% Anwesenheit erfordern, werden dann aber schon besucht. Die UaK's fand ich oft ziemelich lehrreich und spannend. Was jedoch etwas zu bemängeln war, 1 mal wurde ein UaK verschoben ohne dass ein Email an die Erasmusstudenten geschickt wurde. 1 mal ist kein Arzt, der unser UaK leiten sollte, aufgetaucht. Die ganze Praktikumsgruppe durfte dann zu einem Nachholtermin den Weg zu dem Campus nocheinmal machen. Beim einzigen UaK welches ich am CBF hatte, hatten die Ärzte gleichzeitig wie der Studentenkurs stattgefunden hatte noch eine Weiterbildung und die Studentengruppen konnten einfach rumsitzen und warten.

Leben/Freizeit

Berlin bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Freizeit und Leben. Am Abend begibt man sich gerne zu einer der unzähligen kleinen Bars und später vielleicht noch zu einem der insgesammt 300 Clubs Berlins. Am Tag besichtigt man Museen, geht zu einem Markt, trödelt durch einen Park oder erkundigt die Stadt mit dem Fahrrad.