Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

12/13 SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Diverse (0016)

Gesamteindruck

Der Gesamteindruck ist mehr als positiv. Die Humboldt Universität zu Berlin ist ein geistig äusserst anregender Ort, wo ein reger Austausch stattfindet, und das Lernklima ist optimal. Auch die Stadt an sich bietet natürlich viel: Theater, Musik, Film, Kunst, Mode, Nachtleben, und eine äusserst reichhaltige Geschichte. 

Vorbereitung

Die Vorbereitung war ein wenig anstrengend, da trotz ERASMUS-Koordination und Bologna-Reform die bürokratischen Hürden bei weitem nicht aus dem Weg geschafft sind. So ist an der Humboldt Universität ein ERASMUS-Semester im Master auf ein einziges Fach beschränkt - will man wie in Zürich zwei Fächer studieren, geht das entweder gar nicht oder man muss sich Hintertürchen suchen, was den Aufwand nicht schmälert.

Die Vorbereitungen für die nicht-universitären Dinge waren allerdings halb so wild. Dennoch einen Tipp: Da die Bürgerämter der Stadt Berlin einen extrem hohen Andrang haben, lohnt es sich, für die benötigte Meldebestätigung im Voraus einen Termin abzumachen, sobald man weiss, wo man wohnt. So spart man sich unnötige Wartezeiten am Schalter (kann schon mal einen ganzen Tag dauern).

Ankunft

Die Ankunft in Berlin war problemlos. Am Einführungstag an der Uni wurden wir nicht nur eingeschrieben und begrüsst, sondern auch auf dem Gelände herum geführt und es gab etliche Orientierungsveranstaltungen. Ich fühlte mich von Beginn weg gut aufgehoben.

Zimmersuche
Wohnen

Die Wohnungssitutation in Berlin spitzt sich langsam zu. Zimmer und Wohnungen, die im Preissegment von Studenten liegen, gibt es immer seltener bzw. befinden sich immer öfters auch mal weiter am Stadtrand. Es lohnt sich auf jeden Fall, früh mit der Suche anzufangen. Ich persönlich habe im Internet ziemlich schnell ein tolles Zimmer gefunden, da ich bereit war, mehr dafür zu zahlen. Es war aber bestimmt auch viel Glück dabei. Denn die Zimmersuche aus der Ferne ist nicht ganz problemlos: Für viele WGs kommen Leute, die nur über Skype für ein Vorstellungsgespräch zur Verfügung stehen, gar nicht in Frage. Dennoch ist diese Art der Suche eine Möglichkeit, um sich den Flug/Zug nach Berlin zu sparen, denn nicht alle WGs schliessen Skype von vornherein aus! Der Versuch lohnt sich auf jeden Fall.

Universität

Die Universität ist gross, altehrwürdig und renommiert, was eine gewisse Erwartungshaltung generiert. Diese wurde aber durchaus erfüllt: Die Lehrveranstaltungen sind fordernd, aber nicht überfordernd, die Dozenten und Professoren sehr offen und kontaktfreudig den Studierenden gegenüber und das Betreuungsverhältnis sehr gut.

Leben/Freizeit

Die HU bietet ein abwechslungsreiches Sportprogramm an. So schloss ich mich gleich zu Beginn des Semesters einer Laufgruppe an, wo ich schnell Anschluss und Freunde fand. Gemeinsam liefen wir dann auch bei der Berliner Team-Staffel mit, was eine aussergewöhnliche Erfahrung war. Der Austausch mit den eingesessenen Berliner der Laufgruppe war eine besondere Erfahrung, da viele schon zu DDR Zeiten an der HU waren und mir Vieles erzählen konnten. Die Laufgruppe war auch der Grund, warum ich jetzt für einen Halbmarathon trainiere - eine grosse Veränderung in meinem Leben!Andere Freizeitbeschäftigungen waren auch die gemeinsamen Tatort-Abenden jeweils am Sonntag in der Volksbar bei der Volksbühne. In der ganzen Stadt wird sonntags Tatort in diversen Bars ausgestrahlt und gemeinsam geschaut - in dieser Art und Weise gibt es das soviel ich weiss nur in Berlin.Des Weiteren sind die Swingtanz-Abende empfehlenswert: Montags in der Strandbar Mitte, Dienstags im Kater Holzig. Wer dann schon ein paar Schritte beherrscht, kann am Wochenende im Fuchs und Elster tanzen gehen zu original Swing-Musik. Ein Geheimtipp!