Bilder zum Bericht

Unterricht

Bandajo

Eingang Uni

Austauschstudierende (Fest Repblica)

Bekanntschaft auf der Strasse

Erfahrungsberichte

zur Übersicht

Wer

rogerkuhn84[at]hotmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

11/12 WS

Universität

BR-
São Paulo - Universidade de Sao Paulo

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Das Austauschtrimester an der Universidade de São Paulo in Ribeirão Preto lieferte mir einen spannenden und bereichernden Einblick in die brasilianische Kultur und die Lebensweise der Brasilianer. Durch das Zusammenleben mit drei Brasilianern in einer República konnte diese Erfahrung zusätzlich verstärkt werden und die Möglichkeit das Portugiesisch von Brasilien zu erlernen, war perfekt. Neben den kulturellen Unterschieden stellte das Absolvieren meiner fünf Fächer an der Universität die grösste Herausforderung dar. 14 Präsentationen, zwei Forschungsarbeiten, Leiten einer Schulstunde von 2.5 Stunden und eine 4-stündige Abschlussprüfung waren der Hauptinhalt dieser fünf Fächer und entsprachen klar nicht den zu erhaltenden ECTS-Punkten von der Universität Zürich. Aus diesem Grund ist ein Austauschtrimester mit einem Arbeitsaufwand von 15 ECTS-Punkten nicht zu empfehlen, da kulturelle Anlässe, Exkursionen und weitere potentielle Erlebnisse nicht miterlebt werden können. Als Alternative ist das Masterstudium an dieser Fakultät zu empfehlen, was angenehmer und bestimmt sinnvoller wäre. Trotz dieser Herausforderung war mein Austauschtrimester ein unvergessliches Erlebnis und ich würde diese einmalige Chance wieder wahrnehmen.

Vorbereitung

Selbständige Mobilität

In der Vorbereitung für meinen Auslandaufenthalt versuchte ich zu Beginn selber einen Austausch zu organisieren, von dem ich jedoch im Fall Brasilien abrate. Sollte jemand dennoch interessiert sein, sind die folgenden Punkte in der vorliegenden Reihenfolge zu beachten:

- Wird die Universität bzw. Fakultät in Brasilien von der Fakultät in Zürich akzeptiert?

Hierbei spielt lediglich die Akzeptanz der Fakultät in Zürich eine Rolle. Es können Verträge zwischen den Universitäten bestehen, wobei die einzelnen Fakultäten die Universität nicht anerkennen müssen. Die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften führt keine Liste mit den anerkannten Universitäten im Ausland und jede Universität muss am Dekanat der Wirtschaftswissenschaften einzeln um ihre Anrechenbarkeit abgeklärt werden. Diese Abklärung kann bis zu einer Woche dauern und es sollte genügend Zeit eingerechnet werden.

- Reglemente der ausländischen Universität studieren, allfällige Informationen bezüglich Incoming Students der ausländischen Universität suchen und sich einen Überblick verschaffen.

- Kontakt mit der gewünschten Universität aufnehmen und mögliche Daten des Austauschs klären sowie die Akzeptanz bei der ausländischen Universität überprüfen.

- Übersicht der zu besuchenden Disziplinen erstellen und diese bei der Universität auf ihre Akzeptanz und Verfügbarkeit klären.

Für die selbständige Organisation meines Auslandaufenthaltes benötigte ich rund 5 Monate. Dieser Zeithorizont kann als Massstab für die Dauer einer selbständigen Organisation herangezogen werden. Zusätzlich sollten Sprachkenntnisse bestehen, da die Korrespondenz in meinem Fall mit der FAAP zu 95% in Portugiesisch war.

Mobilität über bilateralen Vertrag der Fakultäten

Der einfachere, zeitsparende und sichere Weg ist ein Mobilitätsprogramm zwischen den Fakultäten auszuwählen, welches mir letztlich den Austauschaufenthalt ermöglichte. Alle nötigen Informationen können direkt auf der Homepage der Internationalen Beziehungen der Universität Zürich sowie durch ein persönliches Gespräch mit deren Mitarbeitern erhalten werden. Das direkte Gespräch ist meiner Meinung nach zu bevorzugen, da auf diese Weise gleich alle möglichen Zweifel und Fragen durch die kompetenten Mitarbeiter geklärt werden können.

Um meinen Austausch in Angriff zu nehmen, besuchte ich am Romanischen Seminar der Universität Zürich für zwei Semester die Einführung ins Portugiesisch I bzw. II Sprachkurse, die die Grammatik behandeln sowie im zweiten Semester den Kurs Sprachstruktur und Kommunikation in Portugiesisch, der sich hauptsächlich auf die Kommunikation ausrichtet. Alle drei Kurse kann ich sehr empfehlen. Diese können im Vorlesungsverzeichnis auf der Homepage des Romanischen Seminars eingesehen werden. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass diese Kurse im Bachelorstudium im Wahlbereich anrechenbar sind, jedoch im Masterstudium nicht angerechnet werden können. Im Masterstudium können diese Kurse in den Leistungsausweis aufgenommen werden, sofern man diese Kurse im Buchungstool gebucht hat. Bei einer lediglichen Bestätigung des Kurses durch die Professorin stellt sich das Dekanat quer, diese Kurse in den Leistungsausweis aufzunehmen, daher unbedingt buchen. Für genauere Angaben über die Anrechenbarkeit im Bachelorstudium sollte direkt mit dem Dekanat Kontakt aufgenommen werden.

In einem weiteren Schritt ist die Anmeldung für einen Austausch über die Fakultät nötig. Hierbei werden die gewünschten Disziplinen auf ihre Anrechenbarkeit durch das Dekanat geprüft. Auf der Homepage der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sind die Dokumente auffindbar und alle nötigen Informationen dazu ersichtlich. Die Disziplinen an der Gastuniversität müssen aus dem Vorlesungsverzeichnis der Gastuniversität stammen, auf Deutsch übersetzt und ein Link zum durchschnittlichen Leistungsaufwand des Kurses gemacht werden. Informationen bezüglich der Vorgehensweise befinden sich auf dieser Anrechenbarkeitsvereinbarung. Wurde diese Anrechenbarkeit unterschrieben, können spätere Probleme diesbezüglich nicht mehr anfallen.

Ankunft

Von meinen Mitbewohnern und meiner Tutorin, welche mir von der Gastuniversität zur Verfügung gestellt wurde, erhielt ich alle nötigen Informationen, um vom Flughafen in São Paulo nach Ribeirão Preto zu gelangen. Dabei musste ich zuerst vom Flughafen nach Tiête (kleiner Busbahnhof und zugleich Anschlusspunkt um mit der Metro nach São Paulo zu gelangen) mit einem Bus reisen und von dort aus einen Überlandbus nach Ribeirão Preto nehmen. Diese Personen haben mich am Busbahnhof in Ribeirão Preto herzlich in Empfang genommen und mir alles Wichtige erklärt. In der República angekommen, konnte ich endlich nach rund 20-stündiger Anreise ausspannen.

An der Universität musste ich mich beim Internationalen Büro vorstellen, wobei ich weitere Unterlagen wie z.Bsp. eine Landkarte, Infos zur Verpflegung und zu den Kursen erhielt. Des Weiteren musste ich in der nächsten Woche zur Polizei gehen, um dort eine temporäre Aufenthaltsbewilligung für Ausländer anzufordern. Die Universität hat mich in all diesen Belangen sehr unterstützt und mir bei allfälligen Fragen auch gleich weitergeholfen.

Ich empfehle es, bereits zwei Wochen vor dem regulären Unterricht in Ribeirão Preto anzureisen, um alle Infos zu erhalten, alle Anmeldungen zu tätigen und die Region Ribeirão Preto zu erkunden.

Zimmersuche
Wohnen

Vor meinem Austauschtrimester erhielt ich über die Internationalen Beziehungen bzw. von der Gastuniversität eine Excel-Liste mit den Wohnmöglichkeiten in Ribeirão Preto. Auf dieser Liste befanden sich Unterkünfte in einer Wohngemeinschaft von zwei Mitbewohnern bis zu einer República, welche mit einer amerikanischen Studentenverbindung mit bis zu 15 Mitbewohnern gleichzusetzen ist. Per Mail kann mit diesen Personen Kontakt aufgenommen und evtl. auch per Skype einen ersten Eindruck erhalten werden. Natürlich kann auch erst vor Ort eine Unterkunft gesucht werden, dies kann jedoch zu erheblichen Problemen führen, da nur schon die Busfahrt von der Universität ins Stadtzentrum rund 15-20 Minuten beträgt.

In meinem Fall wählte ich eine República mit drei brasilianischen Mitbewohnern aus. Weil ich mein Portugiesisch verbessern wollte, war dies rückblickend die richtige Entscheidung und zusätzlich konnten tiefere Einblicke in die brasilianische Kultur gewonnen werden. Nicht zu vergessen ist, dass auch die Brasilianer ihr Englisch verbessern möchten, da sie dies lediglich in einer privaten Schule besser erlernen können als in dem zweijährigen Schulkurs der regulären Ausbildung. Daher sollte am besten ein Kompromiss gleich zu Beginn der Kontaktaufnahme mit den Mitbewohnern getroffen werden. In Ribeirão Preto bestehen rund 50 weibliche und 100 männliche Repúblicas, welche sich unter dem Semester mittels Wettkämpfen und anderen Anlässen messen. Möchte man daher viele Leute kennen lernen, ist diese Wahl genau richtig.

Die Brasilianer können sich von unseren Gewohnheiten stark unterscheiden, vor allem was das Wohnen anbelangt. Aus diesem Grund braucht man gute Nerven und Geduld, um sich diesen Gewohnheiten anzunähern und diese sogar anzunehmen. Zu diesen Gewohnheiten gehören beispielsweise die Vernachlässigung des Aufräumens, Wäsche waschen, Putzen, Küchenschaben in der Wohnung, etc., was je nach República bzw. Unterkunft und Leute wiederum stark variieren kann. Eine gute Erfahrung wird es in allen Fällen sein und man sollte daher offen für neue Erlebnisse sein. Als Belohnung erhält man von den Brasilianern Einblick in ihre Familien, was unbedingt erlebt werden sollte. Versteht man sich mit einer brasilianischen Familie nach dem ersten Treffen, wird man zu einem Teil von ihnen. Dies zeigen sie, in dem man zum Essen eingeladen oder für ein Wochenende zum Entspannen aufgefordert wird. Ribeirão Preto ist als Studentenstadt bekannt und aus diesem Grunde sind rund 80 % der Studierenden von Ausserhalb.

Universität

Die Universität befindet sich ein wenig ausserhalb von Ribeirão Preto und ist an einem Hügel gelegen. Da das Areal zuvor als Fazenda für die Kaffeeproduktion verwendet wurde, handelt es sich um ein halbes Dorf, wobei die einzelnen Gebäude weit voneinander entfernt liegen können, die Einrichtungen zu den Fakultäten jedoch nahe beieinander sind. Das ganze Areal ist mit vielen Bäumen, Pärken und unterschiedlichen Plätzen versehen.

Mit diversen Buslinien kann die Universität erreicht werden. Innerhalb des Geländes gibt es einen Bus, der zwischen den einzelnen Fakultäten zirkuliert. Diesen Bus kann man auch nehmen, um im Bandajão essen zu gehen. In diesem Komplex kann man für umgerechnet einen Schweizer Franken ein Mittagessen à discretion geniessen. Das Trinken ist inbegriffen. Für die Brasilianer stellen Bohnen und Reis das traditionelle Essen dar, welche daher immer als Beilage serviert werden.

Für den kleinen Hunger unterhält jede Fakultät eine eigene Cafeteria, in welcher Kaffee, Gebäckstücke und auch ein Buffet zum Mittag- und Abendessen zur Verfügung gestellt werden. Diese Cafeterias sind wesentlich teurer als das Bandajão, befinden sich jedoch unmittelbar neben den Unterrichtsgebäuden. Wenn man in den Monaten November und Dezember dort einen Kaffee trinkt, kann man zusätzlich eine Mango geniessen, die von den angrenzenden Bäumen fallen.

Der Unterricht im Masterstudium ähnelt den Seminaren an der Universität Zürich und entspricht zugleich dessen Niveau. Die Klassengrösse variiert je nach Disziplin zwischen fünf und 20 Mitstudenten. Im Gegensatz zum gewohnten Unterricht an der Universität Zürich müssen alle Studierenden für jede Schulstunde jede Woche einen Auftrag absolvieren und diesen meistens als Präsentation vorstellen. Dieser Auftrag kann das Lesen und Präsentieren eines wissenschaftlichen Artikels oder von einem Buchkapitel sein. Des Weiteren ist der Unterricht sehr aktiv gestaltet und die Partizipation ist bei allen Fächern Teil der Endnote. Die Unterrichtsdauer pro Fach lag bei meiner Studiumsrichtung der Betriebswirtschaftslehre bei fünf Stunden pro Woche, welche am Stück, mit einer Pause von 20 Minuten, stattfanden. Da in meinem Fall kein Semester vorlag, sondern ein Trimester, dauerte der Unterricht lediglich 12 Wochen, in welchen alle Präsentationen, Prüfungen, Studien, etc. absolviert werden mussten. Der Unterricht wurde auf Portugiesisch geführt, wobei die Abschlussprüfung auf Englisch absolviert werden konnte. Da die Vorbereitung und Übersetzung auf Englisch einen erheblichen Mehraufwand beträgt, ist von dieser Variante abzuraten.

Die Universität Zürich wendet für die Anrechenbarkeit einen Halbierungsschlüssel an, der die erworbenen Punkte halbiert. Da jedoch der Aufwand für einen Punkt an der Fakultät in Ribeirão Preto gleichzusetzen mit einem ECTS-Punkt ist, sollte Vorsicht bei der Fächerwahl geboten werden. Wichtig: Beachte die Informationen zum Unterricht über die zu tätigenden Leistungen! (Zwei Beispiele für eine solche Beschreibung der Disziplin befinden sich am Ende des Textes) Das Bologna System ist noch nicht ausgereift und macht dies bei dieser Anrechnung leider sichtbar. So erhalten beispielsweise unsere französischen Nachbarn, welche auch das Bologna System anwenden, die vollen Punkte zugeschrieben, wobei die Universität Zürich diesen Halbierungsschlüssel anwendet und sich lediglich an den offiziellen Angaben orientiert. Aus diesem Grund sollten nicht mehr als drei Fächer belegt werden, damit es möglich ist, sein Portugiesisch aktiv zu verbessern und mögliche Ausflüge, organisiert durch die Gastuniversität, besuchen zu können. Als Alternative empfehle ich in diesem Fall das volle Masterstudium an dieser Universität zu absolvieren, was folgenden Aufbau hat und zwei Jahre andauert:

- 8 Disziplinen à 6 Punkte

- Leiten von einem Tutorat

- Masterarbeit

Die Benotung im Masterstudium an der Universidade de São Paulo erfolgt nicht wie im Bachelorstudium nach den Noten 1 – 10 (5 genügend, 10 exzellent), sondern mittels Buchstaben, welche die folgende Bedeutung haben und äquivalent der Bewertung der Universität Zürich entsprechen sollten:

Universidade de São Paulo: Universität Zürich:

A – Exzellent Note 6

B – Gut Note 5

C – Regulär Note 4

R – Reprovado Durchgefallen

Jede Fakultät stellt leere Vorlesungsräume zur Verfügung, in welchen die Studenten ihre Aufgaben vorbereiten und den Stoff nachbereiten bzw. auffrischen können. Diese Räume sind klimatisiert und stellen ein optimales Umfeld zum Lernen dar. Zum Teil werden sie so stark gekühlt, dass es schon fast zu kalt werden kann. Als Alternative zu diesen leeren Vorlesungsräumen kann in der öffentlichen Bibliothek für alle Fakultäten auch gelernt werden. Dort hat es zwar keine Klimaanlage, jedoch helfen Ventilatoren aus und man trifft bestimmt die Mitstudenten an, welche den gleichen Unterricht besuchen und einem bei Fragen Unterstützung bieten können. Der einzige Nachteil in beiden Fällen ist die schlechte Internetverbindung an der Universität. Aus diesem Grund lohnt es sich, wenn man in der República oder in einer anderen Unterkunft über eine gute Internetverbindung verfügt. 

Leben/Freizeit

Neben den Vorlesungen an der Universität bietet Ribeirão Preto eine Fülle an Freizeitmöglichkeiten an. Diese reichen von einem gemütlichen Spaziergang in einem der vielen Parks, dem Sonntagsausflug mit dem Fahrrad, dem Besuch von Oper oder Kino bis hin zu einem Churrasco (Grillade) mit den Mitstudenten. Je nach Wetter und Temperaturen sind diese Freizeitbeschäftigungen am geeignetsten. Die Temperaturen variieren in den Monaten August bis Dezember von 20 ºC bis 47 ºC, wobei ab Mitte November die Regenzeit in Ribeirão Preto beginnt und täglich ein kurzer aber heftiger Niederschlag von einer halben Stunde zu erwarten ist.

In Ribeirão Preto existiert kein öffentliches Schwimmbad und im anliegenden See ist es wegen den Tieren verboten, darin zu schwimmen. Im Areal der Universität gibt es einen kleinen Pool, der sich leider in Rennovation befand und daher nicht besucht werden konnte. Um diesen Pool besuchen zu können sowie andere sportliche Aktivitäten an der Universität auszuüben, muss eine ärztliche Bescheinigung über die individuelle Gesundheit vorgewiesen werden können. Wichtig: Die Ärztliche Bescheinigung ist in Ribeirão sehr teuer und sollte daher schon in der Schweiz gemacht werden. Die Universität bietet eine grosse Palette von Sportmöglichkeiten an und somit wäre es schade, dieses Angebot nicht ausnützen zu können.

Am Abend besteht die Möglichkeit, täglich an einem Fest in Ribeirão Preto teilzunehmen. Diese Feste finden entweder in der Stadt in einem Hinterhof statt oder werden direkt in den verschiedenen Repúblicas ausgetragen. Um einen Überblick über alle möglichen Feste zu erhalten, kann auf der Homepage www.baladasdausp.com.br mit Bestimmtheit die persönlich richtige Auswahl getroffen werden. Die Preise für den Eintritt an die Feste der Repúblicas sind wesentlich billiger als an einem Fest in der Stadt und die Billette werden jeweils am Eingang zum Bandajão verkauft.

Empfehlenswert sind die kleinen Feste in den Repúblicas, welche privat organisiert werden und sich meistens die Austauschstudierenden treffen. Auf diese Weise gibt es den besten Austausch zwischen den Nationen und Freundschaften für die ganze Austauschzeit können geschlossen werden.

Das Büro für Internationale Beziehungen in Ribeirão Preto bietet rund einmal monatlich eine Reise an, welche sich auf Exkursionen und die Besichtigung von Zuckerrohrproduzenten beschränkt. Eine solche Besichtigung gibt Einblick über die Herstellung von Zucker und kann für Interessierte sehr spannend sein. Weil diese Exkursionen während dem Unterricht stattfinden, werden die Studenten vom Unterricht freigestellt, sofern die Studierenden nicht durch Präsentationen oder andere Arbeiten zu beschäftigt sind.

Als letzten Punkt sind die Einwohner von Ribeirão Preto zu erwähnen, welche einem herzlich in Empfang nehmen, sofern man sich eine Minute für sie Zeit nimmt. Ganz besonders sind sie an uns Europäern interessiert, da wir durch unser Aussehen stark auffallen und sie alles aus unserem Leben wissen möchten. Schnell kann es passieren, dass man zu einem Kaffee oder Bier eingeladen wird. Auf diese Weise erhält man spannende Einblicke in das Leben der Nachbarn und kann gleichzeitig sein eigenes Portugiesisch aufbessern.