Bilder zum Bericht

Opera House

Surfen in Sydney

Kakadus (Royal Botanic Garden)

Whiteheaven Beach

Byron Bay

Erfahrungsberichte

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Wer

lukas.doster[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

10/11 SS

Universität

AU-
Sydney - University of Technology Sydney

Studienfach

Wirtschaftschemie (8850)

Gesamteindruck

Die Weltmetropole Sydney ist bestimmt eine der attraktivsten Destinationen welche die UZH im Angebot hat.

Das Austauschsemester an der UTS bleibt mir aus diversen Gründen in bester Erinnerung. Das Semester ging viel zu schnell vorüber, die Zeit habe ich als intensiv, lehrreich und spannend erlebt. Die UTS zieht sehr viele Austauschstudenten aus der ganzen Welt an, auf diese Weise lernt man schnell Leute von unterschiedlichsten Kulturen kennen.

Ich kann diese Erfahrung jedem empfehlen und würde es sofort wieder machen.

Vorbereitung

Die Bewerbung und auch der administrative Aufwand gestalteten sich als zeitraubend, teils auch mühsam und frustrierend. Wer die Zeit hat und es mit seinem Studium/Privatleben vereinbaren kann, dem empfehle ich es, sich gerade für zwei Semester zu bewerben. Wer wirklich in Sydney studieren möchte, sollte sich viel Zeit nehmen, um eine saubere Bewerbung einzureichen, da Plätze beliebt und knapp sind. Konkret sind ein Lebenslauf, übersetzter Leistungsausweis, Motivationsschreiben, Referenzschreiben, Englischnachweis und weitere administrative Formulare (alles in Englisch) erforderlich. Beim Englischnachweis habe ich als Alternative zum TOEFL eine Bestätigung meiner Englischkenntnisse von meinem ehemaligen Kantilehrer ausfüllen lassen. Dies hat wunderbar geklappt und einiges an Zeit und Geld gespart.

Die Belegung der gewünschten Subjects von der Schweiz aus und schlussendlich in Sydney hat nur teilweise funktioniert und ist eher mühsam, da alles online abgewickelt werden muss. Die UTS ist da eher pingelig und gewährt einem die Buchung eines gewünschten Subjects nur, wenn alle Voraussetzungen und UTS-Vorkurse dafür vorhanden sind, was für einen Studenten aus dem Ausland teilweise unmöglich ist. Das ist natürlich schade und etwas unverständlich. Auf jeden Fall sollte man aber hartnäckig bleiben, um schlussendlich doch noch zumindest einige der gewünschten Subjects zu belegen.

Das Studentenvisum erhält man ziemlich leicht, sobald man von der UTS als Austauschstudent akzeptiert wurde. Mit über 500 CHF für ein Halbjahresvisum ist es allerdings eher kostspielig. Immerhin erlaubt einem das Studentenvisum für 20 h pro Woche in Australien zu arbeiten.

Wer mit viel Gepäck unterwegs ist (> 30 kg, zum Beispiel wegen Surfboard, Windsurfausrüstung, etc.), sollte eventuell British Airways berücksichtigen, da diese Airline sehr niedrige Gebühren für Übergepäck berechnet. Bei Emirates, Singapore und Quantas werden hingegen sehr hohe Gebühren verlangt.

Wer in einer Studentresidence der UTS unterkommen will, sollte sich so früh als möglich für ein Zimmer bewerben.

Ankunft

Die Ankunft gestaltete sich ziemlich problemlos, da ein Zimmer im UTS Studenthousing bereits aus der Schweiz organisiert wurde. So musste ich nur noch einige Probleme im Zusammenhang mit der Fächerbelegung lösen. Subjects kann man aber bis 2 Wochen nach Semesteranfang noch wechseln, also no worries! Allerdings konnte ich mich auch nach weiteren Verhandlungen und Anträgen vor Ort nicht für alle Wunschsubjects einschreiben.

Zimmersuche
Wohnen

Bereits früh habe ich mich für ein Zimmer im Studenthousing der UTS beworben. Schlussendlich erhielt ich ein Zimmer in einem 2er Apartment des Gumal Ngurang für 270 Dollar pro Woche. Die zeitaufwändige Zimmer- und Wohnungssuche viel somit weg, worüber ich sehr froh war. Die Gumal Residence ist sehr modern eingerichtet und bietet auch klimatisierte Räume (im Gegensatz zu Bulga und Geegal), was an heissen Tagen sehr angenehm ist. Von Vorteil ist auch, dass die Zimmer des Studenthousing bereits möbliert sind und auch Internet haben. Gumal und auch weitere UTS Residences sind sehr zentral gelegen, fünf Minuten weg von der Uni und ca. zehn Minuten weg von der Central Station. Leider sind Sydneys Strände von hier aus erste in ca. 45-60 Minuten mit Zug, Bus oder Fähre zu erreichen. Wer also unbedingt Strandnähe will, sollte sich deshalb etwas anderes suchen.

Universität

Wie aus vorgängigen Berichten bereits zu entnehmen ist, sind Fächer an der UTS etwas anders organisiert als an der UZH. Bereits unter dem Semester hat man Prüfungen, Essays und Vorträge zu erarbeiten, sodass die Schlussprüfung am Ende des Semesters meist nur noch 20-50 % zur Endnote beiträgt. Generell würde ich sagen, dass Kreditpunkte etwas leichter zu erlangen sind als an der UZH, wer gute Noten schreiben will, muss sich aber auch hier bemühen. Persönlich habe ich 3 Fächer an je 6 UTS Kreditpunkten belegt. UTS Kreditpunkte werden mit einem Faktor 1.25 in UZH Kreditpunkte umgewandelt. Ein 100 % Semester entspricht also 24 UTS Kreditpunkten. Mit den drei belegten Fächern musste ich nur drei Tage an der Uni präsent sein. Die restlichen Tage war ich aber meist auch beschäftigt, da ich zur gleichen Zeit noch meine Masterarbeit verfasste.

Die Bibliothek ist sehr modern ausgerüstet, bietet ausreichend Platz zum arbeiten und hat eine grosse Auswahl an Literatur.

Leben/Freizeit

Wäre meine Masterarbeit nicht gewesen, so hätte ich sehr viel Freizeit gehabt. Wer Arbeitserfahrung sammeln will/muss findet also ebenfalls problemlos Zeit dafür.

Da mir in der Schweiz ein Ozean fehlt, zog es mich während meiner Freizeit vor allem an Sydneys Strände zum Surfen. Neben Bondi gibt es noch weitere, meist auch schönere Strände, welche mit ÖV besser erreichbar sind (wie Bronte, Manly, Maroubra).

Der neu errichtete Wakeboardpark (Cable) in Penrith (ca. eine Stunde ausserhalb von Sydney) wurde ebenfalls regelmässig besucht.

Wie man sich vorstellen kann, bietet Sydney ein riesiges Angebot an Ausgangs-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Unbedingt besuchen sollte man The Rocks, Darling Harbour, Kings Cross und Sydneys Aquarium. Eine sehr witzige Angelegenheit war auch das Kakadu-füttern in den Royal Botanic Gardens.

Solange man Down-Under ist, sollte man ebenfalls etwas Zeit einplanen und weitere Teile Australiens erkunden, welche meist einen grossen Kontrast zum lebendigen Sydney bieten.