Erfahrungsberichte

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Wer

aline_zoe[at]bluewin.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

11/12 WS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Kunstgeschichte (7640)

Gesamteindruck

Berlin ist eine tolle Stadt um ein halbes oder besser ein ganzes Jahr zu studieren. Die Menschen sind offen, interessiert und sehr freundlich. Die meisten Studenten sind keine gebürtigen Berliner und darum ebenfalls interessiert, neue Leute zu treffen und sich auszutauschen. Wenn man auf die Leute zugeht, kommt meistens sehr viel zurück. Die Uni, Stadt, Leute und kuturellen Angebote sind im Ganzen wirklich toll und langweilig wird es einem nie.

Vorbereitung

Vor der Abreise sollte man schonmal das Vorlesungsverzeichnis der Uni anschauen, obwohl man vor Ort die Kurse natürlich nochmals wechseln kann.

Für die Wohnungssuche und weil ich noch nie vorher in Berlin war, bin ich im Spätsommer schonmal hingefahren. Ich habe einen Koffer bei Bekannten deponiert, aber allzuviel sollte man trotzdem nicht mitnehmen. Wer gerne sein Rad mitnimmt, was ich nur empfehlen kann, kann es mit einem gültigen Zugticket für ca. 30 Franken mit der SBB schicken lassen - bekommt es dirket an die neue Adresse geliefert

Ankunft

Bei der Ankunft in Berlin sollte man sich möglichst bald beim Bevölkerungsamt anmelden. Hier empfiehlt es sich, ganz früh morgens hinzugehen, da man dann nochmals warten muss. Noch besser ist es, sich 1-2 Wochen vorher schon einen Termin über die Homepage zu geben, denn so kann mal viel Wartezeit sparen.

Die Anmelung an der Uni erfolgt sehr routiniert. Bei Fragen oder Unklarheiten besser gleich anrufen, da Mails nicht sofort beantwortet werden. Man kann sich für den Newsletter des Orbis Humboldtianus anmelden, der über die regelmässigen Veranstalungen für Austauschstudierende informiert.

Die Einführungsveranstaltung für Austauschstudierende kann man ruhig besuchen. Nett ist die anschliessende Tour über das Unigelände, wo man die Austaschstudierenden seiner Fachrichtung kennen lernen kann.

Zimmersuche
Wohnen

Ich bin einen Monat vor meinem Wegzug nach Berlin schonmal vor Ort auf Zimmersuche gegangen. Da Berlin von einer grossen Menge Austauschstudenten überschwemmt wird und gerade im Herbst viele deutsche Studenten ihr Studium aufnehmen, werden die Zimmer oftmals schnell vergeben. Man sollte also regelmässig die neuen Angebote auf wg-gesucht.de und ähnlichen Seiten überprüfen und bei Interesse gleich anrufen und einen Besichtigungstermin ausmachen. Ich habe mich in meiner zukünftigen WG persönlich vorgestellt und per Skype mit meinem Mitbwohner telefoniert. Wenn man also nicht vor Ort sein kann, ist das eine gute Möglichkeit die Leute und die WG anzusehen.

Wer abends gerne weggeht und belebte Strassen mag, sollte nach Friedrichshain oder Kreuzberg ziehen. Etwas ruhiger ist es im Prenzlauer Berg oder im Norden und Westen der Stadt. Die Mieten sind für Schweizer Verhältnisse sehr tief und ein WG-Zimmer kostes zwischen 250-300 Euro.

Universität

Die Humboldt Universität ist in Mitte und somit sehr zentral gelegen. Die Seminare sind die der Universität Zürich sehr ähnlich und von Exkursionen bis Blockseminaren ist das Angebot sehr breit. Seminare sind aber trotz Buchungssystem weniger verbindlich, was oftmals Änderungen während der gesamten Semesterdauer zur Folge hat. Wirklich toll ist, dass man als Austauschstudentin in Berlin bis zu 49 Prozent der Kurse auch an allen anderen Unis machen darf., an denen man nicht eingeschrieben ist. Es lohnt sich, die Angebote der Freien Universität, Universität der Künste und weiteren Hochschulen anzuschauen. Das kunstgeschichtliche Institut der FU bietet zudem jedes Semester eine interessante Ringvorlesung.

Ein wunderbares Angebot bietet das Menzel-Dach der HU, wo man Zeichenkurse (Übungen und Seminare) belegen kann. In der Nähe der HU befindet das Grimm-Zentrum, die grosse Bibliothek mit vielen Arbeitsplätzen. Es gibt eigens reservierte HU-Zonen zum Arbeiten, sofern man den Studienausweis mitbringt. Auch zum Kaffetrinken mit den Mitstudierenden bietet sich das Grimm-Zentrum und die vielen Cafés in der Umgebung an.

Fremdsprachenkurse am Sprachenzentrum bieten ebenfalls eine schöne Abwechslung im Unialltag und eine tolle Möglichkeit, deutsche Studierende in einer angenehmen Atmosphäre kennenzulernen.

Leben/Freizeit

Als Kunstinteressierte ist Berlin ein wahres Museumsparadies. Von der Antike bis zur Gegenwartskunst ist das Angebot einfach toll. Als StudentIn kann man für 40 Euro einen Jahresmuseumspass kaufen, der für alle staatlich geförderten Museeun gilt.

Im Sommer ist man gerne überall draussen. Die zahlreichen Parks sind gute Erholungsflächen und bieten sonntags zum Beispiel Karaoke und Flohmärkte (Mauerpark) oder schöne Grünflächen für ein Eis (Volkspark Friedrichshain).

Berlin hat unzählige Clubs und Konzerträume, die zum Teil aber auch sehr kurzlebig sind. Fürs Wochenende findet sich immer ein passendes Angebot.

In Berlin lässt es sich mit wenig Geld gut Leben. So kann man öfters mal ins Restaurant oder an ein Konzert und die Clubeintritte kosten zwischen 4 und 10 Euro.

Es lohnt sich, mal in allen Stadtteilen Berlins herumzulaufen, denn die können sehr verschieden sein und bieten unterschiedeliche Beschäftigungen.