Erfahrungsberichte

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Wer

lbosshard[at]bluewin.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

10/11 WS

Universität

CN-
Hong Kong - Chinese University of Hong Kong

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

Hong Kong ist der perfekte Einstieg für nach Asien, da in dieser Stadt das asiatische und das westliche Leben aufeinander treffen. Hong Kong ist eine derart spannende Stadt, bei der jeder auf seine Rechnung kommt, egal welche Vorlieben man hat. Das Semester an der CUHK war eine der besten Zeiten während meines Studiums.

Auch wenn der Aufwand für einen Austausch vielleicht gross erscheinen mag, so lohnt es sich auf jeden Fall, diesen auf sich zu nehmen. 

Vorbereitung

Sobald ich von der Uni Zürich die Bestätigung hatte, ein Semester in Hong Kong machen zu können, habe ich mir einen Flug gebucht. Dies ist insofern von Vorteil als dass man als Student bei gewissen Fluggesellschaften von Rabatten profitieren kann.

Vom Zeitpunkt der Nominierung bis zum Beginn des Semester wurde ich vom Office of Academic Links (OAL) von Hong Kong über alle nötigen Schritte informiert und geleitet. Da kann gar nichts mehr schief gehen. Dennoch hat dies wöchentliche Mailkontakte zur Folge. Der Mailaustausch mit dem OAL und dem Online Einschreiben der Kurse nahm viel Zeit in Anspruch.

Es lohnt sich, vor der Abreise in der Schweiz auf dem Chinesischen Konsulat ein Multiple-Entry Visa zu beantragen. Damit erspart man sich viel Zeit und Nerven wenn man in Hong Kong ist

Ankunft

Wenn man viel Gepäck hat, lohnt es sich, sich mit anderen Studenten ein Taxi zur Universität zu teilen. Das OAL hat früh eine Facebookgruppe aufgeschaltet, so dass sich immer jemand finden lässt, der zur selben Zeit am Flughafen ankommt.

Wenn man die Zeit hat, lohnt es sich, früher als zum Studienbeginn nach Hong Kong zu reisen und noch ein paar Tage in einem Hostel in der Stadt zu verbringen um sich schon mal mit dieser aufregender Stadt vertraut zu machen und sich einen Überblick zu verschaffen. 

Zimmersuche
Wohnen

Das Thema Zimmersuche fällt glücklicherweise weg, da dies das OAL übernimmt. Alle Studenten leben auf dem Campus in Hostels die nur für die Studenten sind. In der Schweiz konnte ich angeben in welchem ich gerne wohnen würde. Ich hatte das grosse Glück und wurde meiner bevorzugter Unterkunft zugeteilt; dem I-House. Dies kann ich nur empfehlen, da sich diese Unterkunft von allen positiv hervorhebt und mit viel mehr Spass und Gesellschaft verknüpft ist.

Es ist die einzige Unterkunft, die aus einer Wohnung mit Wohnraum, Küche und Balkon besteht und nicht wie die Übrigen an eine Kaserne mit 10 Gemeinschaftsduschen erinnert. Des weiteren war es uns erlaubt „wenn auch nicht erlaubt, so wurde es zumindest gebilligt J“ andere Studenten bis spät in die Nacht einzuladen.

Die grösste Umstellung war, dass ich das Zimmer mit zwei anderen Studenten teilen musste. Speziell die Chinesen haben einen ganz anderen Tagesrhythmus, was die gegenseitige Rücksichtnahme stark fordert. 

Universität

Die CUHK ist ein eigentliches Dorf mit Läden, Restaurants, einer Bank, einer Bar und vielen Sportmöglichkeiten. Der Campus ist in einzelne Collages aufgeteilt, die um einen Hügel situiert sind. Eine gute Ausdauer ist von Vorteil, da die Unterrichtsräume ebenfalls verstreut liegen. Ansonsten ist die Anlage sehr gepflegt und in einem regelrechten Urwald mit Affen und Schlangen angelegt, was der Luftqualität sehr zu gute kommt.

Das OAL ist bemüht, unter dem Semester den Austauschstudenten ein Programm von Kultur, Sightseeing und anderen Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.

Auch wenn die Universität eine eigene MTR Haltestelle hat, so ist sie doch recht weit weg von dem Stadtzentrum entfernt. Je nach Ausgangsziel muss man mit 1.5h Wegzeit rechnen. Dies war aus meiner Sicht der einzige Nachteil der CUHK. 

Leben/Freizeit

Wenn es etwas gibt worüber man sich keine Sorgen machen muss, so ist es wie man die Freizeit verbringen kann. In Hong Kong findet man ALLES. Was für mich auch ein Nachteil war. Die Zeit von einem Semester ist einfach viel zu kurz, um alles was man ausprobieren möchte auch zu tun. So ist es ratsam, alles bereits von Anfang an zu machen und nichts aufzuschieben.

Was mich überrascht hat, ist wie viel Natur Hong Kong zu bieten hat. So sind über 70% der Fläche von Hong Kong National Parks, welche sich hervorragend zum Hikken, Klettern, Baden und für Beachpartys eignen.

Das Preisniveau in Hong Kong ist für uns Schweizer ein Segen und Fluch in einem. Auf der einen Seite ist alles relativ günstig bis sehr günstig verglichen zu der Schweiz, so dass man auch im Ausgang nicht jeden Rappen umdrehen muss. Auf der anderen Seite braucht man auch sehr viel Geld, weil man mit den tiefen Preisen auch schnell mal die Relation verliert und am Ende kumuliert viel ausgibt. 

Natürlich lohnt es sich auch während dem Semester zu reisen. Dies ist gerade wegen der guten geographischen Lage von Hong Kong und den günstigen Verkehrsverbindungen zu empfehlen.