Erfahrungsberichte

zur Übersicht

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

10/11 WS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Kunstgeschichte (7640)

Gesamteindruck

Ich konnte während des Aufenthalts in Berlin sehr profitieren. Es war sehr interessant einen Einblick in eine andere Uni zu erhalten, wo ich sehr lehrreiche und spannende Veranstaltungen besuchen konnte. Auch hatte ich die Möglichkeit die Stadt Berlin sehr gut kennenzulernen, welche kulturell sehr vielfältig ist. Spannend war für mich auch die Verknüpfung meines Aufenthaltes mit einem Praktikum, wo ich im Studio einer Künstlerin mitarbeiten durfte.

Vorbereitung

Nach dem Ausfüllen der Bewerbung und anschliessend des Vertrags für den Austausch musste ich das Learning Agreement ausfüllen und von diversen Stellen unterschreiben lassen. Dies zu machen, bevor man sich ein Bild der Universität machen konnte, war etwas schwierig.

Weiter war mir von Anfang an klar, dass ich den Aufenthalt mit einem Praktikum verknüpfen möchte. Somit machte ich mich telefonisch auf die Suche nach einer Praktikumsstelle. Ich hatte dabei sehr Glück und konnte zwei Tage in der Woche bei einer Künstlerin im Studio mitarbeiten.

Ich habe mich für einige Veranstaltungen bereits vor Semesterbeginn bei den Dozenten angemeldet. Bei Veranstaltungen mit einer beschränkten Teilnehmerzahl ist dies meiner Ansicht nach sehr empfehlenswert. Zumindest bei einer Veranstaltung hätte ich ohne Anmeldung nicht mehr teilnehmen können.

Ankunft

Ich kam relativ spät in Berlin an und musste zunächst meine Adresse finden, wo mir mein Schlüssel übergeben und das Zimmer gezeigt wurde.

Als Tipp: Ich hatte ziemlich viel Gepäck und entschied mich deshalb mit dem Zug zu reisen. Mit einem Sparticket, welches ich übers Internet buchte, konnte ich die Strecke Zürich-Berlin für nur 88 CHF fahren.

Es galt in Berlin dann einiges zu erledigen (mehr als im Vorfeld in Zürich).

Einige wichtige Dinge waren:

- Anmeldung beim Erasmusbüro (Ausfüllen von einigen Formularen. Die waren sehr nett und hilfsbereit. Das Learning Agreement musste ich da auch nochmals unterzeichnen lassen.) 

- Anmeldung auf dem Bürgeramt (Ich musste insgesamt 3x dorthin gehen und musste jeweils über eine Stunde warten, bis ich an die Reihe kam.)

- Anmeldung auf der Ausländerbehörde (Da die Schweiz nicht in der EU ist, musste ich zusätzlich auf die Ausländerbehörde gehen.) 

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche blieb mir, wie bereits erwähnt, glücklicherweise erspart, da ich bei einer Bekannten wohnen konnte. Dies erleichterte mir die gesamte Vorbereitung des Aufenthaltes sehr. Die Zimmersuche in Berlin sei momentan nicht so einfach, wie ich mitbekam. Ich wohnte in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dies hatte den Vorteil, dass es sehr zentral ist. Es ist jedoch kein Gebiet, wo viele Studenten wohnen. Diese wohnen hauptsächlich in Kreuzberg und Prenzlauerberg.

Der Vorteil des Zimmers war, dass ich jederzeit Besuch bei mir haben konnte, ohne dies stets mit Wohnungsmitbewohner besprechen zu müssen. Andererseits kommt man in einer Wohngemeinschaft schneller in Kontakt mit Einheimischen oder anderen Studenten. Gerade am Anfang des Aufenthaltes (als ich noch niemanden oder sehr wenig Leute kannte) vermisste ich diesen Kontakt teilweise.

Universität

Die Erasmusbeauftragten vom Kunsthistorischen Institut sind sehr nett und hilfsbereit. Bei organisatorischen Fragen konnten sie auch kompetent Auskunft geben.

Die Dozenten sind sehr nett und fachlich kompetent. Ich hatte die Möglichkeit an der FU sehr interessante und lehrreiche Veranstaltungen zu besuchen, von welchen ich durchaus profitieren konnte. Ich habe beispielsweise ein Seminar besucht, welches in der Gemäldegalerie stattfand, in einem anderen haben wir einige aktuelle Ausstellungen in Berlin diskutiert und in einem weiteren ging es über zeitgenössische Kunst in Kairo besuchen können.

Ich hatte zwar Kontakt zu einigen Studenten an der FU, welche sehr nett sind. In der Regel habe ich diese jedoch eher als etwas zurückhaltend erlebt. Meine Freizeit verbrachte ich hauptsächlich mit Leuten von der UdK, HU oder mit sonstigen Bekannten. 

Leben/Freizeit

Berlin bietet kulturell sehr viel und ich konnte bei weitem nicht alles machen, was ich hätte tun wollen. In meiner Freizeit habe ich sehr viele Museen und Galerien besucht und ging an Vernissagen, Vorträge oder Diskussionsrunden. Auch war ich an einigen Konzerten. Es gibt einige Clubs, in denen regelmässig gute Rock-Konzerte stattfinden. Einer davon ist beispielsweise der Privatclub (wo sich im darüberliegenden Restaurant Herr Lehmanns Stammkneipe befindet). Gerne besuchte ich auch verschiedene Märkte.