Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

10/11 WS + SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Ich bin froh, dass ich nach Berlin gegangen bin. Berlin ist eine unglaubliche Stadt, für die ich mich immer wieder entscheiden würde. Sie hat den Reiz einer Grossstadt und gleichzeitig den Charme eines kleinen Städtchens. Durch den Kiezcharakter vieler Stadtviertel fühlt man sich schnell zuhause. 

Auf die Frage hin, warum man als Germanistik-Studentin aus der Schweiz nach Deutschland in den Austausch geht, antworte ich nach wie vor: tja, Berlin eben!

Vorbereitung

Zur Studienvorbereitung in Berlin habe ich ein Learning-Agreement aufgestellt. Es ist nicht unbedingt notwendig dies zu tun, aber es ist hilfreich für die Übersicht der Module. Mir hat es geholfen das Studiensystem zu verstehen, da doch einiges anders aufgebaut ist als in Zürich. Ausserdem kann man so mit der Erasmus-Koordinatorin der Heimatuniversität abklären, worauf man achten sollte, wenn man sich ein Modul anrechnen lassen will. Dies erspart einem, dass man sich während des Aufenthaltes um administrative Fragen kümmern muss.

Ankunft

Die Ankunft ist etwas Besonderes und man sollte die Stadt erstmal auf sich wirken lassen. Ein Fahrrad ausleihen und einfach drauflosradeln. Oder einen langen Spaziergang machen. Man kann sich sogleich in Aktivitäten stürzen, die das Erasmusprogramm organisiert. Sie bieten gleich zu Uni-Beginn verschiedenste Dinge an: Organisierte Bootstouren, eine Führung zur East Side Gallery oder Theater-Besuche. Es macht aber auch Spass, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden!

Zimmersuche
Wohnen

Als ich nach Berlin kam, hatte ich noch kein Zimmer. Zwei Wochen vor Studienbeginn kam ich in die Metropole. Die erste Zeit kam ich also bei Freunden unter und suchte von da aus in Internetplattformen. Das ist an sich kein Problem, in Berlin findet man relativ leicht ein Zimmer, je nach dem in welchem Stadtteil (momentan grosse Nachfrage in Kreuzberg und Neukölln) man wohnen möchte.  Es ist jedoch empfehlenswert nicht unmittelbar vor Studienbeginn zu suchen, da zu diesem Zeitpunkt sehr viele Studenten auf Wohnungssuche sind. Aber insgesamt hat Berlin ein grosses Angebot an Wohnungsraum und ist absolut bezahlbar.

Universität

Die FU Berlin gleicht einer Campus-Uni. Im Sommer ist das Campus-Gelände mit all seinen Wiesen wunderbar zum Draussen-Lesen! Architektonisch ist das Brain (die philologische Bibliothek) besonders interessant und einen Blick wert. Auch zum Arbeiten findet man dort immer ein Plätzchen, allerdings sind die Bibliothekaren sehr unfreundlich. Obwohl die Uni relativ gross ist, fühlte ich mich nie verloren; im Gegenteil, durch die gute Betreuung seitens einiger Professoren, hatte ich oft das Gefühl an einer kleinen Uni zu sein. Das Studienangebot ist gross und es lohnt sich in unterschiedliche Studiengänge reinzuschauen. Ach ja und dann wäre da noch die Mensa in der Rost- und Silberlaube. Was soll ich sagen, Mensa bleibt Mensa, egal wo man is(s)t!

Leben/Freizeit

Berlin, ein Sommermärchen. Die Abende am Mariannenplatz habe ich sehr genossen. Gleich dahinter ist ein Freiluft-Kino, das den ganzen Sommer über tolle Filme zeigt. Für 6.50 Euro kann man sich Filme aus allen Genres anschauen, und das inmitten einer einzigartigen Kulisse. Wenn man rechtzeitig da ist, kann man sich Liegestuhl und Decke schnappen und sich seinen Lieblingsplatz aussuchen. Eine kleine Bar versorgt das Publikum mit Leckereien und erfrischenden Getränken. Visioniert wird bei Wind und Wetter, ab fünf Personen; sehr sympathisch.  Alles in allem: Grosses Kino!