Erfahrungsberichte

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Wer

boys.juhi[at]bluewin.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

10/11 SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Philosophie (7160)

Gesamteindruck

Der Gesamteindruck meines HU Austauschsemesters ist summa summarum als positiv zu deklarieren, was freilich in erster Instanz auf persönliche (primär intellektuelle) Komponenten zurückzuführen ist, deren Erwähnung hierbei inadäquat wäre und insofern ausbleibt. Das Studium an der HU, die Personenschaft, Berlin als Ganzes und mein gesamtes Weilen vor Ort sind, wie oben geschrieben, als eine fruchtbare und somit erfreuliche Zäsur meines Lebens zu bezeichnen.

Vorbereitung

Die Vorbereitung verlief entsprechend den Erfordernissen und war mit keinerlei grösseren Problemen verbunden. Insgesamt dauerte mein Vorbereitungsprozess von der erstmaligen Anmeldung über die Bestätigung der Nomination bis hin zu den Wochen vor der Abreise über ein Jahr, wodurch genügend Zeit für jedwede vorsorglichen Planungen und dergleichen blieb. Berlin als Stadt war mir längst kein Unbekanntes, so beliefen sich die Vorbereitung ausschliesslich auf administrativ - organisatorische Aspekte.

Ankunft

Meine Ankunft in Berlin hat keine extraordinären Begebenheiten mit sich gebracht und verlief in der Weise, wie sich eine Ankunft für einen Menschen eben ereignet. Beachtenswert sind die organisatorischen Urgenzen und Verpflichtungen, welche in den ersten Tagen einer solchen Ankunft zu erledigen sind und die trotz mancher  Aversionen als unumgänglich angesehen werden müssen. In meinem Falle habe ich diese Unannehmlichkeiten so rasch wie möglich abgehandelt, um mich in der Folge dergestalt zu disponieren, dass den wesentlichen Zwecken meines Aufenthaltes (Arbeit und Kultur) kein Hindernis mehr im Wege stand.

Zimmersuche
Wohnen

Meine Zimmersuche habe ich online von der Schweiz aus getätigt, was doch mit einem gewissen Aufwand verbunden war, da mein prioritäres Kriterium der angemessenen Wohnlage konvergierend mit einem meiner Solvenz entsprechenden Mietbetrag, die Wohnungs/WG Angebote einschränkte. Mit einiger Beharrlichkeit habe ich schliesslich aber doch eine Bleibe gefunden (Bürgermeister Reuter Stiftung - house of nations - eine Art Studentenheim), welche meinen Vorstellungen entsprach. Mein Wohnen hat sich dabei auf drei für mich wesentliche Aspekte reduziert, die wären: angemessene Wohnlage, preislich in Ordnung, geeignet für intellektuelle Grossereignisse. Alle drei Aspekte wurden erfüllt, was das einzige Relevante war. Alles Weitere scheint mir nicht nennenswert, da es reine Reproduktion gewöhnlich auftretender Erfahrungen solcher Wohnorte wäre.

Universität

Die Humboldt Universität war mir ebenso wie die Stadt Berlin längst kein Fremdes mehr, so habe ich meine Affinität zu Stadt und Universität mit meinem Aufenthalt lediglich verstärkt und mit zusätzlichen, neuen Strängen mit erhöhter Vehemenz an mich gebunden. Die historische Signifikanz der HU war und ist mir dabei das vorrangige Bindeglied meiner selbst an die HU. Wie wohl kaum jemand sonst habe ich dem gemäß in einem sublim - huldigenden Verständnis meines Geistes zu demjenigen der HU mein Semester verbracht. Das Lehrniveau entsprach dabei in Übereinstimmung mit meinen Erwartungen demjenigen von Zürich. Mein Leben wird sich stets auch mit der HU in Verbindung bringen lassen.

Leben/Freizeit

Wie bereits in den vorangehenden Berichten einsehbar, habe ich mein Berliner Leben prioritär nach der Arbeit und der Kultur ausgerichtet. Zur Arbeit (d.h. hoch intensive Lese - Schreib - und Denkarbeit) gilt es bloß anzumerken, dass sie den grössten Teil meiner Berliner Zeit eingenommen hat. So haben sich das Studium und meine Arbeit oftmals zu einem einzigen Geistesexzess vereinigt, wie es ohnehin sowohl meine Intention als auch die daraus folgende Begebenheit ebenso in Zürich und generell ist. Berlin hat mir einige Werke gebärt, deren Geltung in absehbarer Zeit zur Wirkung treten wird. Ansonsten habe ich Berlin solitär wie kollektiv in all seinem kulturell - historischen wie auch zuweilen hedonistischen Reichtum zur Genüge ausgeschöpft. Ergänzt wurde dies durch Reisen nach Polen und innerhalb Deutschlands.