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UTS Innenleben

Bondi

uts Innenleben

Exkursion

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur UTS

Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

09/10 WS

Universität

AU-
Sydney - University of Technology Sydney

Studienfach

Biologie (8540)

Gesamteindruck

Mein Austauschsemester in Sydney in erster Linie eine tolle neue Erfahrung. Ich bin für mein Biologiestudium an die UTS, um mehr über das Leben im Meer zu erfahren. Aus diesem Grund habe ich auch die UTS unter allen Partnerunis ausgewählt. 

Vorbereitung

Die Vorbereitung hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Ich habe mit der Vorbereitung etwa ein halbes Jahr vor Anmeldeschluss angefangen. 

1. Sich über alle vorhandenen Partnerunis informieren. Was ist das Fächerangebot in der Biologie? Welche Fächer würde ich hier belegen? Was sind die Bedingungen und Einschränkungen in diesen Fächern? In welchem Semester finden sie statt?

2. entscheiden... pros und kons abwägen, welches Semester und welche uni. Für mich war klar, dass die Uni Meeresbio unterrichten muss, und zwar möglichst in einem eigenen Departement oder Studiengang.

3. Der Sprachtest. Hatte wahnsinnigen Respekt vor dem TOEFL. Habe mir für 80 Franken ein Vorbereitungsbuch im Orell Füssli gekauft und die zwei Wochen Semesterferien nach den Prüfungen jeweils 2-4 stunden pro tag geübt und gelernt. Habe auch einen englischen Roman gekauft und mir Vocilisten gemacht. Das Vocabular ist nämlich das schwierigste am Ganzen...

Der Test ist schliesslich, geühlsmässig schrecklich verlaufen, doch ich habe überraschend gut abgeschlossen. Es ist also nicht so schwer da durchzukommen, auch wenn man im Übungsbuch immer nur so knapp in den Punkten war! :)

3. Der Anmeldeprozess an der Partneruni... Das belegen der Fächer war ziemlich reibungsvoll, die Informationen schwierig von der UTS zu bekommen. Ich muss leider sagen, dass mich das internationale Büro an der UTS nicht sehr üerzogen hat. Für mich hatte das schliesslich folgeschwere Konsequenzen, ich durfte durch Fehlinformationen einige Fächer meiner Wahl nicht belegen. (Habe im Nachhinein an der UTS selbst herausgefunden, dass alles möglich gewesen wäre...) Das ist also ein echter Minuspunkt der UTS, ich rate allen, sich bei der Anmeldung nicht unterkriegen zu lassen und auf seinen Wünschen zu beharren! 

4. Visum: Kinderleicht aber teuer.

5. Das Wohnen habe ich nicht organisiert. Wollte bewusst mir die Stadt zuerst angucken und dann entscheiden, wo ich wie wohnen wollte. Ich wollte auch nicht in ein Studentenheim, um noch mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen als nur mit Studenten. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass das Studentenheim wohl eine einfache und eine relativ günstige Variante ist. Die Hausungen, die ich gesehen habe, waren alle sympatisch und habe uch nur gutes gehört. Die Mietpreise sind erschreckend hoch in Sydney. Die Unihausungen sind also keinesfalls überteuert, leider...

Ankunft

Bei der Ankunft einfach mal in ein zentrales Backpackers. ich habe gleich am ersten Tag einen anderen Austauschstudenten aus Deutschland kennen gelernt, der auch an die UTS ging. Da die Übernachtung im Backpackers nicht teurer sind als die Mietpreise in Sydney, muss man sich auch gar nicht beeilen mit der Zimmersuche. 

Die UTS nimmt alle Neuen in einer umfangreichen Orientierungswoche auf. Eine ganze Woche lang wird einem erklärt, wie man sich an der UTS zurechtfindet und auch in der Stadt. Es wird einem bei allem geholfen, bei der krankenversicherung, bei der Wohnunssuche und natürlich bei Studienangelegenheiten. Ein wirklich freundliches Team sorgt für einen guten Start an der UTS.

Zimmersuche
Wohnen

Wie beschrieben, habe ich mit der Zimmersuche erst begonnen, als ich dort war. Habe zuerst ein Zimmer bei einer Familie in Bondi gewählt und bin im zweiten Teil des Semesters umgezogen in ein günstigeres, geteiltes Zimmer. Da die Mietpreise sehr hoch sind, ist die Option sich einfach ein Zimmer zu teilen, keine schlechte Variante. Auch ich dachte, dass ich dies doch sicher nie machen würde, aber kennt man einmal die Leute, ist es wirklich gar nicht so schlimm. Es ist ja nicht für immer! Und spassig kann es auch sein. Man gewöhnt sich einfach an alles. Habt also keine Angst vor shared rooms! Ein Zweierzimmer ist wirklich gar kein Problem.

Das Angebot ist allerdings gross. Viele Zimmer waren weit über meinem Budget, was es jedoch schwieriger machte. Es ist üblich, die Miete wöchentlich zu zahlen, die Preise sind also als Wochenpreise angegeben. Gute Internetseiten sind:  flatmates.com.au oder gumtree.com.au. 

Universität

Ich habe ein gutes Bild von der UTS. Man merkt, dass einfach mehr Geld vorhanden ist, was wohl an den hohen Studiengebühren liegt. Die bereit gestellte Infrastruktur ist tiptop und die Studentenbetreuung unvergleichbar gut. 

Akademisch war es eine Herausforderung auf Englisch zu arbeiten, vor allem zu schreiben. Inhaltlich haben die von mir besuchten Fächer etwas weniger hergegeben als die Biovorlesungen an der UZH. Es wurden andere Dinge gefordert, wie wissenschaftliches recherschieren und schreiben. Dies hat mir gegen Ende des Semesters doch viel Mühe gekostet. Auch die Anwendung von Statistikprogrammen ist eine Voraussetzung, wovon ich leider keine Ahnung hatte. Die Mitstudenten haben mir da ziemlich helfen müssen. Das Verfassen von Berichten war deshalb die grosse Herausforderung des Austauschsemesters für mich. 

Wie schon oben beschrieben, habe ich aber von der internationalen Abteilung kein gutes Bild. Der Organisationsprozess war etwas holprig. Sie haben sich aber dann Mühe gegeben, die vielen Austauschstudenten an der uni zu empfangen und haben gute Events auf die Beine gestellt.

Da die UTS sehr zentral ist, ist sie von überall her einfach zu erreichen. Direkt neben dem Hauptbahnhof, ist sie auch von ferneren Suburbs relativ schnell zugänglich.

Die UTS ist die drittgrösste Uni in Sydney. Die zwei grösseren UNSW und Sydney Uni haben deutlich mehr Studenten und kommen der Atmosphäre von der UZH viel näher. An beiden Unis war ich öfters während dem Semester und leider muss ich gestehen, dass jene mir etwas besser gefielen. Sie kamen mir viel universitärer oder studentischer vor. Es hat wohl viel mit der Grösse zu tun. Die naturwissenschaftlichen Departemente sind viel grösser als an der UTS. Ich denke, für ein Austauschsemester in den Naturwissenschaften, wären jene Unis wohl besser gewesen... Ich möchte an dieser Stelle die UZH dazu auffordern, sich doch auch um eine Partnerschaft mit der UNSW oder mit der Sydney Uni zu bemühen!

Die UTS scheint aber dafür sehr stark in den Bereichen Medien und Design zu sein. Die UTS ist zweifelsohne auch eine angenehme Schule, einfach etwas kleiner und familiärer in der Science, daür praxis orientiert! Ich hatte in jedem der Fächer eine mindestens 1 tägige Exkursion. Besonders das Fach marine communities ist phänomenal geführt, eine  unvergessliche 4 tägige Exkursion an die Küste war Teil des Kurses. Die Lehrer sind allgemein jung und motiviert. Ich habe von allen Lehrpersonen ein sehr gutes Bild! Proffessionell und nett. 

Leben/Freizeit

 Sydney ist eine sehr vielfältige Stadt! Alles ist zu finden. Die Beachatmosphäre in Bondi, das alternativ studentische in Newtown, das Grosssädtische im Central Business District, das exotisch fremde und kulinarische Höhepunkte in Chinatown. Sogar eine Altstadt à la Niederdorf ist zu finden in Nähe des Harbours bei der Harbourbrücke. Das architektonische Meisterwerk, das Opernhaus, wertet die Stadt kulturell auf. Der wunderschöne botanische Garten ist Ort der Erholung und auch der sozialen und kulturellen Veranstaltungen. Sydney ist eine sehr lebenswerte Stadt!

Das Nightlife kommt auch nicht zu kurz. Es gibt den verruchten Kings Cross Distrikt, in dem ein Club nach dem anderen steht, mit oft schlechter mainstream Musik. Die Oxford Street ist bekannt als Homo-viertel der Stadt, ist aber auch Ort von einigen sehr guten Musik lokalen. Wie in jeder Stadt, muss man sich etwas auskennen, um an die wirklich coolen Veranstaltungen zu kommen, von denen es in Sydney durchaus zahlreiche gibt.

Die Nähe des Beaches hat mir besonders viel bedeutet. In Bondi wohnend, habe ich die Chance gehabt Surfen zu lernen, was für mich neben der Uni zum regelmässigsten Element der Gestaltung meines Alltags wurde.