Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

08/09 WS

Universität

CN-
Shanghai - Fudan University - School of Management

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

 Zu Beginn meiner Entscheidung, in China ein Austauschsemester zu absolvieren, war ich etwas skeptisch, v.a. da ich bis dahin noch kein Wort chinesisch sprechen konnte und mir bewusst war, dass ich als blonde Europäerin in China stark auffallen würde. Im Nachhinein habe ich aber meine Entscheidung nie bereut und konnte eine tolle Zeit während meines Austausches verbringen. Ich habe viele neue Eindrücke von China gewonnen und konnte über den Austausch an der Fudan Universität viele Erfahrungen im Umgang mit Chinesen, dem chinesischen System an sich und im Bereich Wirtschaft sammeln.

 Shanghai ist eine atemberaubende Stadt, in der es nie langweilig zu werden scheint. Die Wirtschaft boomt, überall sind neue Hochhäuser und Einrichtungen im Bau und hinsichtlich der Expo im Mai 2010 werden einige Vorkehrungen getroffen, die den Ausländern das Leben in der Stadt zum Teil vereinfachen. Hilfsverkehrspolizisten sollen den Chinesen die Verkehrsordnung beibringen (bei grün gehen, bei rot stehen); Schlafanzüge, die eine beliebte Alltagskleidung der Chinesen darstellen, dürfen nicht mehr angezogen werden und Taxifahrern wird ein Gratis-Englisch-Kurs angeboten, den aufgrund der riesigen Anzahl chinesischer Touristen fast keiner besucht.

Die Verständigung in der Stadt ist im Gegensatz zur Universität nach wie vor nicht immer ganz einfach. Daher empfiehlt es sich, einen Chinesisch-Kurs vorab oder während des Austausches zu belegen. Sollte man trotzdem mal in die Situation kommen, in der man dringend einen Übersetzer braucht, bietet die Stadt Shanghai eine Art telefonischen Übersetzungsservice (Tel.Nr: 962288 über chinesische Nummer) an, der v.a. für Taxifahrten ins Leben gerufen wurde. 

Vorbereitung

Visum:
Zu einer der wichtigsten Vorbereitungen gehört die Beantragung des Visums (frühestens 50 Tage vor Abreise) auf dem Generalkonsulat der VR China in Zürich oder der Botschaft in Bern (je nach Kanton unterschiedlich). Wichtig ist dabei, dass der Reisepass noch min. 6 Monate gültig ist. Das Visum kann entweder für eine einmalige oder eine mehrmalige Einreise ausgestellt werden. Für letztere wird allerdings eine Art Gesundheitszeugnis benötigt, dessen Ausstellung in der Schweiz zum Teil sehr teuer werden kann. Auch wenn ihr bereits im Besitz dieses Visums seid, kommt man um einen weiteren Gesundheitsscheck in China nicht herum, da das Zeugnis aus der Schweiz, auch wenn es von einem öffentlichen Spital ausgestellt wurde, meist relativ willkürlich als ungültig bezeichnet wird. Daher ist zu empfehlen, ein Visum für eine einmalige Einreise ausstellen zu lassen. Die mehrmalige Einreise kann später leicht über die Fudan Universität beantragt werden und gehört zu einer der Registrierungsprozesse an der Uni in Shanghai (siehe Rubrik ANKUNFT).

Geld:
Falls man noch nicht im Besitz einer Kreditkarte ist, sollte diese für den Austausch beantragt werden. V.a. für Reisen oder bei Bezahlungen in Kaufhäusern kann dies sehr hilfreich sein. Trotzdem empfiehlt es sich auch, ein Bankkonto in China zu eröffnen. Die Überweisungsgebühr (von einem Schweizer Konto auf eine chinesische Bank wie die Bank of China oder Agricultural Bank) ist meist sehr niedrig (5CHF) und an den chinesischen Bankautomaten kann man pro Vorgang nur eine Summe von maximal 2`500RMB (ca. 380CHF) abheben und zahlt bei einer Schweizer EC-Karte ca. 5CHF Gebühr. Falls ihr also später eine höhere Miete überweisen müsst, werdet ihr eine hohe Gebühr in Kauf nehmen müssen.
Zu beachten ist auch, dass es um einiges günstiger ist, CHF bzw. EURO auf einer chinesischen Bank in China in RMB zu wechseln, anstatt bereits in der Schweiz (wichtig: immer Pass mitnehmen).

Reiseapotheke:
Apotheken und die internationale Drogeriekette Watsons sind in Shanghai zwar überall zu finden, allerdings ist es ohne Chinesisch-Kenntnisse oft schwierig bzw. unmöglich, sich zu verständigen. Daher ist es ratsam, einige Reserven in die Reiseapotheke zu packen. Dies empfiehlt sich auch, falls ihr bestimmte Drogerieartikel aus der Schweiz verwendet.

Gepäck:
Da nicht alle Reiseguides in China gekauft werden können, ist es ratsam, Guide-Books in der Schweiz zu erwerben, sofern Reisen innerhalb Chinas geplant sind.
Ausserdem wird für die Anmeldeprozedur eine Reihe von Passfotos benötigt, weswegen es sinnvoll ist, diese bereits aus der Schweiz mitzubringen.
Falls ihr euch ausserdem etwas unwohl dabei fühlt, in ein Land zu reisen, in dem ihr die Sprache nicht versteht, kann der Kauf eines visuellen Wörterbuchs Chinesisch-Deutsch von Vorteil sein.

Flug:
Bei Emirates liegt der Vorteil darin, dass die Freigepäckgrenze bei 30kg anstatt wie bei den meisten anderen Airlines bei 20kg liegt. Auch bei Air China sind in der Regel 30kg erlaubt, allerdings ist dies unbedingt zuvor über deren Hotline abzuklären, damit die Grenze auf dem Ticket vermerkt wird.

Erste Unterkunft:
Falls ihr noch keine Wohnung in Shanghai habt und euch gegen das Leben in den Student Dormitories auf dem Campus entschieden habt, empfiehlt es sich, vorab ein Hotel bzw. Hostel zu buchen. Generell ist bei Hostels im Gegensatz zu billigeren Hotels die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass das Personal englisch spricht. Dies gilt übrigens für ganz China, weswegen die Unterkunft in Hostels oft vorzuziehen ist, sofern ihr kein chinesisch sprecht.

Ankunft

Flughafen Pudong:

Vom Flughafen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, in die Stadt zu kommen. Zum einen gibt es verschiedenste Airportbusse (Routen: http://www.chinaairlinetravel.com/airport-guide/shanghai-airport/pudong-airport-bus.htm), zum anderen kann man mit der Maglev/Magnetschwebebahn direkt an die Station Longyang Road der U-Bahn Linie 2 (40RMB mit gültigem Airlineticket vom selben Tag) fahren. Von dort aus kann man entweder die U-Bahn nutzen (3-4RMB) oder bei viel Gepäck ein Taxi nehmen. Dabei ist es ratsam, die Adresse bereits auf chinesisch vorliegen zu haben, da so gut wie kein Taxifahrer Englisch spricht. Sofern es eine komplizierte Adresse ist, empfiehlt sich ausserdem ein Ausdruck der näheren Umgebung (z.B. über Google Maps).

Registrierungsprozesse:

Informationen über alle Registrierungsprozesse und benötigten Unterlagen werden rechtzeitig und in ausreichender Form von der Fudan Universität bzw. dem Verantwortlichen der School of Management zur Verfügung gestellt. Gerade die Anfangszeit an der Uni kann einem durch die Anmeldeprozedur etwas stressig erscheinen, allerdings lernt man so auch viel über die chinesische „Organisation“ und hat eine Art „Bewährungsprobe“ in China überstanden.

 Die Anmeldeprozedur beginnt mit der Registrierung aller Austauschstudenten. An einem bestimmtem Tag werdet ihr die Möglichkeit haben, euch an der Uni und damit in China zu melden (Tipp: am besten alle Unterlagen bereits ausgefüllt mitbringen), die Versicherung abzuschliessen, die Legi zu beantragen sowie die Bücher für MIT und IMBA Kurse zu kaufen.

 Daraufhin erfolgt der Gesundheitscheck, der nur erforderlich ist, falls ihr ein Visum, dass eine mehrmalige Einreise erlaubt oder länger als 6 Monate gültig ist, benötigt. Um das Gesundheitszeugnis (physical examination) ausstellen zu lassen, gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten. Über das „Shanghai Exit-Entry Hygiene and Quarantine Bureau“ könnt ihr telefonisch einen Termin vereinbaren und den Check dort durchführen lassen, was vermutlich lange Wartezeiten erspart (Adresse: No. 15 Jing Bang Road, Chang Ning District, Shanghai, Working Hours: Mo. –Fr. 8-11, Tel: 86-21-62688851). Nach 1-2 Wochen kann das Gesundheitszeugnis wieder am Shanghai Exit-Entry Hygiene and Quarantine Bureau abgeholt werden oder gegen Aufgeld per Post zugesandt werden.

Ausserdem ist es möglich, die gesamte Prozedur an der Uni (Kosten: 400RMB) zu durchlaufen. Grundsätzlich können dabei 2 Termine wahrgenommen werden. Wenn man keine Eile mit der Ausstellung des mehrmaligen Einreisevisums hat, empfiehlt sich der 2. Termin, da an diesem mit geringeren Warteschlangen zu rechnen ist. An beiden Terminen ist es jedoch ratsam, sich 1-2h vor offiziellem Beginn am Foreign Students Dormitory einzufinden, da lange Wartezeiten bestehen. Da an alle Wartenden in der Schlange eine „Nummer“ verteilt wird, bekommt man bei später Ankunft eine ziemlich hohe Nummer, mit der nicht unbedingt gewährleistet ist, dass der Check noch am gleichen Tag durchgeführt wird. Im ungünstigsten Fall wartet man also einen Tag umsonst! Die physical examination an sich dauert nicht allzu lange: Blutentnahme, Röntgenaufnahmen und sonstige kleinere Tests werden durchgeführt. Wie aber bereits erwähnt, wird ein Gesundheitszeugnis aus der Schweiz oft relativ willkürlich als ungültig erklärt, d.h. es empfiehlt sich, den Check vor Ort zu machen.

 Ca. eine Woche später kann das Gesundheitszeugnis an der Uni abgeholt werden, vorausgesetzt es wurden keine auffälligen Werte festgestellt (Tipp: am Abend vor dem Check auf einen exzessiven Ausgang verzichten). Aber auch bei abnormalen Werten bekommt man noch eine zweite Chance im Shanghai Exit-Entry Hygiene and Quarantine Bureau. Allerdings kann es die Erstellung des Visums einige Zeit verzögern und Bussen zur Folge haben.

Mit den folgenden Dokumenten kann man sich anschliessend auf die Reise in den Stadtteil Pudong begeben und beim „Exit-Entry Bureau of Shanghai Public Security“ (Adresse: No. 1500 Minsheng Road, Pudong) das Visum beantragen.

·         Passport

·         Admission Notice (von der Uni)

·         JW 202 oder JW 201 visa application form

·         Physical examination report

·         1-2 passport photos

·         400RMB

·         Registration form of temporary residence (Diese wird ausgestellt, sofern ihr euch bei der örtlichen Polizeibehörde gemeldet habt. Sobald ihr eine Wohnung in China gefunden habt, solltet ihr innerhalb von 24h der nahe gelegenen Polizeistelle einen Besuch abstatten. Erkundigt euch dabei unbedingt bei eurem Agenten (Wohnungsmakler) oder Landlord (Eigentümer), welche Papiere die Polizei benötigt. Ausserdem ist es ratsam, beim Einzug den Agenten nach der Adresse der nächsten Polizeistelle zu fragen sowie ihn zu bitten, euch bei möglichen Verständigungsproblemen behilflich zu sein. Falls ihr zuvor in einem Hotel gewohnt habt, unbedingt die Hotelrechnungen aufbewahren, um zu beweisen, dass ihr die ersten Wochen mit der Wohnungssuche beschäftigt wart.

 Da ab dem Zeitpunkt der Beantragung des Visums in Pudong der Ausweis für die kommenden Tage abgegeben werden muss, ist es ratsam den Pass zuvor zu kopieren. Falls ihr während dieser Zeit verreisen wollt, erkundigt euch unbedingt auf dem Exit-Entry Office in Pudong nach dem Vorgehen. In der Regel braucht man auf der Bestätigung der Einreichung der Papiere ein Passfoto und einen Stempel. Grundsätzlich kann aber nicht gewährleistet werden, dass dieses Papier von jedem Flughafen in China anerkannt wird. Auf dem Bahnhof sollte es allerdings keine Probleme geben. Generell ist es in China wichtig, den Pass oder eine Kopie des Passes immer bei sich zu haben. Es kann schon mal vorkommen, dass man auf dem Bahnhof von Polizisten danach gefragt wird!

Zimmersuche
Wohnen

Bei der Zimmersuche gibt es grundsätzlich 2 Möglichkeiten: Zum einen könnt ihr in die Dormitories auf dem Campus ziehen, was den Vorteil bietet, nahe bei vielen anderen Austauschstudenten zu sein; allerdings sind diese im Gegensatz zu vielen Apartments eher teuer und weit entfernt vom eigentlichen Zentrum.

Zum anderen könnt ihr euch selbst auf die Suche nach Apartments in Shanghai machen. In meinem Austauschjahr haben dies die meisten Studenten vorgezogen, weswegen es ziemlich leicht war, sich mit anderen zusammenzutun (z.B. über eine Facebook-Gruppe) und gemeinsam eine Wohnung zu finden.

Es gibt eine Reihe von Websites, die euch bei der Suche behilflich sein können und auch generell für das Leben in Shanghai sinnvoll sind:

·         http://www.schanghai.com/

·         http://www.shanghaiexpat.com/

·         http://www.smartshanghai.com/

 Falls ihr schon eine Gruppe seid, könnt ihr euch auch mit Hilfe eines Agenten, von denen viele ein Büro in der Siping Road haben, auf die Wohnungssuche machen. Am besten erkundigt ihr euch aber im Vorhinein nach der Höhe der Kosten für den Wohnungsmakler. Generell gilt, dass fast alles zu verhandeln ist: Einrichtung, Mietpreis, etc. Achtet darauf, dass der Vertrag mit dem Landlord anstatt dem Agenten abgeschlossen wird. Für eine Wohnung mit 3 Schlafzimmern muss man ca. mit Preisen zwischen 6´000 und 9´000RMB rechnen, je nach Lage und Ausstattung.

Ich habe mich schon zu Beginn mit einer Austauschstudentin von der HSG zusammengetan und nach Ankunft in Shanghai eine Wohnung downtown gesucht. In den meisten Wohnungen, die wir besichtigt haben, war bereits die Grundeinrichtung wie Betten, Tische, Stühle, TV und Sofas vorhanden. Lediglich Bettlaken etc. und Geschirr fehlte. Wir hatten aber schliesslich viel Glück mit unserer komplett eingerichteten Wohnung im 16. Stock mit Blick auf die Skyline, die wir bereits innerhalb von 5 Tagen nach Ankunft in Shanghai beziehen konnten.

 Als Wohngegend empfiehlt sich Jing An, French Concession oder Peoples Square, in denen viel los ist und man sich schnell verabreden kann. Von der Uni aus dauert es eine gute Stunde bis man am Peoples Square ist und U-Bahnen fahren nachts häufig nur bis 23Uhr. Wenn man also auch das Nachtleben in Shanghai erkunden möchte, würde ich vorschlagen, downtown zu wohnen. Im Moment sind ausserdem viele U-Bahn-Linien im Bau, von der die ein oder andere in 2010 bereits an die Uni fahren soll. Ansonsten lohnt es sich, nahe Linie 8 oder Linie 3 zu wohnen. Bei beiden Linien fährt man bis zum Hongkou Football Stadium und kann dann Bus 139, 991 oder 854 in Richtung Uni nehmen, die alle von der Strasse North Sichuan Road abfahren. Da die Unihaltestelle in Bussen auch auf englisch durchgesagt wird, ist es nicht schwer, bei der richtigen Haltestelle auszusteigen. Möglich ist auch von der Huangxing Road Station oder Dabaishu Station ein Taxi zu nehmen. Allerdings kann das bei Regen zu einigen Verspätungen führen, da bei diesem Wetter so gut wie keine Taxis zu finden sind.

 Bei der Wohnungssuche gilt es unbedingt zu beachten, dass ihr die Polizei aufsucht, sobald ihr eine Wohnung gefunden habt (siehe Rubrik ANKUNFT).

Universität

Vorlesungsverzeichnis:

Informationen zum Vorlesungsverzeichnis bzw. den angebotenen Kursen findet ihr leider erst, sobald ihre euch definitiv für das Austauschsemester entschieden habt. Die notwendigen Infos werden dann per Mail zugeschickt. Falls ihr euch aber vorab über die Fudan Universität informieren wollt, empfiehlt sich folgende Website: http://www.fdsm.fudan.edu.cn/En/index.aspx

Kurswahl:

Uns wurde angeboten, Kurse aus 2 verschiedenen Programmen zu buchen: das IMBA bzw. MIT Full Time MBA Programm und das norwegische BI Part Time MBA Programm. Die Kurse mussten im Vorhinein über ein Buchungssystem von der Schweiz aus gebucht werden (Tipp: am besten früh buchen, da Kurse schnell ausgebucht sein können).

Das Buchungssystem funktioniert zum Teil nur mit Internet Explorer und falls ihr Probleme habt, die englische Seite zu öffnen, solltet ihr einfach ein paar Mal zwischen Chinesisch und Englisch hin und her klicken.

Die IMBA/MIT Kurse dauern meistens einige Wochen, während die BI Kurse Blockkurse sind, die in ziemlich intensiven 4 Tagen beendet sind. Je nach Kurs wird am letzten Tag eine Prüfung geschrieben oder 1 bis 2 Wochen nach Kursende. Eine mögliche weitere Leistungsüberprüfungen stellt die Abgabe von Papers dar, für die man bei BI Kursen meist 4 Wochen Zeit hat. Fast alle Kurse beinhalten ausserdem verschiedene Arten der Leistungsüberprüfung wie Mitarbeit, Präsentationen oder Gruppenarbeiten und Prüfung/Paper. Ein Kurs soll ca. 5 ECTS-Punkten entsprechen. Wer also ein Full Time Semester plant, sollte 6 Kurse buchen. Die meisten unseres Austauschsemesters entschieden sich aber für insgesamt 5 Kurse, was neben dem Studium noch Zeit für etwas Freizeit lässt.

Meine Erfahrung ist, dass die BI Kurse wesentlich besser strukturiert sind und die Arbeit mit den Studenten dieses Kurses oft effizienter ist und mehr Spass macht. Da bei BI Kursen die Teilnehmeranzahl aber stark beschränkt ist, ist es sinnvoll diese früh zu buchen.

Wichtig ist ausserdem, dass sich die Kurse nicht überschneiden, da in der Regel Anwesenheitspflicht herrscht. Es ist überdies davon abzuraten, Kurse im Nachhineien zu ändern, d.h. in Shanghai Änderungen an der Kurswahl vorzunehmen. Grundsätzlich ist dies nämlich nicht möglich und ist daher oft mit einer Reihe von Problemen begleitet.

 Chinesisch Unterricht:

Chinesisch Unterricht wurde in meinem Austauschsemester erst nach mehrmaliger Nachfrage bei der School of Management zu Beginn des Semesters kostenlos angeboten.

 Prüfungsdaten und Unterrichtsmaterial:

Das BI- und das IMBA/MIT Programm haben grundsätzlich verschiedene Ansprechpartner und eine unterschiedliche Organisation. Während ihr die Bücher für das IMBA/MIT Programm bereits an einem der Registrierungstage erwerben könnt, sind die Bücher und Materialien für das BI Programm oft erst ein Monat vor Kursbeginn erhältlich. Falls ihr euch für die Prüfungsdaten eurer gewählten Kurse interessiert, könnt ihr diese beim jeweiligen Verantwortlichen des MBA-Programms erfragen. Tipp: Falls ihr Bücher und Unterlagen aufgrund der Freigepäckgrenze nicht mit nach Hause nehmen könnt und daher die Materialien nicht kaufen wollt, gibt es nahe der Uni zahlreiche Copy-Shops, die Vorlesungsunterlagen innerhalb eines Tages kopieren und binden (Kosten für ein 300-seitiges Buch ca. 30-50RMB). 

Leben/Freizeit

Bars/Ausgang:

Das Nachtleben Shanghais ist wirklich einmalig. Direkt am Bund sind die expat/tourist locations mit traumhaftem Blick auf die Skyline aber auch gehobenen Preisen wie z.B. Bar Rouge zu finden. Ebenfalls zu empfehlen sind die Clubs M2 mit langen Öffnungszeiten oder Mint sowie die chinesische(re)n Clubs Babyface, Club 88, Logo oder Windows. In den stylischen Bars (inkl. Restaurants) People 6 und People 7 sollte man allein wegen des Öffnungsmechanismus beim Eintritt auch mal vorbeischauen. Im Cloud 9 bietet sich in einem der höchsten Wolkenkratzer der beste Blick über die Stadt und das Cotton`s ist eine nette Bar in einer alten Kolonialvilla im französischen Viertel, in der sich der ein oder andere Drink geniessen lässt.

Reisen: 

Über folgende Websites kann man günstig Flugtickets erwerben:

http://english.citrip.com

http://www.elong.net

 Für einen Wochenend-Trip bietet sich das nahe gelegene Hangzhou an, das durch den Westlake in der Mitte der Stadt v.a. bei schönem Wetter wirklich eine Reise wert ist. Für Nanjing, die ehemalige Hauptstadt Chinas, sollte man etwas mehr Zeit einplanen und Suzhou, eine der Wasserstädte nahe Shanghais kann auch an einem Tag besichtigt werden.

 Weiter entfernte Ziele sind Guilin und Yangshuo, deren Landschaft, aufgrund derer die beiden eher kleinen Städte eine der Haupttouristenattraktionen Chinas sind, auf der 20RMB Note abgebildet ist. Die Yangzi River Tour und die Besichtigung der 3 Schluchten und des grössten Staudammes der Welt bietet sich v.a. im Oktober bei guter Wetterlage an.  Die Stadt Xian ist besonders wegen der Terrakotta Armee eine Reise wert. Nicht zu vergessen sind die Städte Beijing, die im Gegensatz zu Shanghai kulturell viel zu bieten hat und Hong Kong, in dem der westliche Einfluss deutlich zu spüren ist.

 Shopping:

Die Haupteinkaufsmeile in Shanghai ist die East Nanjing Road. Allerdings gibt es überall in der Stadt riesige Malls, in denen so gut wie jedes Geschäft zu finden ist. Internationale Supermärkte wie Tesco, Carrefour oder Wal Mart sind meist etwas ausserhalb, und falls man auf der Suche nach westlichem Essen ist, kann man auch in einem der Cityshops vorbeischauen, die an Weihnachten sogar Lebkuchen verkaufen.

 Essen:

Sehr praktisch ist der Sherpa-Lieferservice, der einige hundert Restaurants umfasst (http://www.sherpa.com.cn/). Viele Restaurants sind ausserdem in Jing An oder in der French Concession zu finden. Auch das Street Barbecue, dass in Shanghai fast an jeder Ecke angeboten wird, lohnt sich, auszuprobieren.

 Transport:

Busse, U-Bahnen und Taxis können in Shanghai mit einer aufladbaren Karte bezahlt werden, die man an den Informationsschaltern der U-Bahn Stationen kaufen kann.

Klima: 

Im Sommer ist es in Shanghai schwül-heiss, mit Temperaturen bis zu 35Grad. Optimale Zeit für Reisen ist Mitte September bis Mitte November. Ab Ende November bzw. Dezember beginnen in Shanghai die Wintermonate, in denen es ziemlich abkühlen kann. Es empfiehlt sich daher bei der Wohnungssuche nach einer guten Klima- bzw. im Winter Heizanlage Ausschau zu halten!