Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

09/10 SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Humanmedizin (4000)

Gesamteindruck

Ich denke die Erasmuserfahrung ist eine sehr bereichende Erfahrung. Ich finde vor allem für das persönliche Wachstum sind die Herausforderungen die sich stellen sehr wichtig. Es schwingt immer eine gewisse Ungewissheit mit mit der man sich auseinandersetzen muss.Ich sehe die Vorteile nicht unbedingt auf dem fachlichen Niveau sondern eher und vor allem auf dem menschlichen Niveau.

Vorbereitung

Um einen Erasmus im Ausland zu absolvieren braucht es ein grosses Mass an Willen da man vor allem selber organisiert und bald einmal die Feinheiten der verschiedenen Uni und deren Ungereimtheiten besser kennt als die jeweiligen Fachkoordinatoren die viele Unis kennen. Der administrative Aufwand ist riesig und dass auch für Unis die eigentlich eine  Vertrag mit Zürich abgeschlossen haben.

Ankunft

Die Ankunft gestaltet sich überall schwierig ist aber im gegensatz zur Vorarbeit fast angenehm. In der erste Woche ist man vielleicht ein bisschen unsicher, was sich aber mit der Zeit legt und vermutlich normal ist.

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche gestaltete sich für mich sehr einfach weil sie mir praktisch schon vorher organisiert wurde, weswegen ich keine eigene Angaben darüber machen kann.Allerdings kann man sagen dass in Berlin die Zimmersuche sich nicht so schwierig gestaltet da es eine Stadt ist die momentan grosse immobiliäre Umwandlungen durchmacht.

Universität

Die Charite-Universitätmedizin Berlin ist eine Institution in Deutschland, und dass spürt man auch. Es hat mir sehr gut gefallen wie die wissenschaftliche Erkenntnisse umgehend in der Therapie der Patienten eingeflossen ist. Auch die Tatsache dass man als Student kräftig mithelfen darf und somit viele praktische Fähigkeiten sich aneignet ist sehr toll. Man kann zum Beispiel Blut abnehmen oder Infusionen stecken also praktische Aktivitäten die für deutsche Studenten eine Selbstverständlichkeit sind aber in der Schweiz sehr vernachlässigt ist, damit ist man sicher fit für das Wahlstudienjahr. Meien Kommentare beziehen sich auf die Tätigkeit des Famulus, wobei der oder die Studentin jeweils für zwei Wochen ganztags auf eine Abteilung ist und in deren Ablauf einbezogen wird, was aus meienr Sicht sicher sehr empfehlenswert ist. Allerdings sollte man sich bewusst sein dass wenn man den ganzen Tag auf der Abteilung verbringt abends schlicht und einfach keine Lust hat sich mit den Lernstoff aus Zürich auseinandersetzen der ja bekanntlich an unsere Heimuniversität geprüft wird.Es ist also in der Tat so dass man den ganzen Tag in eine Abteilung ist von der man direkt kein Nutzen auf den Lernstoff in Zürich hat, weil in Zürich die Praktikas und die Vorlesungen divergieren. Es ist also ein hohes Mass an Selbstmotivation und Selbstwertgefühl gefragt da man ja praktisch denn Stoff den die Kommilitonen in Zürich genüsslich in Vorlesungen presentiert bekommen sich ein Monat vor der Prüfung schnell aneignet, aber meine persönliche Meinung ist dass es sich trotzdem tausendfach lohnt, man bekommt einfach zu viele clinical skills mit dass man sich ernshaft beschweren kann.

Leben/Freizeit

Berlin ist eine wunderschöne Stadt mit sehr freundlichen Leute die für schweizerische Verhältnisse sehr locker und offen sind wie auch die Erasmusstudenten aus den anderen Länder. Die Stadt selber hat auch eine Fülle an kulturellen und musikalische Angeboten zu bieten oft zu für uns Schweizer sehr tiefen Preisen. Einzig wäre ich jedem eine gute Krankenkasse für das Ausland empfehlen die genau abklärt welche Behandlungen vor Ort vorgenommen werden könne und welche in der Schweiz auszuführen sind