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Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

08/09 WS

Universität

AU-
Sydney - University of Technology Sydney

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

 

Mein Austauschsemester in Sydney war bereichernd, abenteuerlich, unterhaltsam, erlebnisreich und hat auf jeden Fall extrem viel Spass gemacht. Als kontakt- und reisefreudige Person habe ich in dieser Traumstadt einige der besten Monate meines Lebens verbracht.

Das Studium an der UTS von Ende Juli bis November war oft interessant und meistens lehrreichund die verkürzten Sommer-Semesterferien in Zürich wurden durch eineinhalb Monate herumreisen im australischen Sommer im Dezember und Januar mehr als kompensiert.

Auch diese zweite Austauscherfahrung in meinem Leben möchte ich nie missen und ich bin überzeugt, dass sie mich nicht nur akademisch sondern vor allem auch persönlich einige Schritte weitergebracht hat.

Vorbereitung




Nachdem ich die Bestätigung für mein Austauschsemester von
der UTS erhalten hatte, habe ich mich sofort um mein Studentenvisum bemüht.
Dies ging online extrem effizient und reibungslos von statten. Innert weniger
Studen (!) habe ich via email eine Bestätigung für die Gewährung meines Visums
erhalten.



Etwas schwieriger gestalteten sich allerdings die
Arrangements auf dem Reisebüro für das Flugticket. Obwohl ich doch zwei Monate
zum Voraus buchte, waren viele Flüge schon ausgebucht und die restlichen sehr teuer.
Daher ist es bestimmt empfehlenswert, sich so früh wie möglich darum zu
kümmern.



Weitere Vorbereitungen traf ich bezüglich meiner Unterkunft
in der ersten Tagen direkt nach meiner Ankunft sowie betreffend meiner
definitiven Fächerwahl. Da ich nicht überall meine präferierten Kurse zugeteilt
bekommen hatte, mussten die Änderungen so schnell wie möglich geschehen, da
(wie bei uns) bald einmal die besten Tutoratszeiten ausgebucht sind.



Ankunft

Ich hatte das grosse Glück zu Beginn meines Aufenthaltes bei Freunden meiner Familie unterkommen zu können. Die ersten Tage vor der Uni-Orientierungswoche habe ich mit Kamera und Rucksack als typischer „Touri“ in Sydney verbracht und dazu genutzt, möglichst viel in der Stadt zu sehen und mir einen Überblick zu verschaffen. Dies war jedoch Mitte Juli 2008 nicht notwendigerweise einfach, da sich meine Ankunft mit deren des Papsts (und somit einer halben Million Pilgerern) zum „World Youth Day“ überschnitten hatte.

Die Orientierungswoche an der UTS war, obwohl inhaltlich nicht überaus informativ, extrem wertvoll. In dieser Woche habe ich Kontakte mit anderen Austauschstudenten aus der ganzen Welt geknüpft, welche sich zu den besten Freundschaften während meines ganzen Aufenthalts entwickelt haben. Zudem ist die „orientation week“ nur schon wegen der unzähligen free BBQs, free cocktail parties und pub-crawls ein Muss für jeden studentischen Neuankömmling.

Zimmersuche
Wohnen

Geplant war, dass ich die ersten paar Wochen im Haus von Freunden meiner Familie in der Suburb Randwick verbringen würde, bis ich meine eigene WG gefunden habe. Obwohl ich überaus herzlich in deren Haus aufgenommen wurde, habe ich mich  sofort auf die Zimmersuche aufgemacht.

Nach der Besichtigung einiger heruntergekommenen WG-Zimmern im Stadtzentrum, in welchen sich ein halbes Dutzend Asiaten zwei winzige Zimmer teilen und mir das Dritte zu einem überteuerten Betrag feilgeboten wurde, musste ich meine naive Vorstellung einer coolen, preiswerten Aussie-WG in der Innenstadt schnell einmal begraben. Zur gleichen Zeit hatte ich das grose Glück, dass meine „Gastfamilie“ mich mittlerweile wirklich schon beinahe als Teil ihrer Familie ins Herz geschlossen hatte und mir anbot, so lange bei ihnen zu bleiben wie ich wollte.

Trotzdem möchte ichnatürlich niemanden desillusionieren, denn meine Freunde an der UTS haben es trotz schwieriger Wohnsituation für Studenten in Sydney geschafft, ganz anständige WGs zu finden. Jedoch sollte man sich doch bewusst sein, dass bei engerem Budget (was in Sydney ca. 0-200/Woche entspricht) entweer Zimmer teilen im Stadtzentrum oder dann etwas grösseres am Stadtrand suchen angesagt ist. Websites, welche sich als hilfreich herausstellen werden sind www.gumtree.com.au und www.domain.com.au. Good luck!

Universität

Mein Gesamteindruck der UTS ist durchwegs positiv im Sinne, dass hier (im Kontrast zu unseren Unis) effektiv grossen Wert auf Methodik in der Lehre und beim Lernen gelegt wird. Nicht umsonst ist die UTS in Australien „top-rated in teaching&learning“.

Generell ist hier, typisch für angelsächsische Ausbildung, das Arbeitsvolumen deutlich grösser als bei uns gewöhnlich, jedoch allgemein auf tieferem Schwierigkeitslevel. Während des Semesters werdenin allen Fächern Arbeiten verfasst (mindestens eine pro Fach) sowie nach Semesterhälfte „mid-term-exams“ abgehalten. Dies zwingt einem dazu, sich schon vor den Schlussprüfungen mehrmals vertieft mit dem behandelten Stoff zu befassen, was ich als sehr positive Lernerfahrung wargenommen habe.

Leben/Freizeit

Neben drei Nachmittagen Vorlesung pro Woche und dem damit verbundenen Lern- und Vorbereitungsaufwand blieb immernoch genügent Zeit übrig, das überaus vielfältige Freizeitangebot Sydney’s zu nutzen. Australier sind Sportliebhaber und somit sind in dieser Hinsicht die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. Zudem sind im Sommer die berühmten Beaches Bondi, Manly und Coogee nicht nur Touristenmagnete, obwohl die Aussies oft auch die charmanteren und kleineren wie Bronte oder Tamarama berücksichtigen.

BBQ und Bier gehört in Australien zum Nationalsport und überhaupt lässt das Sozial- und Nachtleben in Sydney nicht viel zu wünschen übrig: egal ob nur ein paar Pints mit „mates“ im Pub nebenan, eine Pizza und drinks im „Hugo’s“ im berühmt-berüchtigten Kingscross oder dann schon richtige noble Clubatmosphäre im Ivy direkt an der Georgestreet, alle Geschmäcke kommen hier auf ihre Rechnung. Cheers!