Bilder zum Bericht

Oude Markt

Manneken Pis

Bibliothek von Leuven whren der Kiezweek

Rathaus Leuven

Antwerpen

Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

08/09 SS

Universität

BE-LEUVEN01
Leuven - Katholieke Universiteit Leuven

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck von Belgien und Leuven ist sehr positiv. Ich kannte Belgien schon vorher, dennoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich mich hier so wohl fühlen werde. Die Menschen hier sind zwar ein wenig geschlossen, doch man muss sich ihnen nur nähern und erkennt die Freundlichkeit und Fröhlichkeit der Belgier. Ich fühlte mich hier auch so wohl, weil ich dieses Land aufgrund seiner Architektur, der Lage und der Möglichkeiten liebe. Die Architektur ist sehr nordisch und wenige Hochhäuser zerstören die Landschaft und die wundervollen gotischen Häuser, wie das Stadthaus, die zentrale Bibliothek und die Kathedrale ergeben zusammen ein sehr schönes Stadtbild. 

Durch die zentrale Lage Belgiens in Europa hat man von hier aus viele Möglichkeiten um zu reisen: 2 stunden nach London, 2 stunden nach Köln, 2 stunden nach Paris! Und auch Belgien hat viele schöne Städte, die man jeweils am Wochenende besuchen kann.

Vorbereitung

Meine Vorbereitung beruhte alleine auf der Anmeldung für das Erasmus-Programm und das Ausfüllen der notwendigen Formulare. Da ich von meinem Koordinator in Belgien erfuhr, dass es besser sei vor Semesterbeginn nach Leuven zu kommen um ein Zimmer zu suchen, kam ich im Dezember für drei Tage hierher. Es ist aber wichtig nicht am Wochenende zu kommen, da dann die meisten belgischen Studenten nach Hause fahren. Durch das Anmelden bei der Internationalen Housing Service der KU Leuven, konnte ich eine Liste mit Adressen, welche freie Zimmer hatten, persönlich abholen. Ich besuchte nur drei Häuser mit 4 oder 5 anderen Studenten und fand schnell das Haus, in welchem ich dann auch wohnte. 

Ankunft

Ich kam einen Tag vor dem Start der Orientation Days in Leuven an. Der Flughafen ist nur eine Viertelstunde von Leuven entfernt und auch in Leuven selbst verkehren viele Buse und der Bahnhof war nur 10 Minuten zu Fuss von meinem Haus entfernt. Am nächsten Tag begab ich mich erstmals zu Fuss auf Erkundigung-Tour und nachmittags war auch schon die erste Veranstaltung der Orientation Days, ein Survival Kit Dutch Course. Zuerst ist es zwar komisch alleine zu einer Party zu gehen oder zu einem Abendessen welches sie auch organisierten für die Neuankömmlinge, doch jeder ist so offen und will andere Leute kennen lernen. Neben den Abendveranstaltungen kann man am ersten Wochenende schon andere Städte besuchen, wovon ich aber nicht profitiere. Das einzige was man dann noch tun muss, ist sich bei der Universität anzumelden und man kriegt einen Plastiksack vollbepackt mit Broschüren über alle wichtigen Dinge und Informationen. 

Zimmersuche
Wohnen

Ich wohnte mit 4 belgischen Studenten, die zwar jünger waren, aber sonst super nett und hilfsbereit. Das einzige ist wie schon erwähnt, dass die belgischen Studenten am Wochenende immer nach Hause fahren und ich somit dann alleine im Haus war. Dies war für mich überhaupt kein Problem, da man so ohne Probleme Leute einladen kann und auch mal Zeit für sich hat. Viele andere Studenten kamen in Studentenhäuser unter, wo jeder aber nur ein kleines Zimmer besitzt und die Küche nie aufgeräumt ist. Ich war sehr froh, dass ich für denselben Preis ein schönes grosses Zimmer fand, in einem Haus mit nur vier anderen und sogar einem Garten. Vor allem wenn das Wetter schöner und wärmer wurde, verbrachte ich viele Stunden draussen, da es hier auch bis 10 Uhr abends hell bleibt.

Universität

Die Universität hier ist sehr gut organisiert und seriös. Meine Ansprechsperson hier ist sehr freundlich, antwortet immer gleich auf Fragen und ist auch sonst sehr hilfsbereit. Die Kurse sind unterschiedlich aufgebaut und jeder Professor hat seine eigenen Methoden. In einem Kurs zum Beispiel beschloss der Professor seine Vorlesungen vor den Ferien zu beenden, damit wir nach den Ferien nur noch für unser Assignment arbeiten können. In allen Kursen wird meist ein Assignment verlangt, welche unterschiedlich lang und schwierig sind. Auch die Vorlesungen selbst sind je nach Professor unterschiedlich aufgebaut, aber doch immer sehr spannend um zu besuchen. Es gibt einen Webseite, wo man die Mails abrufen kann und auch zu jedem Kurs Informationen und alle Dokumente findet, was sehr gut aufgebaut ist und einem auch hilft, wenn man Informationen während dem Kurs verpasst hat. 

Leben/Freizeit

Freizeit und Leben in Leuven ist ein Genuss! 

Vor allem für internationale Studenten werden viele Reisen, Partys und sonstige Aktivitäten organisiert und man lernt schon in den ersten Tagen viele Leute kennen. Hier gibt es auch die so genannten Facbars! Jede Fakultät hat ihre eigene Bar, wo Kostüm-Partys oder sonstige Partys stattfinden. Hier kostet ein Stella, das berühmte und beliebteste Bier, welches auch  in Leuven gebraut wird, 90 cents! Nachdem man sich in der Facbar, die der Rechtsfakultät ist berühmt für die besten Partys, die der Wirtschaftsfakultät für die schönsten Studenten, getroffen hat, zieht man weiter zum Oude Markt, die grösste Bar Europas. Mit 42 Bars hat man viele Möglichkeiten, je nach Lust und Laune. De Rector, Plaza und Bierkelder, welches mehr ein Club ist, sind die Bekanntesten bei den internationalen Studenten. Während dem Semester versammeln sich alle Studenten hier und je wärmer es wird, desto mehr Studenten geniessen schon nachmittags ihre Stellas. Es gibt wohl kaum einen Platz, der so viele verschiedene Bars offeriert und sich nur Studenten treffen.

Ich könnte hier noch ewigs weiterschreiben über meine Freizeitaktivitäten, aber alles was ich sagen kann, ist, dass Leuven als typische Studentenstadt für Erasmus wohl die beste Entscheidung ist. Es kombiniert die Partyphase des Semesters  perfekt mit der Seriosität der Universität, für welche man immer wieder Arbeiten abgeben muss.

Die Zeit hier werde ich nie missen, es geht viel zu schnell vorbei und ich werde auf jeden Fall nach Belgien und Leuven zurückkommen!