Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

07/08 WS + SS

Universität

AT-WIEN01
Wien - Universität Wien

Studienfach

Ethnologie (7721)

Gesamteindruck

Mein Erasmus-Jahr war einfach nur wunderschön! Natürlich hat man hier, genau wie zu Hause, seine Probleme. Aber was die Stadt, die Uni und vorallem die tollen Leute die ich hier kennen lernen durfte mir gegeben haben macht das alles wett. Ich werde mit unzähligen tollen Erinnerungen, wichtigen Eindrücken und neuem erlerntem Wissen nach Hause gehen können. Das heisst also, dass dieses Jahr seinen Zweck mehr als erfüllt hat und ich jedem empfehlen kann die Chance für eine längere Zeit an einem anderen Ort zu studieren zu nutzen!

Vorbereitung

Im Gegensatz zu den meisten Erasmus-Studenten musste ich mich nicht sprachlich auf meinen einjährigen Aufenthalt vorbereiten. Somit blieb eigentlich nur, mich um eine Wohnung zu kümmern und einige administrative Dinge zu erledigen. Die Wohnungssuche war weniger schwierig als befürchtet, da mir Bekannte weiterhelfen konnten. Wenn ich zurückblicke auf die administrative Arbeit, so fällt mir heute eignetlich nicht mehr ein, was ich alles machen musste. Ich weiss aber noch, dass ich es als ziemlich aufwändig und mühsam empfand... nun: so schlimm kann es nicht gewesen sein, sonst würde ich mich bestimmt genauer erinnern können.

Ankunft

Die Ankunft war primär mal super, da die Wohnung und die Stadt meine Erwartungen bei weitem übertrafen. Ausserdem hatte ich genug Zeit vor dem Studienanfang um alles kennen zu lernen und mich einzuleben. Die Leute auf dem Erasmus-Büro in Wien waren ausserdem sehr freundlich und hilsbereit und haben einem die wichtigsten Dinge erklärt, so dass nicht viele Fragen offen blieben.

Beim Institut sah es ein bisschen anders aus: der zuständige Koordinator hat sich fast zwei Wochen lang nicht gemeldet und ich war dementsprechend verunsichert. Zeit um mit mir zu sprechen hatte er dann auch erst am ersten Vorlesungstag, was für mich bedeutete, dass ich erst dann meine Lehrveranstaltungen buchen konnte. Mir wäre es natürlich sehr Recht gewesen, wenn ich das schon viel früher hätte machen können um im Falle von Zeitkolisionen noch umzuplanen. Da die Zuständige für die Vorlesungsbuchungen uns Erasmus-Studenten aber anders behandelt hat als regulär Studierende konnte ich schlussendlich den Stundenplan beinahe so zusammenstellen, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Zimmersuche
Wohnen

Für mich war klar, dass ich nur im Notfall in ein Studentenheim ziehen wollte. Deshalb habe ich rechtzeitig mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung bzw. Zimmer begonnen. Es stellte sich natürlich heraus, dass die Suche auf die Ferne nicht ganz einfach ist und so überlegte ich mir vorübergehend in ein Studentenheim zu ziehen und dann nach meiner Ankunft zu suchen. Aufgrund einiger glücklicher Zufälle fand ich dann aber eine 3-Zimmer Wohnung in sehr guter Lage. Da ein Studienkollege von mir der ebenfalls nach Wien ging ebenfalls nach einer geeigneten Wohngelegenheit suchte, bot es sich an, dass wir zusammenziehen. Alles in Allem hätte es besser nicht sein können, denn sowohl die Wohnung, die Lage als auch das Zusammeleben mit meinem Kollegen waren super und haben sicherlich mit dazu beigetragen, dass die Zeit in Wien so toll war!

Universität

Zuerst einmal zur Universität als Gebäude: sie ist wunderschön!! und ich war absolut begeistert, als ich ankam! Schnell fand ich dann aber heraus, das mein Institut nicht im Hauptgebäude untergebracht war sondern im sogenennten 'Neuen Instituts Gebäude' nur 2 Minuten davon entfernt. Dieses stellte sich als weitausweniger schön heraus und 'unser' Stockwerk war bei meiner Ankunft eine Baustelle... Ein bisschen ähnlich habe ich dann auch die gesamte Organisation und den Alltag an der Uni empfunden: es ist ziemlich chaotisch! Der Koordinator der sich, wie bereits beschrieben, zwei Wochen lang nicht meldete ist dabei nur ein Beispiel. Ich bin es mich gewohnt, dass genau bekannt gegeben wird, welche Leistungen zu vollbringen sind und wann was abgegeben werden muss. Nun, hier in Wien war das nicht immer so... Dementsrechend ist auch die Haltung viele Studierender, will heissen: sie nehmen alles ziemlich gelassen und nicht immer ganz so genau. Bei den Professoren ist es aber ähnlich und so kann sich der Abgabetermin schon mal verändern und ein Nicht-Erscheinen des Lehrveranstaltungsleiters ist auch keine Seltenheit. Ich will das weder als gut noch als schlecht werten. Es ist einfach anders! Und man muss sich darauf einstellen. Ich spreche hier primär von Institut meines Hauptfaches Ethnologie. Bei der Publizistik sieht alles recht anders aus, da dort so viele Studenten sind, dass alles ziemlich bürokratisch geregelt ist. Allerdings habe ich auf meine E-Mails immer schnell und hilsbereit Antwort bekommen und hatte keinerlei Schwierigkeiten.

Leben/Freizeit

Das Erasmus Student Network (ESN) organisiert viele Veranstaltungen, Parties und Ausflüge und bietet damit ideale Möglichkeiten um Leute kennen zu lernen. Ich bin der Organisation wirklich sehr dankbar für all ihre Arbeit, dank der ich hier in Wien unzählige Leute kennen lernern konnte. Vor allem zu Beginn, wenn man noch niemanden kennt, ist man sehr froh, wenn es einen Ort gibt wo man andere Erasmus-Studenten und somit Menschen, die in der gleichen Situation sind wie man selbst, kennen lernen kann.

Mit der Zeit entwickelt man dann seinen eigenen 'Freundeskreis' und verbringt die meiste Zeit mit diesem. Ausserdem kannte ich schon jemanden in Wien und so habe ich mich auch öfters mit dieser Person und ihren Freunden getroffen. An der Uni habe ich ausserdem eine Wiener Studentin kennengelernt mit der ich sehr viel unternommen habe und somit hatte ich Kontakt zu Erasmus-Studenten als auch mit 'Einheimischen'.

Da meine Wahl nach Wien zu gehen keine zufällige war sondern ich ganz bewusst in diese Stadt wollte, habe ich natürlich viel Zeit damit verbracht diese zu entdecken und erkunden. Wien bietet so unglaublich viel, dass ich gut und gerne noch ein Jahr anhängen könnte um all das zu sehen, was ich eigentlich sehen wollte. Neben diesem eher kulturellen Teil der Freizeitgestaltung kamen Parties und gemeinsames Weggehen mit Austauschstudenten natürlich während der ganzen Zeit nicht so kurz...