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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

07/08 SS

Universität

IT-SIENA01
Siena - Università degli Studi di Siena

Studienfach

Rechtswissenschaft (2000)

Gesamteindruck

Gerade weil es nicht immer ganz einfach war, hat mich mein Austauschsemester in Siena persönlich sehr bereichert und weitergebracht. Man lernt, sich an einem fremden Ort mit einer ungewohnten Sprache zurechtzufinden und sich den Gegebenheiten anzupassen. Während der Nutzen fürs Studium in einem eher mässigen Rahmen blieb, habe ich in Sachen Sprachkenntnisse sehr profitiert und daneben viele dicke Freundschaften mit Studenten aus anderen Ländern geschlossen.

Vorbereitung

Auf die Studienaktivitäten an der Gastuniversität hätte ich mich besser vorbereiten sollen, damit ich optimal davon profitieren hätte können. Die Anforderungen in den einzelnen Fächern sind nähmlich sehr unterschiedlich und hängen stark vom zuständigen Dozenten ab. Mit genauem Studium der angegebenen Anforderungen (Credits, Zeitaufwand, Literatur etc.) kann man sich das Leben enorm erleichtern.

Dafür erwiesen sich viele der ansonsten getätigten Vorabklärungen als unnötig. Eine Aufenthaltsgenehmigung habe ich z.B. - trotz des eigentlichen Obligatoriums - nicht gebraucht. Deshalb hätte ich mir die ganzen Dokumente (Bestätigung des Versicherungsschutzes etc.) sparen können.

Ankunft

Die Ankunft ging ziemlich glatt über die Bühne. Ich bekam sofort meinen Platz in einem Doppelzimmer in einer Studentenresidenz zugewiesen und auch die am Anfang zu erledigenden Formalitäten erwiesen sich als vergleichsweise harmlos.

Zimmersuche
Wohnen

Ich hatte in dieser Beziehung ziemliches Glück: Zwar wurde ich bei der ersten Vergabe von Zimmern in Studentenheimen der finanziellen Verhältnisse wegen nicht berücksichtigt. Da ich danach aber mit einer privaten Suche noch zuwartete, konnte ich das unerwartete Angebot der Gastuniversität für einen Platz in einem Doppelzimmer 1.5 Monate vor Studienantritt annehmen und wohnte so für 200 Euro/Monat vergleichsweise billig. Wer lieber im Einzelzimmer wohnen will (was ich durchaus verstehe...) muss sich privat auf die  Suche machen und bereit sein, 300 Euro und mehr dafür zu bezahlen. Es empfiehlt sich, die ersten paar Tage in der Jugendherberge zu wohnen und die Suche von da aus zu starten, damit man sich die angebotenen Zimmer auch persönlich anschauen kann. So ca. einen Monat vor Semesterbeginn findet man noch leicht etwas passendes, danach wirds für eine kurze Zeit schwieriger, bevor sich die Situation dann wieder bessert nachdem das Semester schon 1-2 Monate läuft.

Universität

Die Abläufe und Verhältnisse in Unterricht und Bürokratie an der Gastuni sind schon etwas gewöhnungsbedürftig. So ist z.B. eine Wireless-Verbindung in der Bibliothek der Fakultät für ausländische Studenten nicht möglich, längst nicht alle Kurse fangen zum Semesterbeginn auch an und das Prüfungsverfahren ist höchts ungewöhnlich: So versammeln sich sämtliche prüfungswilligen Studenten zu einer angegebenen Zeit in einem Hörsaal zum Appell. Danach wird einer nach dem anderen mündlich 10-20 Minuten geprüft, während die anderen hinter seinem Rücken warten (bis zu 8h!) und zuhören können. Die vielgehörte Story, dass die Professoren zu Erasmus-Studenten besonders gnädig sind, kann ich zudem zumindest für die juristische Fakultät nicht bestätigen.

Leben/Freizeit

Ein Erasmus-Aufenthalt bietet viel Freiraum, um Kultur und Leute am Ort der Gastuniversität kennenzulernen und sich mit Studenten aus ganz Europa anzufreunden. Von dieser Möglichkeit sollte meiner Meinung nach so viel als möglich Gebrauch gemacht werden, auch wenn das eigentliche Studium darunter zum Teil etwas leiden mal...

Wenn man sich der örtlichen Erasmus-Gruppe anschliesst, hat man die Wahl zwischen verschiedensten Reisen und sonstigen Aktivitäten zu erschwinglichen Preisen.