Bilder zum Bericht

Der Dom: Die Kuppel wurde im 2. Weltkrieg zerstrt, wie so vieles in Berlin. Spter wurde sie aber wieder rekonstruiert.

Das Brandenburger Tor - das Berliner Wahrzeichen schlechthin.

Das Olympiastadion - Ein geschichtstrchtiger Ort bei dem nicht nur whrend der WM eine tolle Stimmung herrschte. Auch bei Spielen der Herta oder bei Konzerten knnen bis zu 74'000 Leute darin Platz finden (Sitzpltze).

Whrend der WM fanden sich bis zu 1 Million Leute auf der Fanmeile auf der Strasse des 17. Juni ein, um die Spiele gemeinsam zu verfolgen.

Die Berliner Mauer

Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

05/06 SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Der Gesamteindruck ist sehr positiv. Berlin ist als Erasmus-Ort ohne Zweifel sehr empfehlenswert. Die Stadt ist unglaublich vielseitig und interessant. Langweilig wird einem bestimmt nie. Ausserdem ist alles sehr viel preiswerter als in Zürich.

Vorbereitung

Nachdem ich mich für das Erasmussemester angemeldet habe, habe ich nichts mehr von meinem Fachkoordinator gehört und deshalb die Vorbereitung selber in die Hand genommen. Dabei habe ich mich mit einer anderen Studentin, die bereits ein Erasmussemester absolviert hat, in Verbindung gesetzt. Wer ein Praxisseminar besuchen möchte, sollte sich frühzeitig darum bemühen. Für die meisten anderen Publizistik- und Wirtschafts-Kurse kann man sich vor Ort anmelden.

Ankunft

Die ersten Tage waren ziemlich anstrengend bis alle administrativen und offiziellen Dinge erledigt waren: Einschreiben für die Uni, Anmelden des Wohnsitzes beim Bürgeramt, Kontoeröffnung, Bezahlen des Semestertickets, Krankenkassennachweis etc. Vorallem wenn man sich in der Stadt noch nicht auskennt und nicht genau weiss wo welches Büro und Amt ist und wie man dahin kommt, kann das relativ mühsam sein. Die Einführungstage für die Erasmusstudenten in der Woche vor dem Vorlesungsbeginn waren dann aber hilfreich und gut organisiert. Der grösste Pluspunkt dieser Informationstage ist, dass man andere Erasmusstudenten kennenlernt.

Zimmersuche
Wohnen

Ich konnte die Wohnung eines Studenten übernehmen, der dieses Semester an der Universität Zürich studierte. Allgemein aber ist es in Berlin vergleichsweise nicht so schwer eine Wohnung zu finden. Im internet gibt es verschiedene Zimmer-Vermittlungs-Seiten.  Allerdings ist es nicht ganz einfach von der Schweiz aus ein Zimmer zufinden. In der Regel möchten die anderen Studenten den möglichen Mitbewohner zuerst persönlich kennenlernen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich wenn möglich ein paar Tage in Berlin Zeit nehmen um sich Zimmer anzuschauen. Temporäre Unterkünfte gibt es einerseits in Jugendherbergen oder auch in ZImmern, die nur für einige Wochen untervermietet werden. Diese sind in der Regel einfacher auch von der Schweiz aus zu bekommen, da die Vermieter sehr daran interessiert sind, die ZImmer nicht leer stehen zulassen.

Die Distanzen innerhalb der Stadt sind sehr gross und man ist sehr schnell eine Stunde unterwegs um an einen bestimmten Ort zu gelangen. Wichtig ist deshalb, dass man sich vorher überlegt, in welchem Bezirk man wohnen will. Sehr beliebt sind vorallem Prenzlauerberg, Friedrichshain oder Mitte. Die Studentenheime, in welche Erasmusstudenten einquartiert werden, sind zwar nahe bei der Freien Universität aber relativ weit ausserhalb der Stadt gelegen und deshalb nur bedingt empfehlenswert. Wer sich viel in der Stadt aufhalten will und plant auszugehen, der sollte besser nach einem anderen Quartier umsehen. Tendenziell ist im Osten mehr los als im Westen. Der Westen ist ruhiger und eher familiär. im Osten sind die Leute jünger, es gibt mehr Bars und Kneipen und viele interessante kleinere Läden.

Preislich sind die Bezirke unterschiedlich. Vorallem Mitte und Prenzlauerberg sind eher teurer weil beliebt und relativ zentral. Allerdings sind Wohnungen und Zimmer generell billiger als in der Schweiz.

Universität

Publizistik ist leider nicht auf dem Hauptcampus untergebracht, sonder in Lankwitz. Dort wird es relativ deutlich, dass die Stadt Berlin zurzeit nicht gerade im Geld schwimmt. Der Zustand der Gebäude ist nicht allzu gut. Die fachlichen Schwerpunkte sind etwas unterschiedlich gesetzt als in Zürich. So war es zumindest dieses Semester noch möglich, Kurse über Lobbying und Rethorik zu belegen. Die zuständige Professorin ist allerdings während dem Semester erkrankt. Möglicherweise wird der Lehrstuhl nicht ersetzt. Es mangelt an Geld. Sehr positiv dagegen ist die Verbindung von Wissenschaft und Praxis, die insbesondere im Angebot von sogenannten Praxisseminaren deutlich wird.

Die Wirtschaftswissenschaften sind in der Nähe des Hauptgebäudes untergebracht. Vorallem das Marketingdepartment ist sehr gross. Prüfungen finden Ende Juli bis Mitte August statt und damit später als bei den Meisten anderen Fächern. Auch wenn vom örtlichen Erasmusbüro behauptet wird, dass nur Hauptfächler Prüfungen in Wirtschaftswissenschaften ablegen können, ist es definitiv nicht so. Auch wer Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach studiert, kann Prüfungen ablegen. Man sollte dies direkt mit dem zuständigen Professor besprechen. In der Regel wird dann der Prüfungsschein entweder direkt vor Ort ausgehändigt oder in die Schweiz geschickt.

Leben/Freizeit

Die interessante und bewegte Geschichte der Stadt ist spürbar und omnipräsent. Darüberhinaus bietet die Stadt extrem viel an Kultur, Sport und Ausgehmöglichkeiten. Sie lebt von Kontrasten und einem riesigen Angebot an allem. Selbst wer längere Zeit in der Stadt lebt wird immer wieder neues entdecken. Aus universitärer Sicht ist vorallem interessant, dass die verschiedenen Universitäten der Stadt (inkl. Potsdam) zu einem Verbund zusammengeschlossen sind, was jedem Studenten ermöglicht auch an anderen Universitäten Kurse zu belegen. Ausflüge an die Ostsee oder nach Polen bieten sich an. Allerdings ist es ohne weiteres auch möglich, das ganze Semester in Berlin zuverbringen, ohne auch nur ein Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen.