Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

05/06 SS

Universität

AT-WIEN64
Wien - Medizinische Universität Wien

Studienfach

Humanmedizin (4000)

Gesamteindruck

Die Zeit in Wien hat sich wirklich gelohnt. Einerseits natürlich die Stadt mit ihren vielen Angeboten, dann aber natürlich auch bgl. Medizin. Im Prinzip hatte ich das Glück, bereits einige Monate Erfahrungen als UHU zu sammeln.

Vorbereitung

Es lohnt sich, wenn man sich im Vorfeld Gedanken darüber macht, welche Kurse und Praktika man in Wien belegen will. Hilfe und Ideen findet man auf dem Internet. Die Anmeldung läuft dann über Hr. Salemi und Fr. Baier, so dass man dafür keine Zeit aufzuwenden braucht. Die Vorlesungen kann man sehr gut vor Ort über die jeweiligen Schaukästen der einzelnen Abteilungen und Sekretariate organisieren. Eine Ausnahme davon ist der Notfall, für deren Kurse man sich am besten frühzeitig per Internet anmeldet, da der Andrang sehr gross ist und die Plätze limitiert sind.

Etwas mühsamer ist die Zimmer-/Wohnungssuche. Im Internet findet man viele verfügbare Zimmer. Leider erwarten die Vermieter jedoch, dass man dort vorbeigeht und das ist nun einmal fast unmöglich. Vorteil wäre natürlich, dass man bei Bekannten oder über Bekannte an ein Zimmer kommt. Ich hatte dieses Glück nicht, deshalb musste ich mich in den Studentenwohnheimen einquartieren. Anmelden kann man sich auch übers Internet, also sehr einfach. Nachteile sind, dass sie relativ teuer sind bzw. das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt und dass sie z.T. weit (45 Min) vom AKH entfernt liegen.  Andererseits lernt man dort viele andere Studenten kennen, so dass man seine Sprachkenntnisse vertiefen und ausbauen kann.

Ankunft

Herr Salemi und Frau Baier betreuen die ausländischen Medizinstudenten und sie nehmen sich auch viel Zeit und sind sehr nett. Ich hatte viel Glück mit den Kurszuteilungen und sie waren auch sehr hilfsbereit und flexibel, als ich kurzfristig vor Ort noch einen zusätzlichen Kurs belegen wollte. Mit dem offiziellen Erasmus Büro hatte ich keinen Kontakt.

Universität

Das AKH gilt als das grösste Spital (in einem Gebäude)  Europas. Und so fühlt man sich auch: klein und verloren. Aber nach einiger Zeit findet man sich doch zurecht. Viel Zeit und Geduld muss man für die Wartezeiten auf die Lifte mitbringen (mit dem weissen Kittel gehts manchmal rascher, da man mit den Bettentransporten mitfahren kann).

Falls man sich für die Vorlesungen interessiert: Das Angebot ist riesig und für jeden Geschmack gibt's etwas zu finden. Jedoch sollte man seine Ansprüche nicht zu hoch setzen: Professoren kommen gerne zu spät und die Qualität ist unterschiedlich (aber das ist man sich ja aus Zürich gewohnt). Glücklicherweise gibt es löbliche Ausnahmen.

Die Intensivpraktika lohnen sich, falls man sich fürs Thema interessiert. Im Prinzip handelt es sich dabei um UHU-Stellen mit viel Gelegenheit zum praktischen Ueben (Blut abnehmen,...).Die Qualität der Kurse ist unterschiedlich und zum Glück dauern sie nicht lange.

Leben/Freizeit

Wien bietet kulturell sehr viel: Theater, Konzerte, Museen etc. Sportlich ebenso: Byke, Jogging, lediglich für Schwimmbegeisterte sind normale Schwimmbecken eine Rarität (ich habe zumindest keines gefunden bzw. es aufgrund der Alternativen aufgegeben zu suchen). Abends ist einiges los und es gibt sehr viele Möglichkeiten für gutes und für Schweizer Verhältnisse preiswertes Essen. Die Menschen sind freundlich und Anschluss findet man sehr schnell.