Erfahrungsberichte

zur Übersicht

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

05/06 SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Philosophie (7160)

Gesamteindruck

Obwohl sich meine Erwartungen bezüglich der Universität nicht voll und ganz erfüllten, fällt mein Gesamteindruck positiv aus. Das Leben in einer fremden Stadt und die Gepflogenheiten an deren Universität kennenzulernen, empfinde ich als sehr wertvolle Erfahrungen. Da ich nur einen einsemestrigen Austausch gemacht habe, bin ich sehr froh, dass ich im deutschsprachigen Berlin war. In Anbetracht der Tatsache, wie schnell das Semester vergangen ist, wäre es kaum möglich gewesen, eine neue Sprache zu lernen und gleichzeitig dem Studium hinreichend Aufmerksamkeit zu schenken.

Vorbereitung

Ich habe mich bereits früh um die für mich relevanten Vorlesungsverzeichnisse gekümmert, um einen Stundenplan zusammenstellen zu können. Ich bedaure dabei, dass ich mich nur thematisch orientiert habe, da ich letztlich aufgrund Unzufriedenheit mit den Dozenten einige Veranstaltungen wieder fallen liess. Im Nachhinein würde ich den Fachverein kontaktieren, welche Dozenten meinen Bedürfnissen entsprechen könnten oder mit der Stundenplanplanung zuwarten, um vor Ort noch Abklärungen über die Dozenten zu treffen.Des Weiteren habe ich mich neben der Wohnungssuche auch bereits vorgängig mit Berlin als Stadt beschäftigt und Reiseführer, etc. gelesen.Zudem habe ich mich genau darüber informiert, welche formale Pflichten es nach meiner Ankunft zu erfüllen gibt und wo dies zu tun ist.

Ankunft

Ich kam kurz vor meinem Einschreibetermin an und habe sogleich einen Vormittag für die amtliche Registrierung (ziemlich lange Wartezeiten) und den nächsten für die Immatrikulation verwendet, was insgesamt ein ziemlich unkompliziertes Verfahren war. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, schon im Vornherein abzuklären, was man genau nach der Ankunft für formale Pflichten zu erledigen hat.Die Zeit bis zum Semesterbeginn habe ich dann mit Vorbereitung auf meine Kurse, Erkundungstouren durch die Stadt und Knüpfen erster Kontakte, insbesondere im Zusammenhang von den Erasmus-Veranstaltungen, verbracht.

Zimmersuche
Wohnen

Ich habe mich ca. ab Mitte Januar übers Internet (www.studentenwg.de) um eine Wohnung bemüht und im frühen Februar auch tatsächlich was gefunden. Das Risiko, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen, ohne die zukünftigen Mitbewohner jemals gesehen zu haben, hat sich in meinem Fall gelohnt. Wer sich davor scheut, hat in Berlin auch durchaus die Chance erst nach der Ankunft eine Wohnung zu finden und solange in einer Jugendherberge zu wohnen, muss aber womöglich Abstriche bezüglich Lage oder Preis machen.Meine Wohnung lag an der Kuglerstrasse 3 im Prenzlauer Berg, den ich allgemein mit bestem Gewissen als hervorragende Wohnlage weiterempfehlen kann.

Universität

Mein Hauptziel war es, das riesiege Veranstaltungsangebot des Philosophischen Seminars zu nutzen, um mich auf die nun anstehende Lizentiatsarbeit vorzubereiten. Leider stellte sich heraus, dass die beiden Veranstaltungen, die dieses Bedürfnis thematisch zu bedienen schienen, im einen Fall von einem derart schlechten Dozenten geleitet wurde, dass nicht an einen weiteren Besuch zu denken war nachdem ich mein bereits im Vornherein vereinbartes Referat gehalten hatte, und im anderen Fall thematisch anders ausfielen, als angekündigt war. Meine Liz-Vorbereitung musste ich daher in Eigenregie betreiben.Mehr Glück hatte ich in der Germanistik, wo ich noch eine aktive Mitarbeit in der Linguistik offen hatte, welche ich in einem sehr guten Seminar dann auch erbrachte.Allgemein war die Einführung durch das Erasmus-Team gut und hilfreich. Die Orientierung an der Universität fiel mir sehr leicht. 

Leben/Freizeit

Berlin ist im Sommer wunderbar und ich weiss nicht, was man in der Hülle und Fülle der Freizeitangebote speziell herausheben sollte. Zu Beginn des Semesters habe ich mich zweimal an Erasmus-Aktivitäten beteiligt, wo ich dann auch die Leute kennengelernt habe, mit denen ich die meiste Zeit verbracht habe. Ausserdem hatte ich wie angetönt viel Glück mit meinen Mitbewohnern und habe durch sie und deren Bekannte auch einige Berliner näher kennengelernt.