Erfahrungsberichte

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Wer

faleena.22[at]hotmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

16/17 SS

Universität

CA-
Québec - Université Laval

Studienfach

Philosophie (7160)

Gesamteindruck

Ich kam in der kältesten Jahreszeit in Québec an: im Januar. Aber ich fand dies eine herrliche Erfahrung: die Uni bot viele Wintersport-Aktivitäten an wie Langlauf oder Schlittschuhlaufen. Québec ist eine sehr schöne, ziemlich europäische und winterliche Stadt: zum Beispiel das Karneval-Fest dauert dort 3 Wochen und verwandelt die Stadt in ein riesen Festareal. Mein Gesamteindruck von Québec ist, dass alle Menschen sehr freundlich sind, ihnen aber die französische Sprache sehr wichtig ist. Englisch sprechen ist dort keine gute Idee :). Die Universität selbst ist riesig: es gibt viele internationale Studenten und die Uni bemüht sich um das Wohl der Studenten. 

Vorbereitung

Ich denke, dass die grösste Vorbereitung für die Bewerbung für ein Austauschsemester benötigt wird. Wurde man mal nominiert, geht alles schneller. Für ein Austauschsemester braucht man kein Study-Permit für Kanada und kann ganz einfach ein ETA (elektronisches Visum) beantragen für 7 Dollar. Das Learning Agreement wird nur mit den Koordinatoren von Zürich besprochen und unterschrieben. Wenn man in Kanada an der Uni ankommt, trifft man sich dann persönlich mit dem Studienkoordinator, um die Kurse zu buchen. Man hat dann auch eine ganze Woche Zeit, die Kurse zu erproben und die Möglichkeit, zu wechseln. Es wäre eine gute Idee zu checken, ob man genug warme Kleidung hat für das Frühjahrssemester. Ansonsten kann man aber auch günstiger gute Winterkleidung in Kanada kaufen. Man sollte bedenken, dass der Schnee bis April/Mai zu sehen ist! 

Ankunft

Wie schon gesagt, war es eiskalt, als ich ankam. Ich bin nach Montréal geflogen und habe von dort einen Bus nach Québec genommen (Orléans Express). Es gibt aber auch Flüge nach Québec. In der ersten Woche gibt es verschiedene Vorträge und Workshops für internationale Studenten. Auch eine Campustour wird angeboten, was für die Orientierung hilft und man lernt noch andere Studenten kennen :). Wenn man ankommt, muss man auch an einer obligatorischen Informationsveranstaltung teilnehmen und zum Registrierungsbüro gehen. 

Zimmersuche
Wohnen

Die Uni bietet Zimmer auf dem Campus an. Man muss dafür ein Dokument ausfüllen, um ein Zimmer zu reservieren (auf der Uni-Homepage findbar). Ich empfehle, sich früh anzumelden! Es ist sehr praktisch, auf dem Campus zu leben, da alle meine Freunde in der Residenz wohnten und alle sozialen Aktivitäten der Uni einfach erreichbar sind. Auch für die Vorlesungen ist das sehr praktisch und es hat 3 grosse Einkaufscenter ganz in der Nähe. 

Universität

Ich muss zugeben, dass mir das kanadische Studiensystem besser gefallen hat als das europäische. An der Uni Laval hat man über das ganze Semester verteilt Prüfungen und Arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass ich viel mehr gelernt habe und mehr behalten kann im Kopf. Ausserdem erscheint der Kontakt mit den Professoren viel näher und persönlicher. Die kanadischen Studenten zögern nicht, Fragen zu stellen oder Kritik zu erteilen. Dies macht das Studium spannender und anregender! Man muss sich aber bewusst sein, dass man das ganze Semester dran bleiben muss und nicht alles bis ams Semesterende aufschieben kann. Ausserdem kann es auch ein wenig schwer sein, das Französisch zu verstehen und oft hatten meine Professoren  keine Power-Point-Folien. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber ans Französisch.

Leben/Freizeit

Die Uni bietet viele Aktivitäten an. Es gibt zum Beispiel das bureau de la vie étudiante, das jeden Monat Exkursionen wie Schlittenhundfahren etc. anbot. Ansonsten gibt es das PEPS, wo man alle Arten von Sport machen kann (man muss aber einzeln zahlen und sich am Anfang anmelden). Jeden Mittwoch gab es Improvisationstheater, wo zwei Mannschaften gegeneinander antraten. Dies war immer sehr lustig und auch gut, um das Französisch zu üben.