Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

16/17 SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck von Berlin ist sehr positiv.

Ich habe während meines Auslandaufenthaltes auch ein Praktikum in einem grossen Medienunternehmen gemacht und hatte somit einen Eindruck vom akademischen wie auch dem beruflichen Leben. Die FU konnte mir einen ganz neuen Blick auf das Fach vermitteln. Es herrscht eine ausgeprägte Diskussionskultur an der Universität, was mir sehr gefallen hat. Das Berufsleben in Berlin unterscheidet sich kulturell sehr von der Schweiz. Die Leute sind direkt und aufgeschlossen; das kann in gewissen Situationen positiv, in anderen negativ sein. Kulturell hat die Stadt unglaublich viel zu bieten. Es wird einem nie langweilig. Man wird auch viel selbstständiger und kann vieles alleine unternehmen, denn überall lernt man Leute kennen. Insgesamt würde ich diese Erfahrung keinesfalls missen wollen.

Vorbereitung

Da ich im Bachelor bereits ein Austauschsemester absolviert hatte, wusste ich bereits, welche Massnahmen auf mich zu kommen. Ich hatte keine Probleme mit dem Einreichen der verschiedenen Dokumente. Ausserdem konnte ich das Semester an meiner Wunsch-Uni absolvieren. Von der UZH wurde ich gut informiert und auch bei Missverständnissen resultierten keine Probleme.

Ankunft

Die Anfahrt war kein Problem, da Berlin wirklich gut erschlossen ist. Ich hatte das Glück, dass meine Familie zu der Zeit gerade meine Oma in Thüringen besuchen wollte. Bis dort fuhr ich also mit dem Auto. Danach habe ich einen Zug genommen. Die Zugverbindungen sind sehr schnell; man sollte allerdings darauf achten, dass man Zugtickets frühzeitig kauft. Diese sind teurer, je kurzfristiger man diese kaufen möchte. Dasselbe gilt für Flugtickets. Für Personen, die vor haben, viel mit dem Zug zu reisen, lohnt sich womöglich eine Bahncard (25 oder 50). Ich hatte keine Bahncard, da im Semestertickt der FU das ÖV-Ticket für ganz Berlin inbegriffen ist. Weitere Möglichkeiten zu reisen, sind Flixbus und Mitfahrgelegenheit. Beides ziemlich günstig, dauert aber womöglich um einiges länger.

Zimmersuche
Wohnen

Ich hatte eine eigene Wohnung. Diese habe ich über das Internet gemietet. Im Nachhinein würde ich aber eher in eine WG ziehen, denn so hat man viel leichter Anschluss. Da ich 100% gearbeitet und nebenbei studiert habe, war es schwer, Leute kennenzulernen. Darum: besser in eine WG ziehen! Es gibt ganz viele Seiten, die WG-Zimmer offerieren. Ausserdem bietet die Universität Zimmer in Studentenwohnheimen an. Für Schweizer sind die Mieten in Ordnung; auf jeden Fall billiger als bei uns. :-)

Universität

Ich habe nur zwei Seminare an der FU besucht. Beide haben mir aber sehr gut gefallen. Eines war inhaltlich sehr auf Geschichte ausgelegt. Wir analysierten Filme aus der Nachkriegszeit und diskutierten dann darüber. Im zweiten ging es um data driven communications, wo wir unter anderem auch ein Unternehmen besuchen konnten. Insgesamt wird viel Wert auf ergiebige Diskussionen gelegt. Die Einheimischen haben auch keinerlei Probleme, sich auszudrücken. Dadurch wurde immer sehr viel diskutiert. Mir persönlich hat das sehr gefallen.

Was auffiel, ist, dass die Ausstattung (Technik, Stühle, Tische, etc.) an der FU nicht mit jener an der UZH zu vergleichen ist. In dieser Hinsicht sind wir in der Schweiz wirklich privilegiert.

Leben/Freizeit

Es gibt so viel zu sehen, zu hören, zu entdecken! Die Stadt schläft nie und bietet alles. Jeder Wunsch wird erfüllt; unter anderem auch, weil die Stadt so multikulturell ist. Die vielen kulturellen Angebote sollte man auf jeden Fall ausnutzen. Es gibt zum Beispiel viele Ausstellungen, die gratis sind. Oder, durch die Vielzahl an Universitäten in der Stadt, auch zahlreiche Podiumsdiskussionen, die man besuchen kann. Die Stadt begeistert durch ihr Angebot; das ist nicht abzustreiten.