Erfahrungsberichte

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Wer

beniberger[at]outlook.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

16/17 WS

Universität

CA-
Victoria - University of Victoria

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

 EIn Austauschsemester zu absolvieren war eine meiner besten Entscheidungen. Durch dieses Erlebnis konnte ich mich nicht nur sprachlich verbessern, sondern habe auch viele interessante Leute kennengelernt. Auch wenn es zu Beginn den Anschein hat, dass der administrative Aufwand zu hoch oder nicht wirklich klar ist, sollte man den Kopf nicht hängen lassen, denn am Ende lohnt es sich.

Vorbereitung

Wenn man bereits weiss, dass man an irgendeine englischsprachige Universität gehen möchte, sollte man als allererstes schauen ob man schon einen TOEFL Test oder ähnliches in der Tasche hat. Wenn nicht, muss man unbedingt in den Unterlagen der Universitäten, die man in der eigenen Auswahl hat kontrollieren, wie viele TOEFL Punkte sie jeweils verlangen.Wenn man zu spät mit dem TOEFL Test dran ist, macht euch keine Sorgen! Man kann die Testergebnisse auch nach dem Einreichungsdatum der Unterlagen für den Austausch nachreichen. Bis wann etc. sollte man mit der OEC Mobility oder der jeweiligen Stelle abklären.

Das Mühsamste jedoch ist das Zusammentragen der relevanten Dokumente und Ausfüllen der Unterlagen, da man dies für jede Uni wieder von neuem tun muss (Dies gilt nur für weltweite Abkommen, aber nicht unbedingt für das Swiss-European Mobility Programme). 

Ich empfehle euch an die jeweiligen Orientierungsveranstaltungen zu gehen, da man dort doch noch die eine oder andere Frage    klären kann.

Ankunft

Bevor das Semester in Victoria startete habe ich zwei Nächte in einem Hostel in Vancouver mit einem Mistudenten verbracht. Andere Studenten waren bereits seit einigen Tagen in Victoria. Ich hatte das Glück in einem Cluster wohnen zu können, also musste ich in Victoria selbst kein Hostel suchen, sondern konnte einige Tage vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn bereits in die Wohnung einziehen.

Zimmersuche
Wohnen

Wie bereits erwähnt wohnte ich in einem sogenannten Cluste. Es war eine Wohnung, die man auf dem Campus zuviert teilte. Jeder hatte ein eigenes Zimmer und man teilte zwei Badzimmer, Küche Essbereich und eine Art Lounge. EIn grosser Vorteil war, dass man nur einige Minuten in die Vorlesungen zu Fuss hatte. Die Möglichkeit in der eigenen Wohnung zu kochen war auch sehr wichtig, da das Cafeteria-Essen eher mässig war. Das was mir dort schmeckte waren nur die Wraps und Burgers... Dann ist man schon froh, wenn man ab und zu  dann etwas halbwegs gesundes zuhause kochen kann.

Die Umgebung im Allgemeinen ist sehr gut. DIe Clusterwohnungen sind wie ein eigenes Dörfchen auf dem Uni-Gelände. Man hat einen Wald in der Nähe und man sollte nicht erstaunt sein, wenn man am frühen morgen aus dem Haus kommt und von einem Reh begrüsst wird. 

Universität

Das Lernen war komplett anders aufgebaut, als an der UZH. Hier legte man mehr Wert auf Arbeiten, Präsentationen und Mitmachen. Es gab neben den Assignments auch MIdterms, sodass die Final Exam nur noch zwischen 30-50% der Schlussnote ausmachte.

Deshalb musste man shcon von anfang an mehr machen, als an der UZH, dies gefiel mir jedoch viel besser, als es an der UZH gehandhabt wird. 

Ich habe  folgende Fächer besucht:

Canadian Business Environment

Hier wurden BWL Themen in einem kanadischen KOntext durchgenommen. Ich kann dieses Fach empfehlen. Es wurde sehr viel Wert auf  Diskussionen und das Mitmachen gelegt. Der Professor (Anir) ist sehr engagiert und da dieses Fach NUR für Exchange students angeboten wird kann man dank diesem Fach viele Leute kennenlernen, die man vielleicht schon an den Orientierungstagen gesehen hat.

Corporate Relations and Responsibilities

 DIeses Fach kann ich nicht empfehlen. Man merkte regelrecht dass die Professorin dieses Fach nicht sehr gern leitete und die Themen selbst waren sehr trocken. Es ging in diesem Fach grösstenteils um ethische und unethische Entscheidungen von Unternehmen und von welchen Perspektiven man diese bewerten kann.

Management Accounting II

Ein sehr engagierter Professor (Chris) leitete diesen Kurs und es war sehr spannend. Es sit um einiges anspruchsvoller, als Managerial Accounting an der UZH, da man hier eine ganze Bandbreite an Rechentools lernt. Zudem hatte ich das Gefühl, dass dieses Fach nur von Leuten besucht wurde, die sehr sicher Accounting in der Zukunft machen wollten. Deshalb war wahrscheinlich das Niveau viel anspruchsvoller, als bei den anderen Fächern.

International Business

Auch hier war der Professor (Doug) sehr gut. Er hatte die Vorlesung wie an der UZH gestaltet, wo er die meiste Zeit redete. Jedoch war er sehr versiert, die Themen spannend rüberzubringen und mit vielen meist humorvollen Beispielen zu unterlegen. In diesem Fach gab es keine Prüfungen, aber dafür drei grosse Assignments.

Leben/Freizeit

Dank dem Leben in den Clustern war man immer mitten im Geschehen. Jedes Wochenende versammelte man sich hier, um zu trinken um danach direkt nach Downtown in die Clubs zu gehen. Downtown Victoria hat einige Bars und CLubs zu bieten. Es gibt auch sehr viele Restaurants für jede Geschmacksrichtung. 

Vancouver island, wo sich Victoria befindet ist reich an schönen Hiking Möglichkeiten. Ich empfehle euch sehr diese auch zu nutzen, solange es nicht allzu kalt ist. Es lohnt sich auch für ein verlängertes Wochenende nach Vancouver oder Seattle zu gehen.

Das Gym an der Uni hat auch viel zu bieten. Neben den Fintessmöglichkeiten gibt es auch ein paar Squashfelder, die gratis genutzt werden können, wenn man Schläger hat. Es gibt auch Basketballfelder (Indoor) und einen Schwimmbereich.