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Erfahrungsberichte

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Wer

nadia-schneider[at]live.com

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

16/17 WS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Geschichte (Allgemeine) (7600)

Gesamteindruck

Nach diesem Jahr habe ich mich als Teil der Stadt, der Uni und eines sozialen Umfeldes gefühlt. Ich bedaure, dass ich im Bachelor nicht auch schon eine solche Erfahrung in Betracht gezogen habe. Im Moment fühlt es sich so an, als hätte ich ein zweites Zuhause gefunden, in das ich ganz bald zurückkehren werde. Die Möglichkeit, über das Erasmusprogramm ins Ausland zu gehen, ist ein grosses Privileg, das man nutzen sollte.

Vorbereitung

Nach dem ganzen Papierkram, der zugegeben etwas einschüchternd war, habe ich mich dann doch auf meinen Auslandaufenthalt gefreut. Ich war froh, schon einige Wochen vor Unibeginn in Berlin angekommen zu sein, um langsam in die Stadt eintauchen zu können und mir eine nette WG zu suchen.

Ankunft

Witzige Frage... Ich erinnere mich, dass mir direkt ein Teenager am Alexanderplatz seine Hilfe zum Koffer schleppen angeboten hat. Dieser positive Eindruck ist Beispiel für die warme und offene Begrüssung, die mir Berlin geboten hat. Trotz des schlechten Wetters und dem Umstand, dass ich noch niemanden kannte und noch keine Uni hatte, boten sich rasch zahlreiche Gelegenheiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Zimmersuche
Wohnen

Nachdem ich mir auf dem Flohmi ein Fahrrad erstanden hatte, fuhr ich von Kiez zu Kiez und schaute mir die jeweiligen Teile der Stadt gut an. Darüber war ich den Rest meines Aufenthaltes immer wieder froh. Nach meinem Start in einem 7-Personen-Airbnb (inkl. 2 Katzen) hatte ich mich für eine WG im Osten der Stadt entschieden. Die vielen Webseiten bieten ausreichend Angebote. Ausserdem hört man schnell hier und da, dass was frei wird.

Universität

Einführungsveranstaltungen, Sprachkurse, Hochschulsport - das Angebot ist riesig. Ich habe mich dabei an meinen ersten Unitag in Zürich zurückerinnert, wo uns erklärt worden war, dass Uni nur das ist, was man daraus macht. Grössere Uni, grösseres Angebot - so fand ich schnell super interessante Kurse, stellte mir Windsurfkurse auf Rügen und im Wassersportzentrum der HU zusammen, meldete mich für einen Italienischkurs an und suchte mir einen Nebenjob als Studentische Hilfskraft in der Uni. Die Strukturen sind alt und sehr langsam, aber es tut sich was. Aber Achtung! Wenn man einmal Geld auf ein falsches Konto überweist, dauert es sehr sehr lange bis es wieder zu einem zurückkehrt...

Leben/Freizeit

Ausserhalb der Uni findet man tausende Dinge, die man tun könnte - und auch tut. Urban gardening, Theater, See, Dachterrassen, Parks, Standup-Paddeln auf der Spree, Kaffee trinken mit Freunden, tanzen am Landwehrkanal, Sonntag-morgen-früh-tanzen-im-Club, die unzähligen Restaurants, Lesebühnen, Photoshopkurse, Demos, Poetry-slam, Flohmi oder einfach nur nichts-tun: Wer sucht, der findet. Und wer gerade keine Idee hat, findet auf einer der zahlreichen Berlin-Seiten im Internet.