Erfahrungsberichte

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Wer

sebastian.pinegger[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

16/17 SS

Universität

AT-WIEN02
Wien - Technische Universität Wien

Studienfach

Informatik (3030)

Gesamteindruck

Der Aufenthalt in Wien und an der TU Wien war eine Bereicherung. Die offene Art von den Leuten an der TU Wien sowie der vielen Austauschstudenten in Wien haben den akademischen Ausflug lebenswert gemacht, ganz abgesehen von den vielen kulturellen Höhepunkten in Wien. Die Nähe zu Osteuropa ermöglichten einige Ausflüge in die angrenzenden Länder.

Vorbereitung

Im Vorfeld musste das Learning Agreement unterschrieben und die Wohnung in Zürich untervermietet werden. Ohne vor Ort zu sein und zu wissen wie der Hase läuft, ist es eher schwer die Vorlesungen auszusuchen. Für die vier Monate habe ich mir noch eine zusätzliche Reiseversicherung zugelegt, was sich schnell als wertvoll herausgestellt hat. Das Semester in Wien fängt mit dem ersten März an und endet ende Juni. Der späte Anfang bat mir die Möglichkeit im Vorfeld mich in Wien zurecht zu finden.

Ankunft

Ich habe den Bus über München nach Wien genommen und die ersten paar Tage in einem Hostel in Wien verbracht. An der Universität gab es gleich in der ersten Woche eine Informationsveranstaltung, bei der man über alle Formalitäten aufgeklärt wurde. Anschliessend an der Informationsveranstaltung wurde von dem lokalen ESN durch das Gelände geführt und man konnte erste Bekanntschaften knüpfen.

Zimmersuche
Wohnen

In Wien selber, habe ich die erste Woche in einem Hostel verbracht und eine WG gesucht. Innert fünf Tagen hatte ich eine Wohnung gefunden und den Vertrag unterzeichnet. Der Wohnungsmarkt in Wien ist mit dem in Zürich vergleich bar. Wenn man kein Zimmer in einem Studentenheim möchte, muss man sich entweder über Facebook oder die zahlreichen Webseiten finden. Bei meiner zweiten Wohnungsbesichtigung hatte es geklappt.

Universität

Die Technische Universität Wien bietet eine Fülle von Kursen an. Wenn man Fragen hat, kann man direkt auf die Professoren zugehen. Einzig die Sozialen Skill Kurse müssen im Vorfeld abgeklärt werden, weil diese eine beschränkte Anzahl an Teilnehmern haben, was man leider nicht weiss, bevor man den Zugang zu den Buchungstoll hat (die Informationen bekommt man an der Informationsveranstaltung). Zusätzlich werden noch ca. 18 Euro erhoben für die Hochschülerschaft.

Die meisten Vorlesungen sind aus Vorlesung und Übungen kombiniert. So kann man den Stoff gleich vertiefen, in meinem Fall war es zwei Vorlesungen an je 3 ECTS. Die Übungen werden nicht an die Kursleiter abgegeben, sondern am Anfang der Übungsstunde geht ein Blatt durch die Reihen wo man ankreuzt welche Aufgaben man gelöst hat. Der Übungsleiter hat dann für jede Aufgabe jemanden nach vorne geholt und diese musste dann vor der Gruppe gelöst werden. Dies hat zwei Vorteile, man überlegt sich genau was man ankreuzt und zweites kann man an seinen Präsentationsfähigkeiten arbeiten. Ansonsten habe ich mir Projekte organisiert, in den ich in kleinen Gruppen arbeiten konnte. Mein Ziel war es in Kontakt mit anderen Studenten zu kommen. Für die Gruppenarbeit Advanced Software Engineering musst man einen recht happigen vierstündigen Einstiegstest absolvieren. Allgemein war das Niveau was programmieren anbelangt eher hoch. Der dritte Typ an Vorlesung welchen ich besucht habe, ist ein Seminar. Diese beinhaltete das Präsentieren eines Papers sowie das Schreiben eines Reviews.

Das Sekretariat, welches sich um die Austauschstudenten kümmert, war immer hilfsbereit und für ein Pläuderchen zu haben. Neben den Vorlesungen bietet die Technische Universität eine Fülle an Workshops und Vereinigungen an. So wollen sie verstärkt in die Innovation gehen und fördern Programme mit dem Ausland. Karrieremessen waren auch ab und an vorzufinden.

Leben/Freizeit

Wien ist eine unheimlich schöne Stadt. Ich mag diese oft als würdige Weltstadt bezeichnen. Gegen dem Sommer zu haben viele Kaffeehäuser auf den Strassen geöffnet. Angereichert mit einem stetigen Musikprogramm auf den Strassen, wurde einem nie langweilig. Auf der Donauinsel gibt es immer was zu machen. An meinem letzten Wochenende hat das Donauinselfest stattgefunden, eine Art Openair Festival, aber gratis.

Ab und an bin ich aus Wien in die umliegende Landschaft gereist um die Natur zu geniessen. Mit der Zeit fehlen einem die Alpen. Dadurch, dass Wien so nahe an Osteuropa ist, kann man am Wochenende gut eine andere Stadt besuchen und eine andere Perspektive auf Wien bekommen. ESN organisiert hier einige Trips, welche ich von Herzen empfehlen kann, da man einige Freundschaften mit anderen Erasmusstudenten schliesst.