Erfahrungsberichte

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Wer

silvia.acerra[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

16/17 SS

Universität

AT-WIEN01
Wien - Universität Wien

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Wien hat für jeden etwas. Die Stadt ist sehr vielfältig und bietet alles was man sich wünschen kann: Museumstouren, Kaffeekränzchen, in Park relaxen, ins Theater gehen, Opern besuchen und eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten bewundern, usw. Während meines fünfmonatigen Aufenthalts in dieser Stadt, habe ich sowohl im akademischen wie auch im persönlichen Bereich einige interessante Erfahrungen gesammelt, die für mich eine grosse Bereicherung bedeuten. Im pädagogischen Bereich habe ich durch den Universitätssustausch  neue Thematiken und Methoden kennengelernt. Auch in der privaten Sphäre nehme ich ein paar neue Freundschaften und ganz viele tolle Erinnerungen mit!

Vorbereitung

Grosse Vorbereitungen habe ich neben der Wohnungssuche und den administrativen Vorgaben, wie das Bewerbungsschreiben und das Learning Agreement, eigentlich nicht vorgenommen. Das Vorlesungsverzeichnis wie auch der Studienaufbau weisen gegenüber Zürich keine wesentlichen Unterschiede auf, daher habe ich mich schnell zurechtfinden können. Zudem bekommt man am ersten Tag eine ausführliche und nützliche Einführung für Erasmusstudenten. 

Ankunft

Die Ankunft in Wien war sehr angenehm, da mich meine Mitbewohnerin mit dem Auto am Flughafen abgeholt hat. Am Anfang muss man ein paar bürokratische Angelegenheiten erledigen, wie z.B. sich in den ersten drei Tagen beim Magistrat anmelden. Dort erhält man den Meldezettel, den man für das Strassenbahnticket und auch für die Universität braucht. Ansonsten war die erste Woche sehr entspannt, da noch keine Lernveranstaltungen beginnen und man Zeit hat, sich gut einzuleben. Zu empfehlen ist, an den ersten ESN Veranstaltungen teilzunehmen, so kann man schnell neue Leute kennenlernen. 

Zimmersuche
Wohnen

Angefangen mit der Wohnungssuche habe ich bereits im November, aber leider waren noch nicht viele Zimmer im online Angebot, deshalb habe ich erst Ende Dezember weitergesucht. Von einer Freundin, die bereits ein paar Jahre in Wien lebt, habe ich den Tipp bekommen in den ersten zehn Bezirken nach Wohnungen zu suchen, da sie am nächsten beim Zentrum liegen. Ich habe auf verschiedene Portale und auf Facebook recherchiert und viele Anfragen geschickt. Am Ende habe ich ein Zimmer in einer wunderschönen Wohnung im 2. Bezirk mit zwei sehr netten Mitbewohnern gefunden und bekommen. Leider konnte ich die Wohnung nicht persönlich besichtigen, aber wir haben uns per Skype kennengelernt und ich konnte so dennoch die Wohnung sehen. Ich hatte sehr Glück mit der WG, denn wir haben oft zusammen gegessen, gekocht und geplaudert. 

Universität

Das Germanistikinstitut befindet sich im Hauptgebäude, hingegen das Romanistikinstitut ist 10 min. vom Hauptgebäude entfernt, im sogenannten alten AKH ( Allgemeinen Krankenhaus). Im alten AKH befinden sich neben einigen geisterwissenschaftlichen Institutionen auch nette Cafés und Läden. Die Vorlesungen in der Germanistik sind anfangs sehr überfüllt, während des Semesters leert sich der Hörsaal immer mehr. Ich habe eine Vorlesung im Bereich der österreichischen Gegenwartsliteratur besucht, die ich sehr weiterempfehle, wo man auch österreichische Persönlichkeiten/Autoren kennenlernen kann. Allgemein war ich mit den Seminaren und Vorlesungen in der Germanistik zufrieden. Das Seminar in der italienischen Literaturwissenschaft war (leider!) teilweise auf Deutsch gehalten. Am Erasmusinfotag bekommt man eine Liste mit Vorlesungen aus verschiedenen Studiengängen, die sich mit Österreich beschäftigen und dessen Besuch auch zu empfehlen ist. Der Unicampus ist wunderschön, nur das kleine Mensaangebot ist für viele Studenten ein bisschen enttäuschend. Tipp: Die Wirtschaftsuniversität hat im Praterpark einen sehr schönen Campus mit einer leckeren Mensa und die klimatisierte Bibliothek ist in den heissen Tagen sehr begehrt

Leben/Freizeit

Das Kulturangebot in Wien ist riesig: Als Student kann man sich in verschiedenen Theater für 6-10€ Karten ergattern und mit etwas Glück sitzt man sogar in der ersten Reihe. Im Akademietheater hatten wir sogar die Ehre den Bundespräsident Van der Bellen    im Gespräch mit dem Zeit-Chefredaktor zu sehen. Ausserdem gibt es immer wieder die Möglichkeit an kostenlose Museenführungen teilzunehmen. Oft habe ich mich auch im 6. und 7. Bezirk aufgehalten, da es dort viele Cafés, Secondhandläden und nette Boutiques hat. Zudem ist Wien auch sehr gut mit anderen europäischen Städten verbunden, somit kann man für einen Tag nach Bratislava oder für ein Wochenende nach Budapest fahren. Wenn es in Wien zu heiss wird, lohnt es sich ein wenig ins Grüne rauszufahren und eine Abkühlung an einem der zahlreichen Seen zu geniessen. Zu empfehlen sind: Weisser See, Grüner See, Neusiedlersee und die Wachau.