Erfahrungsberichte

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Wer

damian.griffel[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

16/17 SS

Universität

DE-BERLIN13
Berlin - Humboldt-Universität zu Berlin

Studienfach

Philosophie (7160)

Gesamteindruck

Ich kann den Austausch an die Humboldt-Uni ohne Vorbehalte weiterempfehlen! Berlin ist eine tolle Stadt und mit dem Sommersemester habe ich wohl die bessere Jahreshälfte erwischt, da das Wetter meist angenehm warm war.

Vorbereitung

Ich habe mich nicht besonders auf meinen Aufenthalt vorbereitet. Abgesehen natürlich vom administrativen Papierkram, den es im Vorfeld zu erledigen gab (Learning Agreement etc.). Das einzige, was wirklich etwas Zeit beansprucht hat, war die Wohnungssuche.

Ankunft

Ich kam etwa eine Woche vor dem offiziellen Immatrikulationstermin (und etwa zwei Wochen vor dem Beginn der Lehrverstanstaltungen) in Berlin an. Für mich war das ideal, da ich so genügend Zeit hatte, mich einzuleben.

Zimmersuche
Wohnen

Ich habe etwa drei Monate vor meiner Abreise mit der Zimmersuche begonnen. Zunächst versuchte ich, über Bekannte ein Zimmer zu organisieren, leider ohne Erfolg. Danach suchte ich hauptsächlich auf die Online-Plattform wg-gesucht.de. Ich habe ein Gesuch aufgeschaltet und ausserdem auf zahlreiche ausgeschriebene Wohnungen und WG's reagiert. Nach einiger Zeit erhielt ich dann aber mehrere passende Angebote. Da ich es mir nicht einrichten konnte, im Voraus zu einer Besichtigung vorbei zu kommen, führte ich einige Kennenlern-Gespräche via Skype und war schliesslich sogar in der komfortablen Situation, gleich aus drei guten Angeboten auswählen zu können.

Entschieden habe ich mich dann für eine bezahlbare Einzimmerwohnung in Kreuzberg. Die Lage war super: Gleich neben dem «Kreuzberger Wasserfall», nahe Bergmannstrasse und Mehringdamm. An die Uni hatte ich mit der U-Bahn nur grad etwa 20 Minuten von Tür zu Tür und mit dem Fahrrad noch weniger. Leider war die Wohnung nicht sehr gut ausgerüstet (kein Internet, kein Geschirrspüler, keine Waschmaschine), aber für vier Monate war das problemlos auszuhalten.

Auch wenn die Wohnungssuche aufwändig (und frustrierend) sein kann, empfehle ich auf jeden Fall allen, da etwas Zeit zu investieren. Einige Austausch-Studis, die ich kennen gelernt hatte, wohnten im Studentenheim Adlershof (am Stadtrand) und mussten immer fast eine Stunde in die Stadtmitte fahren.

Universität

Das Philosophie-Angebot an der HU ist im Vergleich zur UZH riesig: Es gibt etwas dreimal so viele Lehrstühle und entsprechend ein breiteres Angebot. Grundsätzlich war der Seminarbetrieb ähnlich wie in Zürich. Allgemein schienen mir die Studierenden in Berlin etwas aktiver und die Seminardiskussionen anspruchsvoller, aber das galt auch nicht für alle Seminare, die ich besuchte.

Anders als in Zürich muss (und kann) man sich für die meisten Philo-Veranstaltungen nicht anmelden. Möchte man Punkte erwerben, lässt man sich einfach am Ende der Vorlesungszeit seine Seminarleistung (meist Anwesenheit + Referat/Essay) von den Dozierenden per Unterschrift auf einem Modulbogen bestätigen. Das führt dazu, dass einige Seminare etwas überbevölkert sind, da es halt auch keine Anmeldebeschränkung gibt.

Da ich nicht unbedingt zu den Extrovertiertesten gehöre, fand ich es nicht so leicht, rund um die Lehrveranstaltungen mit anderen Studis Kontakt zu knüpfen. Was ich deshalb sehr empfehlen kann, ist das Sportangebot der Uni. Ich fand das eine super Gelegenheit, mit Leuten ausserhalb der etwas strengen Seminarathmosphäre ins Gespräch zu kommen. Ebenfalls empfehlen kann ich das Sprachenzentrum, wo ich einen Englisch-Kurs besuchte. 

Leben/Freizeit

Da kann ich wohl nicht viel Neues erzählen: In Berlin gibt es Freizeitbeschäftigungen für jeden Geschmack. Sogar für jemanden wie mich, der sich nicht besonders für die berüchtigte Club-Szene interessiert. :)