Bilder zum Bericht

River Torrens

Glenelg Beach

Oval by night

Erfahrungsberichte

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Wer

reto.willi[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

15/16 WS

Universität

AU-
Adelaide - The University of Adelaide

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

Das Austauschsemester an der University of Adelaide wird mir stets in bester Erinnerung bleiben. Nicht nur aufgrund der traditionsreichen Universität, sondern auch dank dem Charme der Kleinstadt Adelaide, welche aufgrund ihrer zahlreichen Kulturveranstaltungen auch den Beinamen „festival city“ trägt. Denn ein Auslandaufenthalt sollte nicht nur zu rein akademischen Zwecken genutzt werden, sondern auch für die Entdeckung von anderen Kulturen, Sprachen und vor allem für neue Freundschaften.

Wer eine internationale Karriere anstrebt, für den ist ein Auslandsemester unumgänglich.

Vorbereitung

Das wichtigste für die Vorbereitung ist frühzeitig zu beginnen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass der Aufwand für den Bewerbungsprozess und die definitive Anmeldung an der Universität in Adelaide grösser ist als vorerst angenommen. Zu Beginn sollte man sich einen Überblick schaffen über die entsprechenden Dokumente und Zeugnisse, welche man für eine Bewerbung benötigt. Ein Augenmerk sollte hier auf die Sprachanforderungen gelegt werden, denn nicht alle Diplome werden anerkannt, so kann es sein, dass man ein zweites Sprachdiplom noch vorher einholen muss.

Die spätere Fächerwahl gestaltet sich sehr einfach und unkompliziert und kann bei Bedarf auch noch vor Ort geändert werden. Ein einziger Wermutstropfen ist das Visum, für welches man um die CHF 400 bezahlen muss, das jedoch auch sehr einfach und schnell zu beantragen ist. Grundsätzlich ist die Betreuung seitens der UZH wie aber auch der Universität Adelaide hervorragend, so helfen beide Parteien gerne und kompetent bei Unklarheiten.

Ankunft

Eine Woche bevor Semesterbeginn, startet die Orientierungswoche. Dieses vermittelt in diversen kurzen Präsentationen das wichtigste über die Universität, deren Anforderungen, allfällige Nachhilfemöglichkeiten, Gebäudeorientierungen und vieles mehr. Das zentralste an dieser Woche ist jedoch, dass man erste Kontakte mit anderen Studenten knüpft und erste Freundschaften schliesst.

Ebenfalls ist es ratsam ein australisches Bankkonto zu eröffnen mit dazugehöriger Deibt/Creditcard. Dazu bieten sämtliche Banken kostenlose Produkte für Studenten an. Des Weiteren würde ich eine australische SIM-Karte kaufen, welche das telefonieren und surfen erheblich vergünstigt und vereinfacht.

Zimmersuche
Wohnen

Bereits während des Bewerbungsprozess werden Broschüren zu möglichen Unterkünften zugeschickt. Dabei entschied ich mich für ein Zimmer im Studentenwohnheim Urbanest. Dies beinhaltet ein eigenes WC mit Dusche und eine Küche mit Wohnzimmer welche mit fünf Mitbewohnern geteilt wird. Der grosse Vorteil von Urbanest ist die perfekte Lage. Ein Fussmarsch zur Universität dauert nicht länger als 10 Minuten. Die grossen Shopping Malls sind ebenfalls in weniger als 10 Minuten zu Fuss erreichbar und das Ausgangsquartier liegt praktisch um die Ecke.

Des Weiteren bietet das Studentenwohnheim zusätzliche Lernplätze, einen grossen Fernsehraum, ein kleiner Fitnessraum, sowie eine grosse Terrasse für gesellige Abende.

Universität

Beim ersten Rundgang fällt vor allem der schöne Campus auf. Die vielen grünen Wiesen laden dann auch zum gemütlichen Lunch im Freien ein.

Die Vorlesungen für Wirtschaftswissenschaften sind meist mit Tutorials kombiniert. Das heisst pro Kurs stehen 2 Lektionen Vorlesungen und eine Lektion Tutorial auf dem Wochenplan. Die Vorlesungen sind vergleichbar mit denen in Zürich, was jedoch nicht für die Übungen(Tutorials) gilt, denn die Aufgaben werden jede Woche eingesammelt, korrigiert und benotet. Deshalb sind die Tutorials auch anwesenheitspflichtig. Zusätzlich müssen auch Gruppenarbeiten und Essays geschrieben werden, welche ebenfalls in die Endnote eingehen.

Grundsätzlich ist der Aufwand etwas weniger als man sich in der Schweiz gewohnt ist. Ebenfalls anders ist der kollegiale Umgang mit den Professoren und Assistenten, welche man durchaus beim Vornamen nennt.

Leben/Freizeit

In der offiziellen ersten Studienwoche stellen sich sämtliche Sport und Adventure Vereine auf dem Campus vor. Dabei hat man die Möglichkeit sich direkt mit den Clubmitgliedern zu unterhalten und Fragen zu stellen. Beliebt ist hierbei vor allem der Alpenclub, welcher regelmässig Wanderungen und Ausflüge ins Freie anbietet.

Selbstverständlich gibt es auch Bademöglichkeiten in Adelaide. Die verschiedenen Strände sind bequem mit dem Bus oder Tram in weniger als 40 Minuten erreichbar, oder man radelt mit dem gratis Velo der Stadt den Torrens River entlang bis man auf die Surfer trifft.

Die vielen kleinen Bars und Pubs sind in ganz Adeladie vertreten. Die meisten offerieren gegen Vorweisen der Studentenkarte eine Vergünstigung oder ein Gratiseintritt, so wird auch das Portemonnaie etwas verschont.