Bilder zum Bericht

Sicht vom Opernhaus

Bondi

Opernhaus

Christmas-Dinner auf dem Rooftop

Erfahrungsberichte

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Wer

daniel.latzka[at]gmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

15/16 WS

Universität

AU-
Sydney - University of Technology Sydney

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck ist schlicht umwerfend gut! Das Austauschsemester war eindeutig eine der besten Zeiten meines Lebens. Australien ist ein grossartiges Land mit einer wunderbar entspannten Kultur, die eigentlich jedem Studenten gefallen dürfte. Ein halbes Jahr kommt einem im Nachhinein viel zu kurz vor. Die vielen internationalen Mitstudenten sowie die Australier selbst sind durchwegs offen und kontaktfreudig. Die Atmosphäre lässt sich meist mit no worries beschreiben. Jede und jeder der die Möglichkeit hat sollte Sydney einen Besuch abstatten.

Vorbereitung

Grundsätzlich muss man nur den Checklisten und Hilfestellungen des internationalen Büros folgen und alles wird glatt gehen. Natürlich ist es hilfreich so früh wie möglich anzufangen um alle benötigten Unterlagen pünktlich zusammenzutragen. Weiterhin darf man nicht unterschätzen, dass auch nach der Bewerbung noch einiges an Büroarbeit ansteht. Ein grosses Lob muss an dieser Stelle allerdings sowohl an die Büros von UZH als auch UTS ausgesprochen werden. Die Kommunkation ist stets geradlinig, schnell und freundlich.

Zusätzlich zu den Dokumenten für die beiden Unis warten allerdings noch viele kleinere und grössere Arbeiten die es zu erledigen gibt. Zu erwähnen sind z.B. Visum, Wohnung, Handyvertrag, allfällige Wiederholungskurse des Militärs, Arbeitsstelle und mehr. 

Ankunft

Bei der Ankuft am Flughafen wird man eventuell erst mal vom australischen Winter überrascht. Es gilt im Juli Pullover und Regenjacke einzupacken. Vom Flughafen zur UTS gibt es einen gratis Shuttlebus, Züge oder Taxis.

Mein Shuttlefahrer wusste nicht genau wo sich das Studentenwohnheim (Yura Mudang) befand, nach einigem Suchen hat es aber doch noch geklappt mit der Ankunft. Im Zweifel einfach mal zum Novotel near Central fahren, von da aus sind es knapp 2 Gehminuten zum Wohnheim.Google maps oder Einheimische sind weitere nützliche Infoquellen.

Generell ab Ankunft einfach auf die Mitarbeiter der UTS zugehen, die sind alle super freundlich und hilfsbereit. Ausserdem ist die erste Woche eine Orientation-Week mit einem breiten Angebot an Infoanlässen. Während dieser Woche schwirren auch überall studentische Hilfskräfte rum, die für jegliche Fragen offen sind. 

Zimmersuche
Wohnen

Da ich das Wohnungsangebot der UTS genutzt habe, kann ich zur Zimmersuche vor Ort nicht viel sagen. Einige meiner Kommilitonen haben sich eine private WG oder ein eigenes Apartment gesucht, preislich liegen diese meist nahe an den Preisen des Studentenwohnheims.

Ich habe im Studentenwohnheim Yura Mudang gelebt und kann es nur jedem empfehlen. Das Angebot reicht von Single-Apartments bis 6er WG. Ich persönlich hatte ein kleines Studio (Single-Apartment) und war äusserst zufrieden damit. 

Unglücklicherweise sind die Studios bei Ankunft komplett frei von Inventar. Problematisch sind vor allem Bettzeug und Toilettenpapier, falls man spät abends ankommt. Obwohl man ein Set mit Kissen, Decke und Bezügen an der Reception kaufen kann, sind diese Packages nicht garantiert. Des weiteren kann man sich im nahen K-mart günstiger damit eindecken. Im Gegensatz zu den WGs fehlen weiterhin jegliche Küchenutensilien von Pfannen bis Teller. Es gibt zwar einen Free-Store im Wohnheim, in dem frühere Bewohner ihr Inventar abgelegt haben, allerdings muss man schon sehr früh dran sein um noch davon zu profitieren.

Das Bad war super, Badewanne gibt es allerdings keine. Die Küche ist ansonsten gut genug für einen Ein-Personen-Haushalt, es fehlt allerdings ein Backofen. Ein grosses Plus ist weiterhin die Putzkraft, welche jede zweite Woche vorbeikommt.

Das Wohnheim bietet eine Waschküche, Computerraum, Musikraum, einige common-areas mit BBQ, einem kleinen Kino, Billardtischen etc. ist also TOP ausgestattet und sehr modern. Generell liegt es direkt neben der Central-Station, also sehr zentral, allerdings etwas weiter von den Beaches entfernt. 

Weiterhin bietet das Housing auch diverse Aktivitäten und Anlässe an denen man vor allem zu Beginn viele Leute trifft und Infos erhält. Am besten ihr folgt einem der vielen social media Kanäle der UTS um auf dem laufenden zu bleiben.

Das beste kommt nun aber zum Schluss. Das hauseigene Rooftop auf Level 21. Dort steigen vor allem zu Beginn des Semesters viele Partys für gesellige Leute die es nicht zu verpassen gilt!

Universität

Die UTS setzt generall auf ein etwas anderes Bewertungs- und Lernsystem als die UZH. In den drei Postgraduate-Fächer die ich gewählt habe:

- Marketing Management

- Managing in International Context

- Managing Culture and Change

gab es jeweils drei Leistungsüberprüfungen welche sich zu einer totalen prozentualen Note zusammensetzen. Z.b. 30% Aufsatz, 30% Gruppenarbeit / Vortrag, 40% Prüfung.

Generell ist das Niveau etwas niedriger als an der UZH. Dies gilt allerdings nicht für den Umfang des Stoffes. Des weiteren führt die oben genannte Dreiteilung dazu, dass man immer wieder etwas beschäftigt ist (allerdings nie zu viel). Oft sind ausserdem die qualitativen Fächer etwas anspruchsvoller als die quantitativen. Deshalb gebe ich euch folgende Tipps für ein relativ stressfreies und erfolgreiches Semester:

1. Wählt mathelastige Fächer. Mit den Vorkenntnissen der UZH werdet ihr hier keinerlei Probleme und eine gute Note haben.

2. Seid euch über die Stärken und Schwächen eurer Teammitglieder im klaren. Internationale Teams bieten ein tolles Umfeld und haben grosses kreatives Potential, allerdings kommen viele Studierende von Unis mit geringerem Niveau, was sich oft in den Kenntnissen und Arbeitsmethoden wiederspiegelt.

Leben/Freizeit

Wow, ich weiss nicht wo ich hier anfangen soll und denke in diesem Punkt werdet ihr das Meiste selber erleben und erfahren. Die UTS selbst bietet schon relativ viele verschiedene Freizeitangebote von Sport (Futsal und Surfen sind besonders empfehlenswert) über soziales und karriereorientiertes bis hin zu witzigen Clubs (Quidditch). Dies ist allerdings ein winziger Bruchteil der Vielfalt von Angeboten Sydneys. Ich habe keinen einzigen Studenten getroffen dem Sydney nicht wahnsinning gefallen hätte. Beginnend bei den Beaches und Pärken, Landschaften und Gebäuden, über die multikulturelle Gesellschaft bis zu den Pubs und Bars gibt es unendlich viel zu entdecken. Tolle Studentengegenden wie Glebe, Hipsterquartiere wie Bondi oder Surry Hills, Bar- und Pubgegenden wie Newtown oder Touristenquartiere wie the Rocks oder Darling Harbour prägen die vielfältige Stadt und bieten unerschöpfliche Möglichkeiten.

Sydney ist weiterhin ein toller Ausgangspunkt um Australien ein bisschen zu bereisen und noch mehr zu entdecken. Nur ein Negativpunkt muss auch erwähnt sein. Ich fand den Ausgang im Vergleich zu Europa nicht überragend, was eventuell auch an den extrem restriktiven Gesetzen liegt. Doch am besten entscheidet ihr selbst was ihr davon haltet :)