Erfahrungsberichte

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Wer

i_love_seeed[at]hotmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

14/15 WS + SS

Universität

CN-
Hong Kong - Chinese University of Hong Kong

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

Hong Kong ist eine interessante Stadt, die gerade für Leute die noch nie wirkliche Grossstädte gesehen haben ziemlich beeindruckend wirkt. Ein guter Mix aus Bergen, Meer und Grossstadt sorgen dafür, dass einem nie langweilig wird (Wandern, Bootparties, Strände, gutes Essen und Ausgehmöglichkeiten um ein paar Aktivitäten zu nennen). Akademisch war es (für mich) weniger attraktiv, da viele Kurse extrem auf auswendiglernen ausgelegt sind, und viele Professoren gerne mal noch etwas auf kantonesisch wiederholen.

Vorbereitung

Nich allzu viel erforderlich, zum Arzt gehen und nötige Impfungen holen (Hong Kong bietet viele Möglichkeiten, billig ins nahe Ausland, also Südostasien oder China, zu reisen, von daher lieber zu viele als zu wenige Impfungen mitbringen). Ausserdem ist die Krankenversorgung für Studenten zwar gratis, aber die Medikamente die man bekommt teilweise ziemlich nutzlos, von daher lieber aus der Schweiz mitbringen. Ausserdem (sofern rumreisen geplant ist) evtl einen internationalen Führerschein beschaffen, damit man legal ein Motorrad leihen kann und nicht Gefahr läuft, Probleme mit der Polizei zu kriegen. Ansonsten eigentlich nix, Kleider sind nicht billig in HK, von daher eher nicht planen das meiste da zu kaufen.

Ankunft

Taxifahrer sprechen kein Englisch, von daher wenn möglich den chinesischen Namen (Zeichen) des gewünschten Wohnortes mitnehmen. Taxis sind einfach zu finden, ca. 35.- in die Uni. Wer Geld sparen will kann zu den Bussen gehen und den A41 Richtung Shatin nehmen, da aussteigen und von da ein Taxi nehmen (zusammen ca. 12-15.-). Alle Snackmaschinen in der Uni laufen mit einer Karte (Octopus Card), die man für die U-Bahn braucht. Evtl. gleich am Flughafen holen falls man spät ankommt, damit man da nicht verhungert.

Zimmersuche
Wohnen

Die Uni stellt Zimmer zur Verfügung, gute Hostels sind Morningside College und SHHO für Leute die kein Problem mit kommunalen Dinners haben (2 mal die Woche oder so). Ansonsten international House, sofern man kein grosses Interesse daran hat, einer der ganz wenigen Austauschstudenten im Dorm zu sein. Zimmer sind Normalerweise Doppel oder Dreier, Einzelzimmer kriegt man grundsätzlich nicht.

Universität

Sehr schöne Uni, auf einem Hügel situiert, jedoch vergleichsweise hohe Distanz zum Stadtkern. Auch Distanz zu Vorlesungssälen kann mitunter ziemlich hoch sein, von daher auf viel Treppensteigen oder Warten auf Busse einstellen. Nahe an der Grenze zu China, von daher optimalerweise ein Chinavisum aus der Schweiz mitbringen, das Essen und die Märkte da sind ziemlich gut. Akademisch war ich wie bereits nicht ganz überzeugt, da starker Fokus auf auswendiglernen und in meinem Hauptfach VWL eher unorganisierte Kurse, oft zu leicht oder viel zu schwer, zeitaufwand mitunter STARK variierend von Fach zu Fach (locker mal den vierfachen Aufwand für selbe Note). Austauschstudenten werden oftmals vernachlässigt in Fächern in denen nicht allzu viele sind. (In einem Fach das ich besuchte hatten wir zwei Tutorials, eines davon war plötzlich auf kantonesisch, obwohl das Fach Englisch sein sollte. Oh, und das andere war Freitags um 1930). Dies ist jedoch nur meine Meinung und basiert nur auf wenigen besuchten Kursen, es gab auch Leute die mehr oder weniger zufrieden waren (Business z.b.) Ausserdem anscheinend starkes Finance-Department.

Leben/Freizeit

HK biete alles. Wandern, Strände, tausende Restaurants, nähe zum richtigen China, ein enormes Angebot an billigen Flügen für Wochenendtrips oder länger ins nahe Ausland (Ich war bis jetzt seiner meiner Abreise aus der Schweiz in HK, Korea, den Phillipinen, Indonesien, China, Macao, Taiwan, Vietnam, Kambodscha und sitze im Moment in Thailand, und habe praktisch nie mehr als 258.- für einen Flug bezahlt). Ausgehmöglichkeiten hat HK auch, Pferderennen, All-you-can-eat-and-drink Restaurants für unter 10.- und unzählige Dinge mehr. Es ist für jeden was dabei. Grundsätzlich würde ich 2 Semestern einem bevorzugen (sofern Zeit vorhanden), um auch wirklich alles geniessen zu können (inklusive die Nächte in der Bibliothek wenn man mal ein schweres Fach erwischt hat), ohne dauernd auf andere Dinge verzichten zu müssen.