Bilder zum Bericht

Skyline von Sydney mit Opera House

Darling Harbour

Das Opera House bei Nacht von der Harbour Bridge aus aufgenommen

Cricket World Cup Match auf dem Sydney Cricket Ground

Die Three Sisters in den Blue Mountains (ca. zwei Zugstunden von Sydney entfernt)

Erfahrungsberichte

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Wer

raphifoehn[at]gmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

14/15 SS

Universität

AU-
Sydney - University of Technology Sydney

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Ein Austauschsemester ist eine einmalige Gelegenheit die sich definitiv lohnt. Es mag vielleicht zuerst einschüchternd klingen, allein im Ausland zu leben, aber man lernt unglaublich schnell viele Leute aus allen Teilen der Welt kennen. Es ist eine sehr intensive und spannende Zeit und ein Austauschsemester zu machen, war einer meiner besten Ideen und ich würde es sofort wieder tun. Zudem konnte ich mein Englisch enorm verbessern.  

Sydney ist eine wunderschöne Stadt mit einer hohen Lebensqualität. Die UTS ist eine sehr progressive und moderne Universität die auch abgesehen vom Studium viel bietet und sich mitten in der Stadt befindet.

Vorbereitung

Die Fristen für die Bewerbungen an der UZH sind jeweils im Januar - sowohl für das Herbst- sowie das Frühlingssemester. D.h. beispielsweise in meinem Fall (Frühlingssemester 2015) musste ich meine Bewerbung im Januar 2014 einreichen. Man sollte sich zudem frühzeitig nach dem TOEFL Test erkundigen - es gibt hierfür auch Vorbereitungskurse an der UZH (7-wöchig und kostet 200 CHF). Man sollte nicht vergessen, das Empfehlungsschreiben eines Professors rechtzeitig einzuholen. Da ich erst im Frühlingssemester in den Austausch ging, konnte ich den TOEFL Test nach dem Ablauf der Anmeldefrist an der UZH einreichen. Man muss den TEOFL Test aber sicher bis zur Anmeldung an der UTS haben.

Nach der Anmeldung und dem positiven Bescheid der UZH (grösste Hürde überstanden) folgt die Anmeldung an der UTS. Wenn man sich für das Frühlingssemester entscheidet hat man hierfür Zeit bis Ende November. Hier gilt es zu beachten, dass man eine Übersetzung des Leistungsausweises von einem professionellen Übersetzer erstellen lassen muss (Infos hierzu: http://www.phil.uzh.ch/studium/downloads/merkblatt/2015_05_22_Merkblatt_Beglaubigungen.pdf). Dort findet man auch die Datenbank (http://www.astti.ch) für Übersetzer. Die Kosten für die Übersetzung betragen ca. 300 CHF. Anschliessend muss man diese vom Studiendekanat für die Philosophische Fakultät beglaubigen lassen.

Wenn man die Aufnahmebestätigung der UTS bekommen hat (Confirmation of Enrolment) kann man das Visum beantragen (kostet einige hundert Dollar). Das kann man Online tun und dauert nur wenige Stunden/Tage. Voraussetzung dafür ist aber eine Overseas Student Health Cover (OSHC) - die UTS empfiehlt den Austauschstudierenden dies bei Medibank zu tun. Dafür zahlt man ca. 350$ für ein halbes Jahr.

Ankunft

Zwei Wochen vor Semesterbeginn sind jeweils die Orientierungswochen. Ich würde empfehlen mindestens ein paar Tage vor diesen Orientation Weeks anzureisen. So hat man genügend Zeit sich anzuklimatisieren und einige Dinge zu organisieren. Bei den Studentenwohnheimen gibt es jeweils zwei Einzugsdaten (Im FS 15 war es der 28. Januar oder der 12. Februar). Ich entschied mich für das zweite weil ich damals noch unsicher war, wann die Orientierungswochen beginnen (Sie starteten am 9. Februar). So übernachtete ich die erste Woche im Wake Up Hostel (befindet sich direkt neben der Central Station und der UTS). Die Orientierungswochen sind eine gute Zeit um andere Studenten und Austauschstudenten kennen zu lernen. Im Februar sind viele Housing-Events und Parties. So findet beispielsweise gleich nach dem Einzug ins Wohnheim ein BBQ mit allen Bewohnern des Studentenheims statt und man kann erste Kontakte knüpfen.

Für ein Bankkonto kann ich die Commonwealth Bank empfehlen, sie ist sehr Backpacker- und Studentenfreundlich. Dann sollte man auch die Medibank-Karte organisieren (an der George Street hat es ein Medibank Store den man bei allfälligen Fragen/Unklarheiten aufsuchen kann). Für den ÖV bietet sich die Opal Card an, mit ihr kann man Bus, Zug und Fähren benutzen. Man kriegt sich in den meisten 7/11 Läden und kann sie dort jeweils mit einem gewünschten Betrag aufladen. 

Für das Mobiltelefon würde ich eine Prepaid-Simkarte empfehlen. Es gibt verschiede Anbieter (Vodafone, Telstar, Optus usw.) aber alle bieten ungefähr die selben Prepaid Konditionen an. Für 30$ bekommt man ca. 1-1.5 GB Daten pro Monat und einen sogenannten Cap Credit von 450$ - mit diesem kann man telefonieren (auch ins Ausland - reicht für ca. 1.5h telefonieren in die Schweiz). Diese Prepaid-Simkarten bekommt an vielen verschieden Orten (z.B. 7/11 oder in Hostels).

Zimmersuche
Wohnen

Ich würde unbedingt empfehlen in ein Studentenwohnheim der UTS zu gehen. Dort trifft man sehr viele andere Austauschstudierende. Die UTS hat vier Studentenwohnheime: Yura (ca. 600-700 Studenten), Gumal (150-200 St.), Bulga (ca. 100 St.) und Geegal (50-60 St.). Ich entschied mich für Geegal, es ist im Vergleich zu den anderen ein bisschen älter und billiger (und hat nicht permanent Security-Leute vor Ort). Kosten ca. 250$ pro Woche. Es ist ca 10-15 Gehminuten von der Uni entfernt (man kann also an die Uni laufen und spart ÖV-Kosten). Die anderen Studentenwohnheime sind sogar noch näher, aber ich habe es durchaus geschätzt nicht gerade direkt am Broadway zu wohnen. Dadurch das es nicht so riesig ist kennt man sich untereinander auch besser. 

Man sollte sich frühzeitig informieren ab wann man sich dafür anmelden kann. Es ist natürlich auch möglich selbständig eine Wohnung zu suchen, aber wenn man die Lage, das Umfeld mit anderen Studenten und auch die vielen Housing-Activities in Betracht zieht ist das Preis-/Leistungsverhältnis ziemlich OK. Im Preis ist denn auch alles inbegriffen: Internet, jede Woche werden die Wohnräume geputzt und man hat Zugang zu einem Drucker/Scanner.

Universität

Die University of Technology Sydney (UTS) hat mich sehr überzeugt. Ich habe sie als sehr progressive und fortschrittliche Uni wahrgenommen die sich zudem in Mitten der Stadt befindet. 

Bezüglich meines Studiums (HF: Publizistik- & Kommunikationswissenschaft; NF: Filmwissenschaft) war ich mit dem Angebot an der UTS sehr zufrieden. Ich schätzte es, dass die Uni sehr viel praxisorientierter ist im Vergleich mit der UZH. So konnte ich beispielsweise auch einmal die Kamera in die Hand nehmen und Video-Schnittsoftware benutzen. Die Communications Students haben in den wenigsten Fächern Prüfungen, oftmals hat man Gruppenprojekte und Essays. Der Schwierigkeitsgrad ist absolut auf machbarem Level. Der Umgang von Professoren mit Studenten ist zudem viel informeller (wie allgemein in Australien) und das Arbeitsklima ist sehr angenehm. Die Räumlichkeiten und Angebote der Uni sind sehr umfangreich, es hat sehr viel Platz und Möglichkeiten für die Studierende zu lernen (es hat aber beispielsweise in der Bibliothek auch zwei riesige Flachbildschirme mit den neusten Game-Konsolen). Die UTS hat zudem unglaublich viele Clubs (z.B. ein Club für Austauschstudierende) die am O-Day (während den Orientierungswochen) vorgestellt werden. Es findet bestimmt jeder etwas für seinen Geschmack (so hat es beispielsweise sogar ein Quidditch-Club).

Leben/Freizeit

Sydney ist eine fantastische Stadt. Es ist unglaublich wie viele Strände sich in dieser Stadt befinden. Es ist auch eine sehr grüne Stadt mit vielen Bäumen und Parks. Ich habe die Stadt auch als sehr sicher wahrgenommen - ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt unsicher.

Auch das Nachtleben hat viel zu bieten. Ich mochte es sehr, in Newtown oder Surry Hills auszugehen wo es eine Menge Bars hat.

Preislich gesehen ist Sydney ähnlich teuer wie Zürich. Tabak und Alcohol sind klar, wie in ganz Australien, teurer. Aber Haushaltsgegenstände und Essen sind eher ein bisschen billiger.  

Das Studentenvisum erlaubt, dass man 40 Stunden pro zwei Wochen arbeiten kann (bspw. Flyer austeilen oder im Service).

Zudem gibt es auch in näherer Umgebungen auch schöne Wochenendausflugsmöglichkeiten wie die Blue Mountains oder Jervis Bay.  Aber nicht nur Sydney, ganz Australien ist wunderschön. Es gibt extrem viel zu sehen und es lohnt sich auf jeden Fall auch noch andere Orte dieses Kontinents zu besuchen.