Erfahrungsberichte

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Wer

sophia[at]sandersg.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

15/16 WS

Universität

BE-BRUXEL04
Bruxelles - Université Libre de Bruxelles

Studienfach

Humanmedizin (4000)

Gesamteindruck

Mir persönlich, hat mein Aufenthalt in Brüssel sehr gut gefallen. Da ich nur im Krankenhaus gearbeitet habe, hatte ich nicht besonders viel Kontakt mit einheimischen Studenten. Allerdings habe ich durch meine 100% Stelle auch nicht beonders viel Freitzeit gehabt. 

Ich habe vier mal vier Wochen auf verschiedenen Abteilungen als Interne gearbeitet. Da ich selber erst im 4. Jahr Medizin bin, kann ich nicht sagen, ob man mehr oder weniger machen darf als in der Schweiz, jedoch sind die Praktrkas offiziell nur passiv/beobachtend. Mit dem richtigen Engagement, durfte ich jedoch aktiv mitarbeiten und habe viel profitiert. Präsenz wird erwartet, aber je nach Stelle nicht immer 100% verlangt, so dass wer will seine Zeit auch ausserhalb des Krankenhauses verbringen kann.  

Vorbereitung

Ich habe als Vorbereitung einen drei wöchigen Französisch Kurs in Montpellier absolviert, da ich nach meiner Matura drei Jahre lang kaum ein wort Französisch gesprochen habe. Dieser Kurs hat mir sehr geholfen und war auch nötig. Brüssel ist zweisprachig und die Leute sind es sich gewohnt, dass man nicht perfekt Französisch redet, hingegen erleichtert es vielen und das Personal traut einem auch viel mehr zu, wenn man die Sprache gut beherrscht.

Ferner sollte man sich frühzeitig um eine Unterkunft kümmern, da der Wohnungsmarkt in Brüssel nicht einfach ist. Ich persönlich habe eine tolle WG via Facebook gefunden.

  

Ankunft

Ganz ehrlich, die erste(n) Woche(n) sind wirklich hart. Für jemanden, der Zürich eine grosse Stadt findet, war Brüssel zu Beginn riesig und verwirrend. Ausserdem muss man sich schnell daran gewöhnen, dass nicht immer alles so rund läuft wie in der Schweiz. Mehrmals habe ich den Ort und die Fachrichtung meines nächsten Praktikas erst drei Tage vor dessen Beginn erfahren. VOn der Universität selbst, bekommt man eher wenige Informationen, da es heisst, man solle dan alles mit den entsprechenden Verantwortlichen des Praktikas regeln. Man ist sehr auf sich selbst gestellt. Zum Grlück sind die Krankenhäuser meistens besser organisiert und helfen einem auch wirklich weiter. 

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche ist in Brüssel eher schwierig und ich empfehle frühzeitig damit anzufangen, auch wenn man noch nicht weiss in welchen Krankenhäusern man später arbeiten muss. Die meisten Krankenhäuser sind sowieso sehr weit ausserhalb des Stadtzentrums, welhalb es sich nicht wirklich lohnt in, deren Nähe zuziehen. 

Für Erasmusstudenten gibt es leider weder Zimmer auf dem Campus, noch in den  Personalhäusern der Krankenhäuser, so dass man sich auf WGs und Appartements/Studios konzentrieren muss. Ich habe meine WG via Facebook gefunden, was nach Austausch mit den anderen Erasmusstudenten, wohl ein sehr gängiger Weg ist. Ein Problem war jedoch, dass häufig jemand für eine längere Zeitperiode (mind. ein Jahr) gesucht wurde

Universität

Da ich selbst nur als stagiaire im Krankenhaus gearbeitet habe, kann ich mich leider nicht wirklich über die Universität äussern. Nur eines für andere Mit-Medizinstudenten: der Campus für Medizin liegt ebenfalls sehr weit ausserhalb der Stadt.

Leben/Freizeit

Brüssel ist eine grosse und sehr lebhafte Stadt. Die Universität bietet selbst bietet ein umfangreiches Sportprogramm an, allerdings sind die Kurse auch oft sehr überfüllt. Eine Alternative bietet Basic-Fit, mit seinen rund 20 Fitnesscenter überall in Brüssel, welche man mit einer Einschreibung für 20-30 Euro im Monat alle nutzen kann.

Ein muss sind auch die vielen Ausflüge in die umgebenden Städte, welche von der Erasmusorganisation der ULB organisiert werden. Wem das Programm nicht zusagt, kann für wenig Geld auch selbst in Belgien den Zug nehemen und die vielen kleinen Städte erkungen (mein persönlicher Tipp: Brugge).

Für den Abend: Belgier selbst sind ein Volk von Bargängern. Kein Wunder, wenn man jeden Tag ein anderes Bier trinken kann und nach vier Monaten immer noch nicht alle durch hat. Allerdings kann das auch schnell sehr teuer werden, da man für die etwas besseren Biere auch schnell 5 Euro zahlt. Aber auch Clubs sind reichlich vorhanden.