Erfahrungsberichte

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Wer

noemie.szenogrady[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

15/16 SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Mein Sommersemester an der Freien Universität Berlin war eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Das kulturelle Angebot Berlins habe ich in vollen Zügen genossen. Ein Erasmus-Aufenthalt kann ich allen wärmstens empfehlen, da man ein neues Land, eine neue Kultur, Menschen aus ganz Europa und der Welt kennenlernt und neue akademische Impulse erhält. 

Vorbereitung

Die Vorbereitungen habe ich als reibungslos empfunden. Von Seiten der UZH wie der Gastuniversität werden einem alle Informationen zugänglich gemacht und man wird an alle administrativen To Do's erinnert:

-Online Anmeldung an der FU

-Learning Agreement ausfüllen

-Krankenkassen-Bestätigung, deutsches Bankkonto und Handy (Aldi Talk kann ich als Anbieter empfehlen) organisieren

Bei auftauchenden Fragen konnte ich mich an die zuständigen Personen wenden, die immer hilfreich und schnell geantwortet haben. Ich hatte den Eindruck, dass alle darum bemüht waren den Aufenthalt so einfach und erfolgreich wie möglich zu gestalten. Beim Erstellen des Learning Agreements kam bei mir das Changes-Formular zum Einsatz, da ich nach der ersten Vorlesungswoche an der FU einige Kurse wieder stornieren und dafür neue buchen wollte. Hierfür musste ich erneut alle Unterschriften der zuständigen Stellen an der FU einholen und einen Scan zurück an die UZH senden. Das stellte abgesehen von dem administrativen Aufwand kein Problem dar.

Ankunft

Ich bin schon zwei Monate vor Studienbeginn angekommen, da ich ein Praktikum in Berlin absolviert habe. Einige Wochen vor dem offiziellen Studienbeginn vor Ort zu sein kann ich sehr empfehlen, um sich schon ein bisschen in der Stadt einzuleben. Das ist ja auch gut möglich, da das Sommersemester in Berlin erst im April beginnt und in Zürich das Wintersemester bereits früher endet. 

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche benötigt am meisten Anstrengung und Zeit. In Berlin suchen viele Leute ein Zimmer zur Untermiete, was die Preise nach oben treibt und eine Art Wettlauf auf die zentral gelegenen Wohnmöglichkeiten auslöst. Ich empfehle die Zimmer vor Ort zu besichtigen und allenfalls bestehende Kontakte zu aktivieren. 

Internetseiten, die ich empfehlen kann sind:

https://www.airbnb.de

https://www.studenten-wg.de  

Bei meinem Zimmer handelte es sich ursprünglich um eine Airbnb-Wohnung, in der ich für den Beginn in Berlin eingemietet war. Schliesslich blieb ich dort dann für den ganzen Zeitraum. Die Wohnlage in Friedrichshain hat mir sehr gut gefallen und kann ich nur weiterempfehlen. 

Universität

Die Freie Universität Berlin liegt im grünen Dahlem. Der Campus ist weitläufig und man muss sich an die Distanzen erst einmal gewöhnen. Im Hauptgebäude gibt es einige studentisch betriebene Cafés (Kauderwelsch oder Café der Romanischen Philologie), die selbst Gebackenes und günstigen, guten Kaffee anbieten. Dort ist es wirklich gemütlich zwischen den Kursen auf den Sofas zu sitzen, sein Getränk zu geniessen und die Zeit ein wenig zu vergessen. Die Dozierenden an der FU habe ich als sehr engagiert und verständnisvoll erlebt. In den Seminaren herrscht eine offene Diskussionskultur und die Studierenden wirken motiviert und fachlich interessiert. Besonders profitieren konnte ich von einem Praxisseminar Literatur im Radio, worin eigene Radiobeiträge von der Idee bis zur fertigen Sendung produziert wurden.

Leben/Freizeit

Berlin ist eine vielseitige Stadt, die ein überquellendes kulturelles Angebot aufweist. Ich wollte neben dem Studium möglichst viel davon entdecken. Eine Übersicht kann man sich auf dem Blog Ask Helmut verschaffen: https://askhelmut.com/berlin. Dort habe ich immer wieder Inspiration für Freizeitideen gefunden. Auch die ClassicCard http://www.classiccard.de/de_DE/about kann ich für Freunde des Balletts und der Oper empfehlen. Für 10 Euro erhält man damit Karten für das Staatsballett oder die Deutsche Oper. Highlights waren ein Poesiefestival der Literaturwerkstatt in der Akademie der Künste, Ausflüge ins Berliner Umland (Potsdam, Märkische Schweiz, Müggelsee-Gebiet), Café- Nachmittage an der Kastanienallee am Prenzlauerberg, Sonnenuntergänge auf dem Klunkerkranich (Dachterrasse mit grüner Bepflanzung in Neukölln), Freiluftkino in Kreuzberg uvm... Die Liste liesse sich unendlich fortsetzen...