Erfahrungsberichte

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Wer

surya.singh[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

14/15 WS

Universität

CN-
Hong Kong - University of Hong Kong

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

Ein Austauschsemester zu absolvieren war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Hong Kong ist eine super Stadt mit tollen Universitäten. Während meiner Zeit an der HKU konnte ich viele internationale Kontake knüpfen und habe auch den ein oder andern guten Freund gefunden. Ich kann wirklich jedem empfehlen, es mir gleich zu tun und sich für die HKU zu bewerben. 

Vorbereitung

Die wichtigste Vorbereitung ist in HKU die Wohnungssuche. Wenn man Glück hat, bekommt man von der Universität eine Student Hall zugeteilt, wenn nicht sollte man sich so früh wie möglich um eine eigene Wohnung kümmern. Der Wohnungsmarkt in Hong Kong ist vergleichbar mit Zürich: Sehr hohe Preise und limitierte Verfügbarkeit.
Nach dem man von der Uni akzeptiert wird bekommt man die Möglichkeit sich schon mal provisorisch für einige Kurse eintragen zu lassen. In den ersten zwei Wochen an der Universität (die sogenannte „Add/Drop Period“) kann man diese Kurse dann immer noch abwählen. Trotzdem ist diese Vorselektion ziemlich wichtig, denn einige Kurse sind in der Add/Drop-Period sehr schnell ausgebucht und können unter Umständen ohne Vorselektion gar nicht mehr gebucht werden.
Sprachlich habe ich mich nicht wirklich vorbereitet: Bei meiner Ankunft habe ich kein Wort kantonesisch gesprochen, das war aber auch nicht notwendig, da das Englisch-Level ist zumindest an der Universität sehr gut ist.

Ankunft

Nach meiner Ankunft habe ich den Airport Express vom Flughafen zur Hong Kong Central Station genommen. Von da ging es dann mit dem Taxi weiter in die Student Hall. Die beste Variante sich in Hong Kong zurechtzufinden ist mit den directions auf Google Maps. Am besten schon zuhause rausschreiben, mit welchem Bus oder Metro man am besten am gewünschten Ziel ankommt. Alternativ kann man auch direkt am Flughafen ein Taxi nehmen, meistens sprechen die Fahrer ausreichend Englisch um die Anweisungen zu verstehen. 

Zimmersuche
Wohnen

Irgendwann im Frühling kann man sich für Student Housing an der HKU bewerben. Dabei muss man 3 Präferenzen angeben. Ich habe mich für 3 der vier Residential Colleges beworben, schlussendlich jedoch ein Doppelzimmer in einer anderen Hall (RC Lee Hall) bekommen. Obwohl RC Lee nicht ganz so modern und auch nicht ganz so zentral gelegen wie die Residential Colleges ist, war ich im Nachhinein ganz froh über meine Zuteilung. Grundsätzlich muss man es sich schon gut überlegen, ob man in einer Hall wohnen möchte. Vorteil der Halls ist, dass man sehr viel Geld spart und schnell viele Leute kennen lernt. Nachteil ist die je nach dem schon ziemlich strikte Hall-Politik (keine Gäste nach 11 Uhr, kein Alkohol etc). Ausserdem kenne ich einige exchange-students die ziemlich schlechte Erfahrungen mit ihren asiatischen roommates gemacht haben. 

Universität

Die Universität ist modern und sehr zentral gelegen. Seit neuem hat die Uni sogar eine eigene Metrostation, was das Leben im doch eher chaotischen Strassenverkehr von Hong Kong erheblich erleichtert.
Akademisch ist das Niveau wesentlich tiefer als an der UZH, jedoch ist der Workload während dem Semester grösser. Bei vielen VWL-Fächern muss man einen zusätzlich zur Abschlussprüfung einen Mid-term und eine Gruppenarbeit schreiben.
Aus eigener Erfahrung kann ich jedem empfehlen das Fach „Principles of Entrepreneurship“ NICHT zu buchen. 

Leben/Freizeit

Die Freizeit in Hong Kong lässt sich vielseitig gestalten: Ob shopping in Central, hiking auf Lantau-Island oder surfen in der Big-Wave Bay, alles ist innerhalb von ungefähr einer Stunde erreichbar. Ausserdem ist es von Hong Kong eine Kleinigkeit das benachbarte China zu besuchen (es fährt eine Metro direkt nach Shenzhen). Auch sonst ist Hong Kong der perfekte Standort um Länder wie Taiwan, Vietnam, Kambodscha oder Indonesion zu bereisen.
Wenn man in Student Halls lebt kann man sich auch für ein Sportteam einschreiben. Jedes Semester finden dann sogenannte „Interhall-Competitions“ statt – etwas was ich jedem empfehlen kann.