Erfahrungsberichte

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Wer

andreas.eggenberger[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 SS

Universität

BR-
São Paulo - Universidade de Sao Paulo

Studienfach

Volkswirtschaftslehre (3020)

Gesamteindruck

Dieser Austausch war einer der besten Erfahrungen meines Lebens. Das Land an sich ist scho jeden Besuch wert. Die Universität etwas ganz anderes als hier in Zürich. Besonders loben möchte ich das Iteam und das Buddy System. Schon bevor man nach Brasilien geht wird man von seinem persönlichen Buddy kontaktiert, welcher extrem beim einleben und allen organisatorischen Dingen hilft. Achtung Facebook! Iteam, Buddy, Ausgang, aber auch gewisse Vorlesungen werden ausschliesslich über Facebook organisiert. Ich kann den Studentenaustausch nach Brasilien von ganzem Herzen empfehlen.

Vorbereitung

Der grosse Negativpunkt am Studentenaustausch. Für die gesammten Vorbereitungen in der Schweiz hatte ich insgesammt sicher eine Woche. Grosse Punkte waren die Bewerbung in Zürich und Brasilien, was mir von Anfang an klar war. Was mir jedoch erst im Prozess klar wurde ist wieviel Zeit das wählen des Stundenplans und das Visum in Anspruch nehmen würden. Das Visum möglichst früh machen, man muss dafür zweimal persönlich auf die Brasilianische Botschaft. Der Stundenplan war mit Abstand das mühsamste, ich war schon in der Prüfungsphase bis die Uni in Brasilien die definitiven Fächer onlīne gestellt hat.

Ankunft

Hierzu ist zu vermerken, dass die Ankunft der Austauschstudenten eine Woche vor Semesterbeginn ist, Ihr werdet diese Woche brauchen. Vom international Office gibt es viele Einführungen. Im Frühjahrssemester sind alle regulären Studenten auch schon anwesend, da die Erstsemestrigen schon ihre Einschreibungen machen, also macht euch auf zwei Parties täglich gefasst. Im Herbstsemest wird von den lokalen Studenten noch niemand dort sein. Für das Visum muss man im ersten Monat noch bei der Fremdenpolizei vorbei, dies wird alles vom international Office organisiert. In der ersten Semesterwoche wird in den meisten Vorlesungen nur der Syllabus besprochen, weshalb die meisten regulären Studenten nicht in die Vorlesungen gehen. Für Austauschstudenten ist dies jedoch die wichtigste Zeit. Die meisten Professoren sprechen noch kurz mit den Austauschstudenten, geben teils noch englische Literatur heraus und zeigen sich allgemein hilfsbereit.

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche war eines der einfachsten Dinge im Austausch. Das international Team veröffentlicht eine Liste mit Vakanzen. Die Monatsmiete beträgt 300 bis 600 Real.

Universität

Der Campus ist ein bisschen ausserhalb der Stadt auf einer alten Kaffeeplantage. Die FEA (faculdade de economia e administração) wird hier als die beste wirtschaftliche Fakultät in Südamerika vermarktet. Was ich erlebt habe, ist das sie mathematisch nicht auf dem gleichen Niveau sind wie die UZH, uns jedoch in Ökonometrie voraus sind. Auch war das Studium praktischer orientiert, in etlichen Fächern muss man direkt an der brasilianischen Börse nachforschen. Die Klassen sind viel kleiner, das Maximum für mich war bei 62 Personen in einer Vorlesung, in einer anderen waren wir hingegen nur 7. Die Professoren waren meiner Meinung nach viel zugänglicher, nicht selten fand man sich nach der Vorlesung beim Kaffee am selben Tisch wie der Professor.

Leben/Freizeit

Ich habe in einer Republica gewohnt, was ähnlich wie hiesige Studentenverbindungen ist, sie wohnen jedoch zusammen. Somit hat sich mehr oder weniger die gesamte Freizeit auf diese Gruppe konzentriert. Zu jeder Zeit fand man jemanden für eine Feier, zu lernen oder einfach für ein Gespräch. Wir haben hier den ASVZ dort ist es der CEFER. Achtung, man braucht ein Arztzeugnis um Einlass zu bekommen. Der Kraftraum war gut genug für meine Ansprüche, viele der anderen Austauschstudenten hatten jedoch Abos in Fitnesscentern im Zentrum. Das gratis Freibad an der Uni war im Februar und März eine Lebensrettung. Wenn man schon in Brasilien/Südamerika ist, will man auch reisen. Hier kann ich besonders Brasilia und den Regenwald empfehlen, beides extrem beeindruckend.