Erfahrungsberichte

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Wer

luca.lengwiler[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 SS

Universität

CN-
Beijing - Tsinghua University

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Ich durfte im Frühjahrssemester 2014 ein Semester an der Tsinghua Universität in Peking verbringen. Das Semester hat mich persönlich in akademischer wie auch in persönlicher Sicht sehr bereichert und wird mir für immer sehr gut in Erinnerung bleiben. Ich konnte viele Einblicke in die Kultur und die Gesellschaft erlangen sowie viele weltweite Kontakte knüpfen, welche in Zukunft von Nutzen sein können. Trotz dem teilweise intensiven Studium konnte ich in den Ferien und Feiertagen auch noch ein wenig Reisen und das abwechslungsreiche Land noch von anderen Seiten kennenlernen. China zeigt sich dabei von einer sehr abwechslungsreichen und faszinierenden Seite. Im Studium konnte ich am MBA Programm teilnehmen, in welchem man nebst den üblichen wirtschaftlichen Lehren auch viel Angewandtes am Beispiel China erlernt. Man lernt einiges über die Sitten und Normen des Landes im geschäftlichen, sowie im privaten Leben. Dies kann einem in Zukunft von grossem Nutzen sein kann, speziell wer später in multinationalen Unternehmen tätig sein wird, sollte, falls irgendwie möglich, ein Semester im asiatischen Raum verbringen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch ausserordentlich bei der Zürich Financial Services Group bedanken. Diese unvergessliche Erfahrung hätte ich ohne deren Unterstützung wohl nie machen können.

Vorbereitung

Im Vorfeld wollte ich über zwei Semester einen Sprachkurs an der Universität Zürich belegen, sodass ich schon ein wenig vorbereitet nach China kommen würde. Jedoch habe ich dann bemerkt, dass man mit Chinesisch nur im Herbstsemester beginnen kann. Da ich jedoch im Herbstsemester vor meinem Austausch noch ein Praktikum gemacht habe bin ich schlussendlich ohne Vorkenntnisse in China angekommen. Es war auch so möglich. Jedoch empfehle ich allen sich früh genug damit auseinanderzusetzen.

Falls man Fragen hat kann man sich jeder Zeit beim International Office der Tsinghua per E-mail melden. Was jedoch auch zu empfehlen ist, ist auf Facebook nach der aktuellen Gruppe der kommenden Studenten zu suchen (Tsinghua SEM 20xx oder ähnlich). So findet man viele andere Studenten, mit welchen man eine Wohnung teilen kann und man kann sich über die Vorbereitungen austauschen. Zusätzlich ist das Handbuch, welches ich online gefunden habe sehr zu empfehlen: http://www.fh-hwz.ch/display.cfm/id/101894/disp_type/display/filename/Handbuch%20Tsinghua%20v2.pdf

Ankunft

Es ist zu empfehlen mindestens eine Woche vor Vorlesungsbeginn anzureisen. So kann man, falls man im Vorfeld noch keine Wohnung gefunden hat sich darum kümmern (Die Preise könnten dann aber ein Stück höher sein. Deshalb empfehle ich explizit sich im Vorfeld darum zu kümmern mit Leuten die schon früh dort sind. Organisation über die jeweilige Facebook-Gruppe Tsinghua SEM 20xx oder ähnlich)

Zimmersuche
Wohnen

Ich habe mich dazu entschieden, von Anfang an eine Wohnung in Wudaokou zu suchen. Über die Facebookgruppe habe ich dann auch jemanden gefunden, der die Wohnung vorab für mich besichtigen konnte und es war auch einfach im Vorfeld Mitbewohner zu finden. Man hat durch die eigene Wohnung keine warm Wasser Beschränkungen und Besucherrestriktionen usw. Zudem fühlt man sich in einer Wohnung schneller zu Hause. Deshalb war ich bereit einen ein wenig höheren Preis für eine WG zu bezahlen. Ich war so auch von der Subway-Station nur ca. 200m entfernt und war mit dem Fahrrad in kürzester Zeit auf dem Campus.

Universität

In meinem Semester an der Tsinghua mochte ich im Speziellen die Kurse „International Finance“ und „Business Leadership in China“. In „International Finance“ bekommt man einen guten Überblick über die Zahlungsbilanzen verschiedener Länder und deren Folgen, sowie über den Handel an Foreign Exchange markets. In „Business Leadership in China“ lernt man viel über die Kultur von China und über Unterschiede zwischen China und der westlichen Kultur im Geschäftsleben. Die Vorlesungen sind teilweise sehr zeitintensiv. Dafür ist der Aufwand jedoch besser über das Semester verteilt. So muss man wöchentlich Präsentationen halten oder Cases bearbeiten in Gruppen sowie auch einzeln. Somit bleibt man immer gefordert und hat dafür am Semesterende nicht so einen grossen Stress, da man nicht so viele Prüfungen schreibt. Ein weiterer Unterschied zur Universität Zürich ist, dass man in fast allen Kursen Anwesenheitspflicht hat und die aktive Teilnahme am Kurs stark in die Benotung einfliesst.

Leben/Freizeit

Die Universität bietet eine grosse Anzahl an Aktivitäten. So kann man auch einheimische Studenten kennenlernen. Auch eine breite Infrastruktur für Sport ist vorhanden, sodass man draussen Sport machen kann, zumindest an den Tagen, an welchen es die Luftverhältnisse in Peking auch zulassen. In Wudaokou gibt es sehr viele Restaurants und man findet so für jeden Geschmack etwas. Über die Ferien- und Feiertage kann man in China auch gut mal Reisen gehen, die Stadt Peking verlassen und andere Regionen des Landes erkunden.