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Im Tierpark

Chteau Frontenac

Im Nationalpark

Hundeschlittefahren

Erfahrungsberichte

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Wer

buechlernadine[at]gmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 SS

Universität

CA-
Québec - Université Laval

Studienfach

Publizistikwissenschaft (7251)

Gesamteindruck

Dieser Austausch hat mir fachlich, sprachlich und menschlich enorm viel gebracht. Es war ein einmaliges Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Ich kann allen nur wärmstens empfehlen, ein Austauschsemester zu machen. Für jene, welche Französisch mögen und Natur, aber auch Städte lieben, ist Québec der perfekte Ort dafür.

Vorbereitung

Ende August bekam ich Bescheid, dass ich ein Austauschsemester in Québec machen dürfe. Den Flug habe ich relativ bald dann gebucht, mit den restlichen Vorbereitungen habe ich ca. im November begonnen. Alle, die nicht die Muttersprache Französisch vorweisen können, müssen einen Französischtest der Universität im Internet ausfüllen. Dieser ist aber nicht sehr schwer. Anschliessend habe ich schon von der Schweiz aus eine Wohngelegenheit gesucht. Im Winter wird es in Québec wirklich sehr kalt, deshalb habe ich mir schon eine Basis an Thermounterwäsche gekauft (ich empfehle aber, nur das Wichtigste in der Schweiz zu kaufen, in Québec sind sie natürlich noch besser ausgerüstet). Ansonsten habe ich mich nicht gross auf das Semester vorbereitet, die Module können sowieso erst in Québec definitv gebucht werden. Natürlich habe ich schon mal ein bisschen geplant, was ich neben der Universität noch sehen möchte. 

Ankunft

Die Ankunft in einer neuen Umgebung ist immer schwer. Die Universität Laval ist da aber sehr herzlich und hilfsbereit. Es gibt beispielsweise ein Götti- / Gottiprogramm, wo man sich als Austauschstudent anmelden kann. Kollegen von mir haben das gemacht und dann eine Person zugeteilt bekommen, die am Anfang für sie da war, ihnen alles zeigte etc. Am ersten Wochenende gab es ausserdem ein midi pizza für alle Austauschstudenten, damit wir uns untereinander schon etwas kennenlernten. Ausserdem gibt es ein Bureau de la vie étudiante, welches v.a. für Austauschstudenten immer wieder tolle Ausflüge organisiert. Die Ankunft war also gut organisiert und ich lernte schnell neue Leute kennen.

Zimmersuche
Wohnen

Wie bereits erklärt, kümmerte ich mich schon in der Schweiz um eine Wohngelegenheit. Ich wurde dann bei einer Immobilienagentur (Gilbert Immobilier) fündig, welche Zimmer in Wohngemeinschaften vermieten. Am Anfang bereute ich es, dass ich nicht im Studentenwohnheim war (da lernt man sehr schnell, sehr viele Leute kennen und jeden Abend gibt es Partys etc.). Schlussendlich war ich aber sehr froh, denn ich hatte super Mitbewohnerinnen und konnte so la vie québecoise viel besser kennenlernen und geniessen. Die Studentenwohnheime sind sicher auch toll (nahe bei der Uni, viele Leute, Partys etc.), aber man lernt halt vor allem andere Austauschstudenten kennen und weniger Leute, die wirklich aus Québec kommen. Daher empfehle ich sehr, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Der einzige Nachteil, den ich bei Gilber Immobilier hatte: man muss das Zimmer für 6 Monate mieten, obwohl das Semester nur 4 Monate dauert. 

Universität

Obwohl die Universität Zürich vom Gebäude her viel schöner ist als die Université Laval, fand ich die Uni dort super, was vor allem drei Hauptgründe hat: Zum einen ist der Studiengang Publizistik viel praktischer ausgerichtet als in Zürich. Es gibt Fächer wie Mittel und Durchführung der PR oder Einführung in die Unternehmenskommunikation. Da gibt es auch immer wieder kleine interne Praktika, bei denen die Theorie umgesetzt werden kann. Das ist sehr spannend und abwechlungsreich. Der zweite Grund ist das riesige Sportangebot: Es gibt nichts, das man an der Université Laval nicht machen kann. Sport hat einen sehr hohen Stellenwert und in den verschiedensten Sportarten gibt es (mehr oder weniger) erfolgreiche Schulmannschaften, die man bei den Heimspielen lautstark unterstützen kann. Und zu guter Letzt: Es gibt an der Universität ganz verschiedene Vereine, bei denen man mitmachen kann. Diese kann ich allen auch nur wärmstens empfehlen. So findet man richtig in das Leben dort hinein. Ich war beispielsweise Mitglied im Fotoclub. Immer wieder gab es Ausflüge (einmal sogar ein Wochenende in einem Chalet) oder Treffen. 

Leben/Freizeit

Wie schon geschrieben, gibt es an der Universität selbst schon verschiedene Freizeitmöglichkeiten. Aber auch neben der Uni gibt es sehr viele verschiedene Dinge. Da ich im Winter da war, genoss ich vor allem den Schnee und probierte die verschiedensten Wintersportarten aus. Nebst Skifahren, Schneeschuhwandern, Schlittschuhlaufen und Langlaufen konnten wir beispielsweise auch Schlittenhundfahren. Weiter gab es Möglichkeiten für Schneetöfftouren usw. 

In Québec selber gibt es verschiedene Dinge zu sehen, bspw. die Altstadt, verschiedene Museen, im Winter das Carnaval de Québec, die Chutes de Montmorency (Wasserfälle, die im Winter teils eingefroren sind), das course à canot (ein Bootsrennen über den eingefrorenen Fluss) und und und...

Ca. 10 Minuten von der Universität gibt es 3 grosse Shoppingcenter 

Ausserdem ist Montréal mit dem Bus ca. 2 Stunden entfernt - für einen Ausflug am Wochenende perfekt. Auch Boston erreicht man mit dem Auto in 7.5 Stunden... 

Es wird einem wirklich nie langweilig, denn es gibt immer Dinge, die man noch nicht gesehen oder ausprobiert hat.