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Queens University (JDUC)

Goodes Hall (Commerce building)

Lake Ontario

Inside Goodes Hall

Erfahrungsberichte

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Wer

starflowers.sky[at]googlemail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 WS

Universität

CA-
Kingston - Queen’s University

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Das Austauschsemester in Kanada wird einer der aufregendsten und lehrreichsten Ereignis in meinem Leben sein. Kanada hat mich immer fasziniert aufgrund ihrem Ruf eines sicheren Landes und ihrer freundlichen Leuten. In beiden Hinsichten hat mich Kanada nicht enttäuscht. So ein sicheres Land und solche freundlichen Leute habe ich nie in meinem Leben sonst wo getroffen. Diesen Ruf kann ich mit Sicherheit bestätigen. Was mich sehr überraschte, ist die Multi-Kultur, welche das Land ausprägt, und wie gut sich die Leuten untereinander verstehen trotz des unterschiedlichen Kulturhintergrunds. 

Im Vergleich zur Schweiz sieht alles in Kanada sehr gross aus. Es ist ein bisschen komisch formuliert. Aber es ist halt so. Die Supermärkte, die Strassen, die Universität, die Häuser, die Wolkenkratzer... Alles sind sehr viel grösser, als wir in der Schweiz gewohnt sind. Das war eine sehr interessante Erfahrung.  

Vorbereitung

Die Vorbereitung begann schon ab der Bewerbung um das Austauschsemester. Die Formalitäten der Bewerbung sind sehr aufwendig und man muss auch früh genug damit befassen. Alle Unterlagen mal zusammen zu legen und sonstige Unterlagen zu beschaffen (z.B. im Fall von Kingston, TOEFL Certificate) braucht eine Weile. Wenn du für das Austauschsemester nominiert bist, ist schon die Hälfte des Aufwandes hinter dir.

Für die Reise und den Aufenthalt im Kanada selber habe ich mich so vorbereitet, wie für eine normale Reise - einfach mehr Sachen eingepackt als sonst. Ich habe schon 2 Monate im Voraus eine To-do-Liste gemacht mit aller notwendigen Sachen, welche ich brauchen werde. Aber so viel konnte ich auch nicht schleppen, da das Freigepäck nur bis 23 kg erlaubte:-( Das Flugticket habe ich 4-5 Monate im Voraus reserviert (Hin- und Zurück; ist halt günstiger als einzeln zu kaufen).

Ich würde mich auch über die Universität ein bisschen informieren und eine grobe Ahnung haben, wie alles läuft. Zur Hilfe schickt die Queens University jeden Monat ein Newsletter, sobald du nominiert bist, worin eigentlich schon alles Wichtige steht. Sonst kannst du auch die Queens University per Email kontaktieren. Sie schreiben normalerweise rasch wie möglich zurück. Bei mir dauerte es nie länger als 3 Tage, um eine Rückmeldung zu bekommen. 

Ankunft

Meine End-Destination war Pearson International Airport, Toronto. Da ich Bekannten in Toronto hatte, blieb ich für paar Tage bei ihnen und nachher haben sie mich nach Kingston in ihrem Auto mitgenommen. Aber für Leute, die von Toronto nach Kingston gehen möchten, gibt es viele Möglichkeiten. Es gibt Shuttlebus von Toronto Airport, das in regelmässigen Zeitabständen nach Kingston fährt.

Kingston wirkt im Vergleich zur Toronto wie eine sehr kleine Stadt. Im Downtown ist immer etwas los und wimmelt nur von Studenten (Kingston ist nämlich auch bekannt als eine Universitätsstadt wegen der Queens University). Ausserhalb des Downtowns könnte Kingston fast zu ruhig wirken. Vor allem, wo ich wohnte (ziemlich ausserhalb Downtowns) war nichts los, ausser das Kommen- und Gehen der vielen gelben School buses, da ein Highschool gerade in der Nähe meiner Wohnung war. Aber in der Universität und im Downtown konnte man vieles unternehmen, und auch neue Leute kennenlernen. Ich würde auch empfehlen sich mit den Queens University Facebook-Seiten bekannt zu machen und beizutreten, um mit anderen Studenten (auch andere Austauschstudenten) Bekanntschaft zu machen.

Zimmersuche
Wohnen

Mit der Zimmersuche müsst ihr schon sehr früh beginnen, obwohl manchmal nur ab einem gewissen Zeitpunkt Zimmerangebote für jeweiliges Semester online kommen. Ich habe mindestens 4 Monate im Voraus mit der Zimmersuche begonnen und erst im letzten Monat, bevor ich nach Kanada geflogen bin, eine Wohnung gefunden. Manchmal ist es auch eine Glückssache. Da meistens die Landlords bevorzugen ihre Mieter im Voraus persönlich zu treffen, wird es schwieriger für die Austauschstudenten sein ein Wohnung zu finden. Aber wie in meinem Fall klappt es doch noch eine zu bekommen, ohne im Voraus dort zu sein. Nur nicht aufgeben:-D Sonst kann man auch zuerst ein Hotel buchen (auch früh buchen, da meistens ausgebucht beim Semesterstart aufgrund der vielen Studenten ohne Erfolg bei der Wohnungssuche). Dann von dort aus weiter suchen.

Als kleine Hilfe ein paar Links für Wohnungssuche in Kingston:

http://listingservice.housing.queensu.ca/index.php/rental/rentalsearch/action/search/

http://residences.housing.queensu.ca/

http://community.housing.queensu.ca/

http://quic.queensu.ca/resources/housing-support/long-term-options/international-housing-office-listings/

 P.S. kijiji.ca funktioniert nicht von Schweiz aus, da es nur Standort Kanada anerkennt.  

Universität

Das Universitätsleben an der Queens University habe ich sehr genossen und ein bisschen vermisst, als ich wieder in die Schweiz zurückgekommen bin. Die Unterrichtsform ist eindeutig sehr interaktionsreicher als an der UZH. Fast jedes Fach setzt mündlichen Beitrag voraus und die Abschlussnote besteht einen grossen Teil aus Presentationen, mündlichen Beitrag, Assignments etc. Die Prüfungsnote beträgt meistens zwischen 30% - 50% der Gesamtnote. Man muss auch noch berücksichtigen dass 1 ECTS in Kanada bedeutet 3 ECTS in der Schweiz. Deshalb wird empfohlen nur zwischen 4-5 Fächer zu wählen. Der Lernaufwand für jedes Fach empfand ich auch höher als an der UZH, trotz der gleichen ECTS-Punkte (3 ECTS in Queens& 6 ECTS in UZH). Die Fächer, welche ich genommen habe, sind:

 1) Interpersonal skills for Managers: Ein sehr empfehlenswertes Fach; keine Abschlussprüfung; Note besteht aus Book reviews, Assignments und Präsentationen; Die Professorin gestaltet die Stunde sehr interessant; Sie hat sogar candies und sonstiges in der Klasse mitgebracht;-)

2) Human Resources Management: Die Abschlussnote besteht aus Präsentationen und Abschlussprüfung; der Professor ist ein sehr witziger Typ und erzählt sehr viele interessante Beispiele

3) Managing across cultures: 50% Abschlussprüfung und 50% Präsentation; sehr lehrreiches Fach gewesen; Wissen (theoretisch & praktisch) rund um den Begriff Kultur; die Mehrheit der Klasse bestand aus Austauschstudenten, welches das Ganze kulturell sehr interessant machte

Es gibt sooo viele Lernplätze rund um die Universität. Es gibt nie Mangel an ruhigen Lernplätze während die Prüfungszeiten. Man muss sich einfach darüber informieren, wo sie sich alle befinden. Ich persönlich fand das unterste Stockwerk in Stauffer library als den gemütlichsten und ruhigsten Ort.

Leben/Freizeit

Während des ganzen Semesters gibt es so viele Events für Austauschstudenten. Ich würde es wirklich sehr empfehlen daran teilzunehmen um neue interessante Leute und die kanadische Kultur  kennenzulernen. 

Kingston ist eine sehr schöne und ruhige Stadt. Da Kingston eine typische Studentenstadt ist, gibt es vor allem viele Ausgangsmöglichkeiten, Restaurants, Pubs etc. Kulturell bietet Kingston sehr wenig an. Als Sehenswürdigkeiten würde ich City Hall, Wolf-Island Ferry, Penitentiary etc. empfehlen. Um Kanada richtig kulturell zu erkunden, würde ich empfehlen Städte wie Toronto, Montreal, Niagara Falls und Ottawa zu besuchen. Es gibt öfters Angebote an der Queens University (QUIC - International office for exchange students) mit einer Gruppe zu vielen obengenannten Destinationen zu fahren. Dabei kann man auch andere weitere Austauschstudenten kennenlernen. 

Beim Preisvergleich empfand ich etwa gleiches Niveau der Schweiz. Obwohl beim Ansicht der Preisetiketten die Sachen günstiger dünken, gibt es noch Mehrwertsteuerzuschlag beim Bezahlen an der Kasse, was das ganze doch nicht so günstig erscheinen lässt. 

Die Haupt-öffentlichen Verkehrsmittel in Kingston sind Busse. Es gibt sehr gute Verbindungen, ausser du wohnst am Rande der Stadt. Von Pünktlichkeit kann man nicht reden, wenn man aus der Schweiz kommt, da man immer mit 5-7 Minuten (manchmal sogar länger) rechnen muss. Dafür sind die Busfahrer sehr freundlich und man kann ihnen ohne Hemmungen fragen. Und immer vorne einsteigen bei Bussen;-) Ich habe das erste Mal nicht geschnallt und wartete vergeblich vor der Hintertür, bis mir einfiel, dass all die anderen Leute vorne einsteigen. Und immer (jedes Mal) die Studentenkarte  (Legi) vorweisen (was ich ein bisschen mühsam fand:P).