Erfahrungsberichte

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Wer

julia.sjoeberg[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

14/15 SS

Universität

AT-WIEN01
Wien - Universität Wien

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Ein spannendes und lehrreiches Semester mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen, Begegnungen und Herausforderungen.

Vorbereitung

Die Anmeldung verlief relativ einfach, sowohl an der Universität Zürich wie auch an der Universität Wien. Die Universität Wien lässt ihren Austauschstudierenden zudem eine Checkliste mit den zu erledigenden Punkten zukommen, die das wichtigste übersichtlich zusammenfasst. Ich habe mich an diese gehalten und konnte alles ohne Probleme bewältigen. Das Vorlesungsverzeichnis war zwar vor meiner Abreise online, allerdings noch ohne die Beschreibungen der Kurse, deshalb musste ich das Learning Agreement etwas auf gut Glück erstellen, es gibt aber die Möglichkeit, dieses noch  nachträglich abzuändern.

Ankunft

Nach meiner Ankunft am Hauptbahnhof Wien (dieser ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen), konnte ich direkt mein Zimmer in der WG beziehen. Kurz  darauf habe ich mich beim Magistratischen Bezirksamt angemeldet (dazu ist die Unterschrift des Vermieters im Original auf dem Formular nötig und der Meldezettel ist für weitere Anmeldungen Voraussetzung, z.B. für den Bibliotheksausweis) und die Informationsveranstaltung an der Uni Wien besucht, wo alles Organisatorische nochmals im Detail erklärt wurde. Danach hatte ich etwas über eine Woche Zeit, vor Semesterbeginn die Stadt kennenzulernen. Da viele der Kurse aber erst in der zweiten Woche begannen, war das eher zu viel als zu wenig Zeit. 

Zimmersuche
Wohnen

Während meines Aufenthaltes In Wien wohnte ich mit zwei Österreicherinnen in einer WG im 2. Bezirk, die mir über Bekannte vermittelt wurde, somit wurde mir eine langwierige Suche erspart. Ansonsten empfiehlt es sich wenn möglich vor Ort zu suchen, da viele WGs auf ein persönliches Kennenlernen (nicht nur via Skype) bestehen. Abseits von den üblichen Portalen (z.B. www.wg-gesucht.de) lohnt sich auch ein Blick in die diversen Facebook-Gruppen, in denen freie Zimmer inseriert werden. 

Universität

Meine Kurse fanden alle im schönen Hauptgebäude der Universität, einer der Prachtbauten an der Ringstrasse statt. Die Uni mit ihren vielen Gängen und Stiegen ist zwar anfangs etwas verwirrend, mit der Zeit findet man sich aber besser zurecht. Die Vorlesungen waren für mich aufgrund der vielen Teilnehmer etwas gewöhnungsbedürftig, boten aber einen guten Einblick in neue Gebiete (Deutsch als Fremd-/Zweitsprache, Kinder- und Jugendliteratur, österreichische Kultur/Literatur). Die Anmeldung für die Seminare und Übungen mit begrenzter Teilnehmerzahl verläuft über ein Punktesystem, aber als AusstauschstudentIn hat man gute Chancen, einen Platz zu bekommen. Was die DozentInnen betrifft, hatte ich einige sehr engagierte und von ihrem Fach begeisterte ProfessorInnen. Neu für mich war auch, dass sich die Studierenden ausserhalb der Uni via Facebook vernetzen und zum Teil für einzelne Veranstaltungen Gruppen gründen, wo Notizen, Fragen usw. ausgetauscht werden.

Leben/Freizeit

Wien verfügt über ein riesiges kulturelles Angebot zu – besonders im Vergleich zu Zürich – moderaten Preisen, das ich gerne genutzt habe. Für Sportbegeisterte bieten sich die vielen Parks zum Joggen an, die Berge sind auch nicht weit und auch beim USI (Universitäre Sportinstitut) kann man alle möglichen Kurse belegen (eine frühe Anmeldung empfiehlt sich, die Kurse sind schnell voll). Sobald die Temperaturen steigen, kann man ganze Nachmittage mit Freunden an der Donau verbringen, bei schlechtem Wetter flüchtet man in eines der vielen Kaffees. Abends und nachts ist auch immer viel los. Abgesehen davon, sind von Wien aus viele osteuropäische Städte einfach per Bus und Bahn zu erreichen. Nicht zuletzt bietet auch die Grossstadt selber viel zu entdecken, auch nach einem halben Jahr sind einem noch lange nicht alle Ecken bekannt.