Erfahrungsberichte

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Wer

miravogt[at]gmail.com

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

14/15 WS + SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Rechtswissenschaft (2000)

Gesamteindruck

Alles in allem ist Berlin eine tolle Stadt um einfach mal jung zu sein und das Leben neben der Universität zu genießen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und enorm viele Freizeitangebote. 


Auch die FU hat mich überzeugt, da alle Verantwortlichen stets hilfsbereit und freundlich waren und für alle aufkommenden Probleme schnell eine Lösung gefunden haben. Die Vorlesungen und Professoren waren interessant und trotz fehlender Vorkenntnisse im deutschen Recht kann ich einiges an Wissen aus diesem Jahr mitnehmen. 

Ich kann jedem nur raten ein oder zwei Semester hier zu verbringen, da die Offenheit der Stadt und ihrer Bewohner wirklich einzigartig ist. 

Vorbereitung

Vorbereitungen habe ich kaum getroffen, da ich die Sprachbarriere nicht hatte und auch sonst keine großen kulturellen Unterschiede beachten musste. Natürlich wurde das Learning Agreement verfasst etc. 

  

Ankunft

Ich bin schon Anfang September in Berlin angekommen und hatte dementsprechend Zeit, die Stadt vorher etwas kennen zu lernen. 

Man darf nicht unterschätzen, wie groß die Distanzen in Berlin sind, allerdings kommen die UBahnen und Busse alle paar Minuten und man findet sich in seinem Kiez sehr schnell zurecht.
Von der FU gab es dann Anfang Oktober Info-Veranstaltungen, in denen einem alles Wichtige erklärt wurde.  

Zimmersuche
Wohnen

Die Zimmersuche gestaltete sich schwierig, da ich nur an den Wochenenden für ein paar Tage zum Suchen hochfahren konnte. Allerdings habe ich trotzdem ein WG-Zimmer gefunden, in das ich dann Anfang September ohne Probleme einziehen konnte. Im Frühjahr habe ich mir dann eine eigene Wohnung gesucht (da ich nach dem Semester hier wohnen bleiben werde). Nur für die Dauer des Aufenthalts hätte sich der Aufwand nicht gelohnt, ich empfehle also einfach frühzeitig nach WG-Zimmern zu suchen. Die Angebote finden sich vor allem im Internet, vieles geht leider auch unter der Hand weg, da hat man durch die Entfernung keine Chance.

Wer in die typischen In-Bezirke will hat es schwieriger und muss bereit sein, ca 400€ und mehr im Monat für ein halbwegs großes Zimmer zu zahlen. Natürlich kann man mit etwas Glück auch billigeres finden, oder einfach in den etwas weniger beliebten Bezirken suchen. Es gibt allerdings auch viel auf ein Jahr befristetes und deshalb möbliertes, was für Austauschstudenten ja recht praktisch ist.

Universität

Die Universität liegt etwas außerhalb Berlins, wenn man im Süden der Stadt wohnt etwa 30-40min mit den ÖV entfernt. Der Campus ist sehr schön, die Fakultäten recht klar räumlich voneinander abgetrennt.

Der Jura-Campus besteht aus 2 Gebäuden mit einer Bibliothek. Alles recht überschaulich, aber gut ausgestattet.  

 In Deutschland ist allerdings die Kurswahl sehr viel freier als an der UZH. Dadurch, dass das Studium auf Staatsexamen ausgerichtet ist, kommt den Leistungsnachweisen an der Universität weniger Bedeutung zu. Das erklärt auch den etwas lockereren Unterrichtsstil der meisten Professoren.
Prüfungen wurden für Eramus-Studenten zu 90% mündlich abgehalten und erst gegen Ende des Semesters mit den Professoren einzeln abgesprochen. Eine Prüfungseinschreibung gibt es in dem Sinne nicht. Allerdings weiß ich von Kommilitonen, die hier 2 Semester denselbsen Kurs besucht haben und deswegen die reguläre Modulabschlussklausur über mehrere Stunden mitschreiben mussten. Es hängt also immer vom jeweiligen Modul ab, wie schwierig sich die Prüfungen gestalten.

 Alles in allem waren die Professoren aber sehr hilfsbereit und verständnisvoll. Die Vorlesungen waren interessant und Unterrichtsmaterialien wurden schnell und zuverlässig online zur Verfügung gestellt. 

Leben/Freizeit

Der Freizeitgestaltung sind in Berlin keine Grenzen gesetzt und genau das macht den Reiz dieser Stadt aus: Man findet an jeder Ecke neue und witzige Ideen und Möglichkeiten. 

Um alle Bezirke kennen zu lernen muss man schon einiges an Zeit aufwenden, im Endeffekt verbringt man sehr viel Zeit in seinem Heimatkiez. Ich habe in Kreuzberg und Neukölln gewohnt, was wohl die Bezirke sind, die freizeitechnisch am meisten zu bieten haben.
Natürlich kann man in Berlin auch sehr gut feiern gehen, wenn man will sogar an jedem Abend der Woche (was vielleicht nicht die beste Idee neben dem Studium ist ;))

 Das Jahr, das ich hier verbracht habe, hat gereicht,  um einen guten Eindruck von der Stadt zu kriegen, aber noch lange nicht, um sie vollständig zu entdecken. 

 Ich habe mich übrigens so sehr in Berlin verliebt, dass ich beschlossen habe, nach meinem Austausch hier zu bleiben, man kann sich also denken, wie sehr mich die Stadt überzeugt hat. :)