Erfahrungsberichte

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Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 WS

Universität

CN-
Shanghai - Fudan University - School of Management

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck von meinem Austauschsemester ist sehr positiv. Es war ein grosses Abenteur mit unterschiedlichen Herausforderungen. Für mein interkulturelles Verständnis hat es mir sehr viel gebracht, da die chinesische Kultur doch sehr anders ist als alles was ich bisher kennen lernen durfte. Dank dieser wertvollen Zeit in Shanghai durfte ich lernen was es heisst in einem fremden Land ohne die Sprache zu sprechen ein neues Leben zu beginen und Freunde zu finden oder wie es die Chinesen sagen würden:

 Welcome to China

Vorbereitung

Meine Vorbereitung bestand grösstenteils aus der Zusammenstellung meiner Bewerbungsunterlagen und aus der Organisation meines Studentenvisums für China. Für letzteres ändern sich die Regeln jedoch ständig und man sollte auf alles gefasst sein. Bei uns beispielsweise hiess es zuerst, dass wir eine Aufenthaltsbewilligung bekämen und somit jederzeit aus- und einreisen können. An unserem Begrüssungstag wurde uns jedoch dann mitgeteilt, das unser Visa typ nicht mehr gibt auf Grund neuer Gesetze und wir somit nicht mehr ausreisen dürfen. Dies hat sich dann ein paar Tage/Wochen später wieder geändert und wir bekamen ein bis zwei Ausreiseerlaubnise die wir uns hart erkämpfen mussten.  

Ankunft

Da ich sehr unsicher war über die Länge meines Aufenthalts in China sowie meine anschliessenden Reisepläne habe ich mich für einen relativ preiswerten Einfachflug von Zürich nach Peking und dann Shanghai entschieden. Angekommen am Flughafen sollte man etwas vorsichtig sein falls man ein Taxi nehmen möchte, da diese gerne ahnungslose Reisende ausnehmen und extra Touren fahren. Falls man sich vorher etwas informiert hat wo das Hotel liegt empfehle ich entweder die Subway zu nehmen oder ein Shuttle bus, welcher man für um die 200Yuan kriegt und der zu verschiedenen Hotels fährt. Allgmein sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen gegenüber gut Englisch sprechenden Chinesen, da dies nicht die Norm ist und es viele Abzokereien gibt, wie beispielsweise Tee Partys mit absolut überteurten Preisen. 

Zimmersuche
Wohnen

Für die ersten 10 Tage habe ich  ein preiswertes Hotelzimmer gebucht um direkt vor Ort ein Apartement zu suchen. Nach einer Woche habe ich dann ein Apartement im Stadtzentrum im Jing'an District (Inviertel) gemietet. Die Wohnungssuche geht somit relativ zügig, wobei ich eine Wohnung im Stadtzentrum sehr empfehlen kann. Jing'an District gehört noch zur French Concession und besitzt somit seinen eigenen Charm mit vielen kleinen Boutiquen, Massage salons, Coiffeurs und Restaurants und vorallem auch Bars und Bäkereien. Da man hier überall alles findet und somit ein sehr comfortables Leben führen kann wohnen hier die meisten Ausländer und dementsprechend sind die Wohnpreise etwas höher. 

Universität

Die Fudan Universität hat in ganz China einen sehr guten Ruf und wenn man sagt man studiere dort schauen die Chinesen einen ehrfurchtvoll an. Der Campus ist riesig und leicht verwirrend am Anfang. Die Proffesoren waren sehr gut und sorgten für interessante Diskussionen während des Unterrichts. Allgemein würde ich den Unterrichtsstiel als sehr interaktiv bezeichen und die Studenten halten viele Präsentationen und schreiben Papers. Dies empfinde ich als besonders wertvoll, da aufgrund unserer grösser an der UZH dies nicht im gleichen Masse möglich ist. Die meisten Kurse waren Abend Unterricht sprich von 18:00-21:30 und einige waren Blockseminare. Dies ermöglicht es den chinesischen Teilzeitstudenten 100 % zu arbeiten.

Leben/Freizeit

Das Paris des Ostens oder  Shanghai bietet alles was junge Studenten suchen und noch viel mehr. Das chinesische Essen ist absolut lecker und vielfältig in seiner Auswahl sowie in seiner Preisklase. So kann man bereits für 1-2 CHF satt werden bei Street food oder Nudelsuppen Küchen aber auch gerne Schweizerpreise zahlen für ein nobles Restaurant mit Spezialitäten. Auch Kleider (massgeschneidert) und andere Luxusarikel wie Perlen sind immer noch trotz hörem Lebenstandard erschwinglich jedoch muss man für alles hart feilschen. Das Nachtleben ist umfangreich und bietet alles was man sich wünscht. Von Livebands zu internationalen Dj's, Weinbars, Cocktail lounges ausgefallenen Clubs etc. Vielfach kommt man gratis rein und zum Teil auch gratis Getränke durch Promotor. Zusätzlich gibt es an unterschiedlichen Tagen in verschiedenen Etablisments Ladiesnight was zusätzlich das Budget schont.