Erfahrungsberichte

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Wer

murbachsimon[at]gmail.com

Typus/Richtung

Austausch - OUT

Jahr

13/14 WS

Universität

CA-
Victoria - University of Victoria

Studienfach

Betriebswirtschaftslehre (3010)

Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck dieses Austauschs ist sehr gut. Da Universität Victoria und insbesondere die Business Faculty sehr beliebt ist für Austauschstudenten, lernt man sehr schnell sehr viele Leute kennen. Dies und das familiäre Umfeld auf dem Campus wie auch in der Stadt lassen schnell ein Heimatgefühl aufkommen und man würde am liebsten für immer da bleiben.

Vorbereitung

Die Vorbereitung ging ziemlich reibungslos. Die Belegung von Fächern, Bewerbung für Unterkunft, Übermittlung von notwendigen Dokumenten lief alles über dieselbe Stelle und die Ansprechsperson(in meinem Fall Allen Sun) war sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Man erkennt sofort die Routine im Bereich Exchange, welche an dieser Universität vorhanden ist.

Ankunft

Die Ankunft wird einem so einfach wie möglich gemacht. Sofern man auf dem Campus wohnt, wird stets für die Studenten gesorgt und man hat unzählige hilfsbereite Ansprechspersonen.Beim Off-Campus Housing ist dies natürlich schwieriger, da die meisten zuerst für ein paar Tage im Hotel unterkommen müssen und von dort auf Unterkunftssuche gehen. Die zahlreichen Welcome-Events, Informationsveranstaltungen sowie Führungen und Broschüren helfen in den ersten paar Tagen enorm, damit man sich sowohl akademisch wie auch geographisch und sozial gut zurechtfindet. Hier gilt ganz klar: Zögere nicht und frage wenn Du was wissen möchtest!

Zimmersuche
Wohnen

Ich war einer der Glücklichen, der ein Room Offer für ein Cluster (eine Art WG mit 3 anderen Studenten) auf dem Campus erhalten hat. Ich kann wärmstens empfehlen, sich unbedingt für ein Cluster zu bewerben. Es gibt ebenfalls Einzel- oder Doppelzimmer in einem der zahlreichen Residence-Buildings. Diese sind wohl ok, aber meiner Meinung nach nicht zu Vergleichen mit dem Cluster-Housing, da man jeden Tag in der Kantine isst un nicht selber kochen kann. Zudem denke ich, dass der soziale Aspekt des Zusammenwohnens verloren geht.

Falls man nicht das Glück hat, auf dem Campus ein Zimmer zu finden, ist dies kein Weltuntergang, es gibt viele Hausbesitzer in der Nähe des Campus welche Zimmer oder ganze Wohnungen vermieten. Oft sind die Wohnungen gross und nicht allzu teuer. Wenn man also bereits mitstudenten kennt, wäre dies eine gute Möglichkeit, um mit ihnen zusammen etwas zu suchen. Ich würde mich dazu bei der Universität erkundigen, es gibt eine Liste mit Off-Campus-Housing. Zudem empfiehlt es sich, bereits im Vornherein einigen der zahlreichen Facebookgruppen für Studenten beizutreten, da auf diesem Wege oft Wohnungen vermittelt werden.

Universität

Der Campus ist wunderschön gelegen mit viel grün und alle akademischen Gebäude sind ohne Probleme zu Fuss erreichbar. Auch die Residences sind in Reichweite. Obwohl eine Ringstrasse (Ringroad) den akademischen und nicht-akademischen (Residences, Gym, Busstop, Bookstore, Foodcorners, Campus-Pub, Parking-Lots etc.) Teil zu trennen vermag, ist die Orientierung doch nicht ganz so einfach.

Der Unterricht unterscheidet sich doch wesentlich zu den Vorlesungen an der Universität Zürich. Der Inhalt der Vorlesungen ist zwar ähnlich aufgebaut, jedoch wird viel mehr Wert auf Gruppendiskussionen, Team-projects und Präsentationen gelegt, während in Zürich oft Einzelarbeiten und Prüfungen den Hauptbestandteil ausmachen. Der Arbeitsaufwand ist so jedoch eher über das ganze Semester verteilt und lastet nicht zu 90% auf einem Final Exam.  Ich habe hier keinen Kurs gesehen, welcher das Final Exam mit mehr als 40% gewichtet, oft gibt es gar keines. Auch der Umgang mit den Lehrpersonen ist etwas anders. Professoren werden meist mit Du angesprochen und Sie tun dies auch mit den Studenten. Die kleineren Klassengrössen (bis zu 40 Studenten) lassen das Ganze mehr wie ein Seminar erscheinen.Der Arbeitsaufwand ist je nach Fach zu verlgleichen mit jenem in der Schweiz. Wenn man nur 3 Fächer bucht, hält sich der Aufwand sehr in Grenzen, 4 ist sehr gut machbar, während 5 schon ziemlich zeitintensiv sein kann. Die Noten werden so gelegt, dass es meiner Meinung nacht nicht sehr schwierig ist, die Kurse zu bestehen, jedoch braucht es für eine wirklich gute Note einiges an Lernaufwand und sehr gutes Verständnis der Materie. Da die Universität Zürich Noten übernimmt und nicht so wie andere Unis in Europa nur auf Pass/Fail setzt, widerspiegelt sich das Engagement hoffentlich auch in den Noten, die man dafür erhält.

Zahlreiche Sonderangebote ermöglichen den Studenten zudem einige tolle  Sachen ausserhalb der Universität. So sind zum Beispiel Busse in ganz Victoria für Studenten gratis. Die Student ID machts möglich. Eine riesige Sportanlage zu enorm günstigen Tarifen ($50 für ein Semester), ein Campus-Pub mit guten Preisen, und Ermässigungen in einigen Geschäften sind weitere Vorteile als Student.

Leben/Freizeit

Victoria istsehr gut gelegen für zahlreiche Ausflüge. Es gibt auf der Insel sehr viele schöne Plätze, einige davon sind sogar gut per Bus (gratis) zu erreichen. Zudem liegen natürlich Vancouver und Seattle in greifbarer Nähe, was weitere tolle Möglichkeiten eröffnet. Auch in Victoria selbst gibt es einiges zu tun. Obwohl Downtown rund um den malerischen Hafen und das schöne Parlamentsgebäude ziemlich überschaubar ist, gibt es doch einige gute Bars, Pubs und Restaurants. Aber auch auf dem Campus lässt sich die Freizeit gut verbringen. Das bereits erwähnte Sportcenter Ian Stewart (und in baldiger Zukunft ein noch grösserer Komplex direkt auf dem Campusareal) mit zahlreichen Anlagen (Kraftraum, Fussball, Basketball, Tennis, Squash, Hockey, Volleyball, Schwimmen, Tanzen etc.) verhindern Langeweile und verhelfen zu einem ausgeglichenem Studienallta. Auch die Bibliothek im Herzen des Campus sowie ein Studentenpub auf dem Campus laden zum Verweilen ein. Ansonsten lohnt sich auch ein Spaziergang an einem der Strände nahe der Universität oder auf den Aussichtspunkt auf dem Mount Douglas. Die zahlreichen Studenten auf und nahe dem Campus machen die Freizeit zu einem wahren Erlebnis und man ist sicherlich nie alleine.