Erfahrungsberichte

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Wer

yunuscan.ersoy[at]uzh.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

13/14 SS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (7360)

Gesamteindruck

Ich kann es jeder Studentin und jedem Studenten nur empfehlen, die Möglichkeit zu nutzen, ein oder zwei Semester an einer Gastuniversität zu verbringen!

Vorbereitung

Zur Vorbereitung lohnt es sich, zunächst die im Internet verfügbaren Informationen anzuschauen. Falls danach noch Fragen bestehen, habe ich gute Erfahrung damit gemacht, direkt bei den verantwortlichen Leuten nachzufragen. Diese kennen die Abläufe sehr gut und wissen auch so einiges, was in den Leitfäden nicht drinsteht. Falls trotzdem Fragen offenbleiben, beantworten sich die dann meistens, wenn das Semester angelaufen ist.

Ankunft

Es ist bestimmt zu empfehlen, nicht gerade erst einen Tag vor Beginn des Sprachkurses bzw. der Informationsveranstaltung anzureisen, damit man sich auch selbst eine gewisse rudimentäre Orientierung in der neuen Stadt erarbeiten kann.

Für Berlin empfehle ich bei einsemestrigem Austausch unbedingt das Sommersemester.

Zimmersuche
Wohnen

Mein Zimmer habe ich über bereits bestehende Verbindungen gefunden.

In Berlin ein Zimmer zu finden hängt von einigem Glück und viel Anstrengung ab. Die Stadt ist sehr gross (vor allem flächenmässig) und die verschiedenen Kieze sind teilweise sehr unterschiedlich. Es ist daher zu empfehlen, sich auch über die Wohngegend zu informieren; je nachdem ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen. Die Preise variieren auch ziemlich stark.

Universität

Die Freie Universität Berlin befindet sich im Südwesten Berlins und der Campus verteilt sich über eine grosse Fläche.

 Für AVL-Studenten interessant ist, dass dieser Fachbereich ziemlich gross ist und viel mehr Kurse angeboten werden als im beschaulichen Institut in Zürich. Ausserdem empfehle ich jeder, mit dem Koordinator über die Möglichkeit zu sprechen, fachfremde zu besuchen: Interdisziplinarität ist einerseits zurzeit in aller Munde, und dafür ist ein solches Austauschsemester wunderbar geeignet. In der AVL beispielsweise, bietet ein Einblick z.B. in die Theater- oder Musikwissenschaft einerseits interessante neue Perspektiven auf den eigenen Gegenstand und ist andererseits auf Ebene der Theorie unglaublich bereichernd.

Leben/Freizeit

Während die einen noch von der Stadt der Jugend sprechen, sehen andere Berlin bereits durch Tel Aviv bezüglich Attraktivität für junge, kreative, gebildete Menschen abgelöst. Ob es jetzt noch einen Schritt voraus oder schon einen hintendrein ist: Berlin bleibt für Begeisterte jeglicher Kunstrichtungen von grösstem Interesse.

Mein Interesse galt insbesondere dem Theater. Berlin hat eine unglaubliche Dichte an kleinen und kleinsten Theatern, die neben den grossen Bühnen ihren Platz finden. Die programmatische Ausrichtung ist daher teilweise sehr spezifisch; mich hat es beispielsweise immer wieder an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gezogen, wo ich Stücke von René Pollesch, Frank Castorf, Herbert Fritsch, Martin Wuttke, Gob Squad u.a. gesehen habe.