Erfahrungsberichte

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Wer

nathalie.deperi[at]gmx.ch

Typus/Richtung

Erasmus - OUT

Jahr

13/14 WS

Universität

DE-BERLIN01
Berlin - Freie Universität Berlin

Studienfach

Psychologie (7200)

Gesamteindruck

Berlin hat mir sehr gut gefallen und ich kann die Grossstatdt jedem empfehlen. Wenn man sich überlegt, mal ausserhalb der Schweiz zu arbeiten, dann finde ich es sehr lehrreich einen Länderwechsel im geschützten Rahmen eines Studiums durchzuführen.

Ich hätte mein Austauschsemester gerne auf ein Jahr verlängert und es ausserdem auf den Beginn des Masterstudiums gelegt - so kommt man nicht so sehr in Konflikt mit der 1-jährigen Masterarbeit.

Ich war im Wintersemester in Berlin, würde aber das Sommersemester eher empfehlen. Wegen den unterschiedlichen Semesterdaten werde ich im Februar nur ein Wochenende Semesterferien habe. Ausserdem kann man Berlin sehr gut zu Fuss bzw. mit dem Fahrrad erkunden, was jedoch bei bis zu -12 Grad und starkem Wind nicht so viel Spass macht!

Vorbereitung

Die Vorbereitungen begleiteten mich während einer sehr langen Zeit angefangen von der Bewerbung um eine Nomination im Januar bis zu meiner Anreise in Berlin, und auch dann sind sie noch nicht so wirklich abgeschlossen. Ich finde jedoch, dass man leicht an die Informationen kommt und im Vergleich zu anderen ERASMUS Studenten von anderen Universitäten, die ich kennen gelernt habe, ist mir die Vorbereitung leicht gefallen. Wenn man sich auch gut vorbereitet, dann kommt man auch sehr schnell zu seinen Unterschriften und es wird eher mal ein Auge zugedrückt.

Ankunft

Im Nachhinein würde ich meine Ankunft mehr als 2 Wochen vor Semesterbeginn (Vorlesungszeit) planen. Da in Berlin das Semester auch ca. einem Monat später beginnt bietet sich dies auch an. So hat man auch mehr Zeit sich um Anmeldung, Wohnungssuche etc. zu kümmern und kann dann entspannt bei den Orientierungstage für ERASMUS Studenten teilnehmen. Dort wird einem nochmals alles im  Detail erklärt, mit welchem Zettel man zu welchem Amt muss etc.. Ausserdem habe ich auch bei den Psychologie- Orientierungstagen für neue Bachelor- und Masterstudenten teilgenommen, was ich sehr empfehlen kann. Dort kann man auch gut Kontakt zu deutschen Studenten aufbauen wie beispielsweise bei den gemeinsamen Kneipenabenden.

Zimmersuche
Wohnen

Ich habe es mir mit der Zimmersuche leicht gemacht und mich bei einem Studentenwohnheim bzw. einem Studentendorf angemeldet. So hatte ich mein Zimmer auf sicher. Die Zimmersuche ist in Berlin fast so schwierig wie in Zürich, wenn auch zu deutlich geringeren Preisen.

Das Studentendorf in dem ich war (Schlachtensee) würde ich als Notlösung empfehlen (in einem der renovierten Häuser). Der eindrückliche Internetauftritt unterscheidet sich wesentlich von der tatsächlichen Qualität der Häuser! Ausserdem liegt es im Stadtteil Zehlendorf, welcher südlich der Uni, weiter weg vom Stadtzentrum liegt. Ich hatte zwar nur  30 Minuten Anfahrt zur Uni (im Schnitt ist es eine Stunde), jedoch würde ich einen anderen Stadtteil empfehlen, in dem ein bisschen mehr los ist und der näher an der Stadtmitte liegt (Schöneberg, Kreuzberg, Charlottenburg, Mitte). Ausserdem sollte es eine U- oder S-Bahn in der Nähe haben. Mein Bus fuhr ausserhalb der Stosszeiten nur alle 20 Minuten, was vor allem beim Heimweg und an den Wochenenden (Bus fuhr nach Mitternacht nicht mehr) mühsam war.

Universität

Die Freie Universität in Berlin ist gut organisiert, jedoch gibt es einige Unterschiede zur UZH: Man muss sich persönlich immatrikulieren, was jedoch für Austauschstudenten gut organisiert wird (Orientierungstage!). Ausserdem gilt bei der Modulbuchung nicht das Prinzip First come first serve. Man kann bei allen platzbegrenzten Modulen Präferenzen angeben und die Aufteilung wird dann von Hand durchgeführt (Vermutung bei Wahlpflichtveranstaltungen: 1 und 3 Präferenz werden gegeben). Falls man eine Präferenz nicht bekommen hat, kann man sich nicht immer einfach so dazusetzen.

Bezüglich der Anrechnung muss man bei jedem Seminar mit dem Dozenten Kontakt aufnehmen und kann eigentlich immer (bei Seminaren) einen individuellen Leistungsnachweis vereinbaren. Ich habe auch ein Modul aus einem anderen Masterstudiengang (SCAN) besucht, und kann die Veranstaltung an der Charité (Clinical SCAN) sehr empfehlen, da dort auch Patienten in die Stunden eingeladen werden und über ihr Krankheitsbild erzählen. Ein paar Mal wurden auch Patienten in die Klinische Vorlesung eingeladen.

Offiziell war ich im dritten Semester in Berlin und konnte das Modul Projektgruppe 1 an der UZH per Mail absolvieren, so dass ich nach dem Zurückkommen gleich mit meiner Masterarbeit loslegen kann.

Leben/Freizeit

In Berlin gibt es sehr viel zu sehen. Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten ist es auch einfach interessant durch die einzelnen Stadtteile zu spazieren und dabei ein paar der vielen kleinen Cafés aufzusuchen. An den Wochenenden war ich häufig in Neukölln und Kreuzberg, da es dort viele kleine Bars gibt; beispielsweise die zahlreichen Studentenkneipen in der Weserstrasse.